Metadata : Weltkrieg und Gottesreich.

Wir  leuchten  aber,  wenn  wir  Jesum  angezogen
(Röm.  13,  14),  durch  unser  Lebenswerk.  All  unser  Tun
wird  dann  lückenlos  ein  Gottesdienst,  wird  Heilschaffen,
wird  Mitbauen  am  Gottesreich.

Kräftig  sagt  es  im  Gegensatz  zu  den  herrschenden

rwartungen  der  Zeitgenossen  manch  ein  Wort  Zesu:
Das  Reich  Gottes  kommt  nicht,  wie  ihr  wähnt,  als
ein  reines  Geschenk  der  göttlichen  Allmacht,  das  die
Erwählten  ohne  alle  eigene  Bemühung  wie  eine  Hand
voll  Aüsse  einstecken  können;  nur  wer  sich  selbst  bemüht
  und  für  das  hohe  Gut  willig  und  entschlossen
alles  hingibt,  gewinnt  es:  Die  Gewalt  anwenden,
iie  alle  Kraft  dransetzen,  reißen  es  an  sich,  erobern
die  Gottesstadt.  Aur  die,  welche  für  den  entdeckten
Schatz,  für  die  einzigartige  Perle  alles  andere  hingeben,
  gelangen  in  deren  Besitz.

Jesu  unerbittliche  sittliche  Forderung  spricht
auch  aus  sämtlichen  Seligpreisungen  Matth.  5,  3—10:

ie  Verheihungen  sind  da  im  Auedruck  verschieden;
  aber  sachlich  ist  es  immer  das  Gottesreich,
  das  verheißen  wird.  Die  Armen  im  Geist  d.  i.
ie  Demütigen  gewinnen  es  und  ebenso  die  Sanftmütigen;
  die,  welche  in  aufrichtiger  Reue  ihre  Sünde
binter  sich  lassen  und  hernach  mit  aller  Inbrunst  sich
nach  Gerechtigkeit  strecken,  Gottes  Willen  im  großen
und  im  kleinen  zu  tun  sich  bestreben;  die  Barmherzigen
sodann,  die  Herzensreinen,  die  Heilschaffenden  und
endlich  die  willigen  Dulder.  Kurz,  sittlich  erneuerte
Menschen,  sie  allein  erobern  das  Reich  und  all  seine
Güter.

Diese  Güter  selbst  sind  nicht  bloß  sittlicher  sondern
auch  materieller  Art.  Oie  Sittlichkeit  (der  rechte
Wandel)  ist  Mittel  und  Weg,  aber  die  Frucht  ist  mehr