292 Purren
werden. Auf Fluß= und Seeschiffen muß
anderweites, siets gefahrloses Frachtgut
vom Pulver getrennt gelagert werden.
Lastwagen und Schiffe müssen die Pulverflagge
(s. d.) führen. Zu dem Pulvertransport
wird ein Begleitkommando, bestehend
aus 1 Offizier, mindestens 2 Unteroffizieren
und einer der Anzahl der
— Rad.
Fahrzeuge entsprechenden Mannschaftszahl,
beigegeben. Bei Eisenbahntransporten
dient letzteres als Wache auf den
Stationen.
Purren, auf Kriegsschiffen s. v. w. aufwecken;
so lautet das Kommando zum
Wecken einer Wache: Purr auf!«
Phuramidaltorn, s. Korn.
O.
Quadrant, Viertelkreis, s. Libellenquadrant,
Pendelquadrant.
Quarterdeck, der hinter dem Großmast
eines Schiffs liegende Teil des Oberdecks,
welcher außer Dienst nur von Offizieren
und Kadetten betreten werden darf, wosich
indes auch diese nicht sitzend oder rauchend
aufhalten dürfen. Auf dem Q. ziehen die
Wachen auf, werden Befehle verkündet 2c.
Quartier ist im Gegensatz zur Kasernierung
das den Soldaten von Bürgern,
den Quartiergebern, gewährte Unterkommen
(Bör#erauartie). Die Verpflichtung,
das O. zu gewähren, ist gesetzlich
geregelt. Statt des Naturalquartiers
wird Offizieren meist Quartiergeld
(Serois) gezahlt. Marschierende Truppen
eziehen einige Tage Marschquartier,auflängere
Zeit Kantonnementsquartier.
Das Beziehen der Quartiere
wird durch Quartiermacher (s. Fourier)
vorbereitet. Vgl. Kantonieren.
Quartiermeister heißen die Unteroffiziere
der Kavallerie und reitenden Artillerie,
denen die Verwaltung der Eskadronoder
Batteriekammer sowie die das Quartierwesen
betrefsenden Angelegenheiten oblicgen.
Generalquartiermeister ist
im Großen Hauptquartier des Kaisers der
Dem Chef des Generalstabs zunächststehende
zier.
Ouerschnittsbelastung des Geschofses,
das auf den Quadratcentimeter desselben
entfallende Geschoßgewicht, s. Lebendige
Kraft.
Querschott, s. v. w. Panzerquerwand,
s. Kriegsschiff (S. 221).
Querwälle, s. v. w. Traversen (s. d.).
Quotwerke, Geschützart des Mittelalters,
s. Geschütze (S. 162).
R.
Raa, s. Mast.
Rabatteisen, s. Kalfatern.
Rack, Vorrichtung aus Eisen oder Tau
zum Aufhängen der Raaen an den Untermasten
oder Stengen.
Kad. Man unterscheidet Speichen= und
Blockräder. Speiche nräder bestehen aus
der Nabe, den Sgiichen, Felgen und
dem Beschlag. Die Nabe ist zur Aufnahmedes
Achsenschenkels mit einer Durchbohrung
versehen, die in Rücksicht auf
den Ersatz nach zu großer Abnutzung mit
einer Buchse oder mit Buchsringen aus
Bronzehartguß ausgefüttert ist. Im mittlern
Teil der Nabe (Haufeuy) stehen
die Speichen, meist zwölf, verzapft, jedoch
nicht senkrecht, sondern mit einer gewissen
Neigung nach außen, dem Röhrende
der Nabe. Diese Stürzung der Speichen
soll deren Tragfähigkeit bei schiefem
Näderstand begünstigen. Am Ende der
Sreichen bilden die Felgen den Felgenoder
Radkranz. Je zwei Speichen sind
in einer Felge verzapft. Um die Hirnfläche
des Felgenkrangesist der Radreifen aus
Eisen gelegt. s8 Rad der Feldartillerie
(nach Thonets System) hat eine Bronzenabe.
An der eigentlichen Nabenröhre