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Frankreich vereinigten norddeutschen Lande, sowie alle von franzöfischen Prinzen
in Deutschland besessenen Länder herausgegeben werden müßten.
3) Herstellung des Hauses Braunschweig-Lüneburg in seine sämmtlichen deutschen
Besitzungen.
4) Freundschaftliche Vereinigung zwischen Preußen, Rußland und Oestreich
über das Großherzogthum Warschau.
Um aber den Bedürfnissen der Gegenwart zu genügen, übernahm jede
der drei Mächte die feierliche Verpflichtung, für den Lauf des Krieges ihr Heer
auf 150,000 Mann mit Ausschluß der Festungsbesatzungen fortwährend zu erhalten,
sich in keine Verabredung oder Friedensunterhandlung ohne gemeinsamen
Beschluß einzulassen, jeden mittelbaren oder unmittelbaren Antrag des
französischen Kabinets gewissenhaft den übrigen Theilnehmern mitzutheilen. Einige
Wochen später kam auch noch ein Bündniß zwischen England und Oestreich hinzu.
Uebrigens war vorauszusehen, daß, sobald Oestreich in das Bündniß
eintrat, von einem einigen Deutschland nicht mehr die Rede war; hatte man
doch die Selbstständigkeit der Rheinbundfürsten schon durch die Töplitzer Bestimmungen
verbürgt. Preußen hielt wenigstens die Idee eines deutschen Bundes
zur Vereinigung der kleineren Fürstenthümer mit Oestreich und Preußen
fest. Wir werden sehen, was sich aus diesen wohlmeinenden Ideen später für
die Wirklichkeit ergab.
Gegen das Ende des Monats September begannen die Kriegsunternehmungen
wieder mit erneuertem Schwunge. Das große Heer zog durch das
Erzgebirge auf Chemnitz, die Reservearmee unter Bennigsen nahte sich dem
immer noch hartnäckig von Napoleon behaupteten Dresden; auch der Kronprinz
von Schweden rückte gegen die Elbe vor — doch die glorreichsten Thaten in
diesem ganzen Feldzuge waren dem schlesischen Heere vorbehalten; ja man darf
kühn behaupten, daß die Leitung dieses Heeres in ächt preußischem und deutschem
Sinne einzig und allein den Ausschlag für die gute Wendung der Sache
der Bundesgenossen gab. Die große Armee, deren reiche Mittel den Haupterfolg
zu verbürgen schienen, hatte bis jetzt am wenigsten geleistet; ja seit dem
Tage vor Dresden war alle Thätigkeit und Kraft aus ihrem Führer gewichen.
Trotz der schon unermeßlich großen Zahl von Streitern verlangte er einen großen
Theil des schlesischen Heeres, eine Forderung, die glücklicher Weise durch Vermittelung
der Souveräne zurückgewiesen wurde, weil man sich des einzigen
damals erfolgreich thätigen Elementes im Kampfe beraubt hätte.
Blücher's Heer hatte die Verbindung mit der Nordarmee erlangt, und
während es südlich im Zusammenhange mit der großen Armee blieb, drängte
es nach der Elbe vor, um das linke Ufer dieses Stromes zu gewinnen. Nicht
weit von Torgau wurde der Uebergang bewerkstelligt; aber um ihn zu sichern,
mußte der Feind aus seiner festen Stellung bei Wartenburg getrieben werden.
Mit dieser schwierigen Aufgabe wurde General York, wie gewöhnlich,
wenn es irg end einen besonders bedenklichen Punkt gab, beauftragt. Blücher