242 VII. Die Kriegführung der Dritten Obersten Heeresleitung.
Aussicht hatte, durchzudringen. Die Politik verhandelte aber mit
Joffe in Berlin und ließ ihn hier zusammen mit der Unabhängigen
Sozialdemokratie die Revolution vorbereiten. Sie ließ sich in
Moskau unwürdig behandeln und nahm den Gesandtenmord gelassen
hin. Sie unternahm nichts gegen das Treiben der bolschewistischen
Friedensabgeordneten in Kiew und die Ermordung des
Generalfeldmarschalls v. Eichhorn. Sie erhob nicht ihre Stimme
gegen den Zarenmord. Sie entzog sich einer gegen die Bolschewisten
gerichteten Politik in Finnland, in der Ukraine, bei den Donkosaken
und auch wohl in Georgien. Sie trieb überall nur „innere Politik“
nach dem Willen der Reichstagsmehrheit.
Und wie gut hätte eine wirklich deutsche, klar ihr Ziel verfolgende
Gesamtpolitik noch im Kriegsjahr 1918 das Vaterland
sichern und die Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes retten
können, wenn sie wie ein guter Haushalter dem Kriege hätte dienen
wollen.