Full text : Leitfaden für den Turn-Unterricht in den Preußischen Volksschulen.

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2.  Schnelllauf.

Entweder  so,  daß  während  des  Kurzlaufs  commandirt
wird:  schneller!  dann  wieder:  kürzer!  oder  als  Wettlauf
zweier  oder  mehrerer  Schüler,  die  auf  das  Commando:
lauft!  zu  gleicher  Zeit  auslaufen,  und  zwar  geradeaus  zu
einem  bestimmten  Punkt  oder  um  ein  gestecktes  Ziel  zum
Auslaufort  zurück.  Allmälig  größere  Bahnlänge,  von  achtzig
  Schritt  anfangend.  Dieselben  Vorsichtsmaßregeln  wie
bei  e.

§.  XVII.
Springen.

Bei  allen  Sprungübungen  ist  genau  auf  richtige  feste
Körperhaltung  zu  sehen,  weshalb  auch  der  Sprung  ohne
Anlauf  stets  mit  „Hüften  fest!“  ausgeführt  wird.  Bei  den
Sprüngen  mit  Spreizen  muß  das  spreizende  Bein  straff
gehalten  werden,  der  Niedersprung  stets  auf  die  auswärts
gedrehten  Fußspitzen  mit  geöffneten  Knieen  und  mit  Kniebeugen
  leicht  und  elastisch  erfolgen.  (Niemals  hohe  Sprüngel)

1.  Schlußsprung.
(Hüften:  fest!)  Schlußsprung  vorwärts:  springt!
(siehe  Fig.  14).

Gleich  der  Uebung  §.  XII,  7,  nur  daß  der  Niedersprung
eine  Schrittlänge  vor  der  Absprungsstelle  erfolgt.  Erst  nach
Zählen  zu  üben.  Ebenso  rückwärts  und  rechts  und
links  seitwärts.

Auch  in  Verbindung  von  vorwärts  und  rückwärts  u.  s.  w.
so  zu  üben,  daß  aus  dem  Kniebeugen  beim  Niedersprunge
sofort  der  Aufsprung  nach  der  andern  Richtung  hin  erfolgt.

2.  Spreizsprung.
Ka)  (Hüsten:  festl)  Spreizsprung  rechts  (links)
seitwärts:  springt!
Das  gestreckt  gehaltene  rechte  (linke)  Bein  wird  lebhaft
seitwärts  gespreizt,  während  das  andere  den  Körper  durch