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Cencius Zeiten erhielt 6), denn gerade in dieser Periode hatten
sich die Finanz-Plane oder Bedürfnisse des rômischen Hoses
so entwickelt, datz selbst Schweden und Norwegen zinsbar
werden mußten. Ein guter Genius schien allein noch über
Dänemark zu wachen, und weil sich auch nicht eine Spur
findet, daß in den drei Menschenaltern von Innocenz III. an,
dis auf die Anfangszeiten der Avignonischen Päbste irgend
eine Veränderung dieser Verhälrnisse entstanden sey, so schließt
man mit vieler Zuversicht, daß sich jene ursprüngliche Freibeit
der dänischen Kirche erhalten habe. Der Peterspfenning,
wegen dessen der Pabst 1317 an den Erzbischof von Lund geschrieben
), mag also gerade eben derselbe gewesen seyn, der
in Censii libro Censuum vorkommt,
Wie es sich also hier einmal gemacht hatte, so blieb es,
und man würde ganz getrost binzusetzen, so blieb es bis zur
Zeit der Reformation, wenn nicht höchst unerwartet 4558 eine
Nachricht dazwischen käme. Sie ist aus dem Munde des
Königs Magnus von Schweden.
König Magnus bat nehmlich damals den Pabst um Er,
laubniß, von Dänemark so viel zu erobern, als ihm nur moͤglich
sey. Schonen habe er bereits, aber nicht nur diese Provinz
mochte er behalten, die der Schlüssel zu seinem Reich
sey, sondern auch die übrigen Länder des dänischen Reichs in
Besitz nehmen. Der Kaiser habe biebei nichts zu sprechen,
sondern allein der Pabst, denn Dänemark gehöre nicht zum
deulschen Reich, und habe nie dazu gehoͤrt, aber der rmischen
Pirche sey es zinsbar, und diesen Zins werde auch der König
*) Also von 1100 — 1192.
*0 Rainald ad li. a. u. 19.