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halten. Er trat wohl etwa auch Buͤndnissen bei, die sein
rüstiger Vetter in Wolfenbuͤttel oder sein Schwager der erbitterte
Herzog Georg von Sachsen zu Beschuͤtzung des alten
Glaubens unter Beguͤnstigung des Kaisers schlossen.
Aber kein Vetter und kein Pfaffe, kein Schwager in Sachsen
und kein Schwiegervater in Brandenburg 6rKn hätten ihn
durch Bitte oder Beispiel bewegen koͤnnen, das arme Volk
zur Lateinischen Messe zu zwingen, oder wie diese zwei
Fürsten gethan haben, die verführenden Prädicanten mit
Feuer und Schwerdt zu verfolgen. Noch blieb Herzog Erich
in seiner glücklichen Ruhr, als endlich selbst auch an seinem
eigenen Hofe, als endlich seine eigene Gemahlin, die freilich
vierzig Jahre jünger als er war, und nach dem Tode
ihres. eifrig katholischen Vaters des alten Churfuͤrst Joachim
I. von Brandenburg durch das Beispiel. ihres reformirenden
Bruders gereizt wurde, aus dem Hesleulande einen
Prädicanten kommen ließ, und Abendmahl unter beiden
Gestalten genoß **). Was ihm allein noch bei aller Ruhe,
*) Ein Beispiel, daß sich der Churf. von Brandenb. der Sache
annahm, s. Schr. H. Erichs an die Stadt Göttingen 17. Nov.
1531. Goͤtt. Chr. II. Th. S. 407.
QEs wurde ihr durch Conrad Brecht, Prediger zu gr. Schneen,
zum erstenmal gereicht (Baring Biogr. b. Corvinus S. 43.).
Elisabekh bat den 6. Okt. desselb. Jahrs den Landgrafen Philipp,
ihr den Pfarrer von Wizenhausen Anton Corvinus zu
schicken, und Philipp erlaubte auch demselben, von Zeit zu
Zeit von Wizenhausen nach Muͤnden zu geben. Noch im J.
1338 wurde er von der Herzogin nach Northeim geschickt, die
Reformation daselbst einzuführen, auch eine Kirchenordnung
für die Stadt zu entwersen. Corvinus kam in Münden an,
gerade als der Herzog gen Hagenau wollte. Man suchte ihn
gegen den Reformator und seine Gemahlin aufzureizen. „Weil
„sie uns in unfrem Glauben nicht hindert, so wollen wir sie
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