Konservation der vorräthig gehaltenen Gegenstände. 1069
ausgepackt, susgeklopft und demnächst wieder in die Fässer verpackt werden, Der
Herr General-Stebs-Arzt hat dies ala zweckmässig gleichfalls anerkannt.
5. Erl. d. Mil.-Oekon.-Depart. vom 1. August 1930. 8. Theil H, Kap. VII, B.
817. Zusats 1.
Erl. d. Mil.-Oekon.-Depart vom 5. Februar 1837.) 8. Theil II,
Kap. von, B. $ 17. Zusatz 4. Der Kgl. Intendantur eröffnen wir auf den Bericht vom
3 Oktober 1836 ad 5, dasn die diesseits angsordnete Auffrischung der Verbandmittel
bei den Feld- und Belagerungs-Lazarethen besonders den Zweck hatte, die zum
Theil noch aus den letzten Kriegsjahren herstammenden derartigen Bestände, die bei
längerer fortgesetzter Aufbewahrung am Ende völlig unbrauchbar werden würden, aufzuräumen.
Diese Auffrischung muss daher auch hinsichts der bei den Dispensir-Anstalten
zur Konsumtion kommenden Zirkelbinden und ähnlichen kurrenten Artikel zur
Ausführung gebracht werden, und kann durchaus keinen Schwierigkeiten unterliegen,
wenn der für die Dispensir-Anstalten auf 1 Jahr erforderliche Bedarf ermittelt, demnächst
denselben überwiesen und sodann gleich ersetzt wird. Was dagegen die iu
neuerer Zeit beschafften Verbandmittel betrifft, ao genügt es, wenn bei den jährlichen
Revisionen der derartigen Bestände nur diejenigen Stücke ausgewählt und aufgefrischt
werden, welche durch lüngeres Lagern augenscheinlich dem Verderben unterliegen
würden. Hinsichts der einfachen und doppelten Bruchbänder aber wird, im Einverstäindnias
mit dem Herrn General-Stabsarzte der Armee, bestimmt, dass der Ersatz derselben
bis zum eintretenden bedarfsfalle, sowohl bei den Feld- als auch bei den Belagerungs-Lazareth-Bestlinden,
insoweit der Aukauf jederzeit am Orte selbst zu bewirken
ist, ausgesetzt bleiben kann, nur müssen Behufs Keservirung der erforderlichen Beträge
die Werthsberechnungen alljährlich bei Einsendung der Materialienrechnungen gleich
mit vorgelegt werden. Die Nabelbruchbänder, welche in den Dispensir-Anstelten nur
böchst selten erforderlich werden, und daher such nur nach dem wirklichan Bedarf zu
entnehmen bleiben, werden dagegen sorgfältig asservirt,
7. (Erl. d. Mil.-Oekon.-Depart,. vom 29. März 1837.) Nach einem, von dem Kgl.
General-Stabs-Arzte der Armee erstatteten Gutachten eignen sich die bei den Belagerungs-Lazareth-Dopots
gegenwärtig noch vorhandenen Servietten, da solche in der Regel
zu schmal und zu kurz sind, nicht zu dem beabsichtigten Gebrauch als Armschärpen
(Mitellen), und es tritt daher die Nothwendigkeit ein, sämmtliche Depots, so wie es schon
hinsichts der Feld- und Garnison-Lazarethe geschehen ist, statt der Servietten mit Mitellen
von vorschriftsmässiger Grösse (ä 1!;, Ellen lang und breit) auszustatten. Um
indess die hiermit verknüpften Ausgaben möglichst zu beschränken, ist es unerlässlich,
die schon vorhandenen Servietten, soweit es ohne Nachtheil für die künftige Benutzung
zulässig ist, durch Zusammensticken in Mitellen umzuschaffen. Demgemäss wolle die
Kgl. Iotendantur die betreffenden Belagerungs-Lazareth-Depots Ihres Bereichs wegen
Umarbeitung der Servietten mit näherer Weisung versehen und demnächst anzeigen,
wie viel Mitellen für jedes Depot hierdurch erzielt worden sind, damit wegen der gegen
den Etat noch fehlenden Anzahl sodann das Weitere diesseits veranlasst werden kann.
Die durch die Umarbeitung der Servietten entstehenden Ausgaben passiren in den
er bezüglichen Depots pro 01837. — Ferner hat sich
der Herr General-Stabs-Arzt der Armee in Betreff des bei den Belagerungs-Lazareth-Depots
vorbandenen Flachses dahin geäussert, dass solcher als Burrogat der Charpie
gleichfalls zur Anwendung nicht geeignet sei und dass es wünschenswerth erscheine,
die Depots davon zu befreien. Wir können dieser Ansicht nur beitreten und veranlassen
daher die etc. Intendantur, es einzuleiten, dass die vorhandenen derartigen Bestände
zum Verkauf gestellt werden etc.
8. Erl. d. Mil.-Oekon.-Depart. vom 1. Juni 1837 über Blechgeräthe, Binden etc.
8. vorstehend: sdl& 1,1.
P. (Erl. d. Mil. .Oekon. -Depart. vom 19. August 1837.) Da nach dem Berichte
vom 25. Juli, dessen Anlage hierneben zurlickerfolgt, der Ersatz der aus den Beständen
der Feld- und Belagerungs-Lazaretb-Depots der Auffrischung wegen verabreichten vielköpfigen
und Zirkelbinden etc. nur zum Nachtheil der Staatskasse erfolgen kann, weil
durch die Herstellung der Binden verschiedenartiger Länge und Breite zu viel Leinwand
verschnitten wird, so genehmigt das Departement, dass dieser Ersatz für jetzt ausgesetzt
werde. Die schon zu diesem Hehuf angekaufte Leinwand ist daher nur zur Anfertiguug
einer Sorte von Binden, etwa zu B-, 6-, d- oder 3elligen, zu verwenden, wogegeu
die verabreichten I0elligen. sowie die übrigen Binden aus der allgemeinen, im
hiesigen Train-Depot asnervirten Reserve späterhion werden ersetzt werden. Was dagegen
den Ersatz der Charpie und alten Leinwand betrifft, so darf hier nur ein Austausch,
Zug um Zug, stattänden, weil diese Artikel nicht immer käußich erlangt werden
können und daher jederzeit eisern unterhalten werden müssen. Ueber die Art und
Weise der Beschaffung enthält der unlängst mitgetheilte Abschnitt über die Versorgung