Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Roseneimer  Anzerger

mittco,  25.  Februat  1012

 

lan  uns  per  WMurfz  zmei  brars
ge  V-  sich  wars  n  Tüummern
von-  Szilsel  0  Westen  vor.  Westlich  der

Kirche,  von  n  Turm  ich  oben.  Fur  Besichtiaung
  des  en  2  elnlud,  schoben  sie  einen
üten  eisernen  Riegel  vor  und  schnürten  den
Kropf“  ab;  der  Riegel  aber  blieb  vorgeschoben,
  solange  wir  an  der  Somme  lämpften.
  Wenn  es  auch  den  Franzosen  im  Norden
gelungen  war,  den  Teil  von  Sailly  an  der
Straße  Bapaume-Peronne  zu  gewinnen:  im
Süden  hatte  ihnen  die  Diviston  Halt,  geboten,
den  unbeschränkten  Besin  des  Ortschaftslompleres
  verwehrt  und  damit  die  rechte  Flanke
ihrer  Stellung  endgültig  gesichert,  deren  linker
Flügel  durch  das  zähe  Festhalten  des  St.=Pierre-Vaast-Waldes
  ebenfalls  nicht  bedroht
werden  konnte,  umsoweniger,  als  hier  im  Gegenteil
  die  Deutschen  zum  Angriff  vorgingen.
Daß  von  dieser  Stellung  der  Dioision,  wie  kin
Tagesbefehl  mit  Stolz  sagt,  kein  Fußbreit  verloren
  ging,  ist  mit  den  Tapferen  Gu  verdanken,
die  den  Riegel  an  der  Kirche  bildeten.

Wie  aber  die  Franzosen  die  Lage  einschätzten,
  lese  man  in  ihrem  Zeitungsdienst:  (16.
Oktober)  „nördlich  der  Somme  drangen  die
.Franzosen  abends  in  das  Dorf  Sailly-Saillisjel
  ein  und  besetzten  mehrere  Häuser  am  Mande
der  Strasse  von  Bapaume  bis  zum  Hauptlreuzungspunkie.
  Die  Luschen  leisteten  sehr
beftigen  Widerstand.  Der  Kampf  dauert  an.“

Wer  es  weiß,  wie  schwer  unser  Feind  sich
eine  Anerkennung  des  Gegners  abringt,  wird
diese  besonders  hoch  schätzen.

(Schlutz  folgt.)

 

Der  Keieg  wird  r#us  dem  britischen
Acker  vosschledes.

Berlin,  19.  #ruar.  In  der  vorgestrigen
Plenarversammlun:  des  Deutschen  Landwirtscaftsrates
  im  #.  rrenhaus  hielt  Staatsseltetäãr
R  Reichsamt  7  Innern,  Dr.  Helsserit,  eine

Rede,  in  der  or  u.  a.  sagte:

Das  unge  irge  Vungen  sieigert  sich  in  nie
geahnter  Ab  unnung  aller  körperlichen,  geisticen
  und  sce.  #n  Kräste  zu  dem##Endkampf,  der
Völker  h  b.  u.  d  nederw#rft  und  den  lommenden

  Jahrhunderten  die  Bahn  vorschreibt.  In
diesem  Kampf  auf  Leben  und  Dd  ist  der
Landwirtschaft  eine  Aufgabe  von  entscheidender
  Bereutung  z##gewiesen.  Der  Hungerkrieg
von  England,  dem  Hüter  der  Ziovilisation  und
Menschlichkeit,  gegen  und  heraufbeschworen,  hat
dem  deutschen  Volke  von  Anbeginn  klar  vor  Augen
  geführt,  daß  es  mit  seiner  Landwirtschaft
steht  und  fällt.  Vor  wenigen  Wochen  hat  ider
hritische  Landwirtschafteminister  das  Wort  ausgesprochen:
  „Der  Krieg  wird  auf  dem  brilisch  en
Acker  uentschieden.  Dieses  Wort  wollen  wrr  sesthalten.
  Es  zeichuct  den  Wandel  der  Dinge.

Vor  Jahresfrist  noch  durfte  England  wähnen,
  es  könne  die  Aecker  der  Janzen  Welt  mit
ihren  unbegrenzten  Möglichleiten  gegen  den
deutschen  Acker  aufbieten.  Heute  sieht  sich  England
  vor  einer  neuen  in  seiner  ganzen  Geschichte
  unerhörten  Lage.  Der  überseeische  Boden
  schwindet  unter  seinen  Füßen.  Die  weiten
Gefilde,  aus  denen  der  Brite  glaubte,  schöpfen
zu  können,  die  Vereinigten  Staaten  und  Kanada,
  Argentinien,  Australien  und  Indien  —  sie
sind  in  diesem  Jahre  mit  F  schweren  Mißernte
  geschlagen.  Im  vorigen  Erntejahr  konnte
England  mehr  als  neun  Zehnteile  seines  Einfuhrbedarfs
  aus  den  nächstgelegenen  überfeeischen
  Ueben  hußgebieten  Fehen.  Zetz  liegt
ein  großer  Teil  des  für  die  Verschiffung  verfügbaren
  Getreides  bei  unseren  Antipoden  in
Australien  und  braucht  für  den  Transport  zu
unseren  Feinden  die  dreifache  Zeit,  das  heißt
den  dreifachen  Frachtraum  wie  der  Transport
von  Nordamerika.

Und  diese  knappen  Zufuhrmöglichleilen  sie
werden  eine  weitere  Einschränkung,  sie  werden
eine  entscheidende  Hemmung  erfahren  durch  die
Sperre,  die  unsere  U.Boote  Tag  für  Tag  wirksamer
  um  das  seegewaltige  England  legen.
Wir  haben  gewägt  und  haben  gewagt.  Wir
lind  des  Erfolges  sicher  und  werden  uns  den
Erfolg  nicht  entwinden  lassen,  durch  nichts  und
von  niemandem!  Schon  ist  die  Schiffahrt  die
Vritanniens  Inseln  mit  der  Welt  verbindet,  auf
einen  Gefahrpunkt  herabgedrückt:  der  Raum
der  in  britischen  Häfen  angekommenen  Schiffe
war  im  Dezember  1916  nur  noch  22  Mill.
Nettotonnen,  gegen  4,2  Millionen  im  Monatsdurchschnitt
  des  letzten  Friedensjahres.  Schon
sind  Englands  Reservebestände  an  den  ichki
sten  Dingen,  die  es  zum  Leben  und  PKrrefüßren
  braucht,  soweit  ausgeschöpft,  daß  es  mehr
deun  je  auf  regelmäßige,  sichere  und  reichliche
Jufuhren  angewiesen  ist.

Den  in  seinen  Grundfesten  bereils  erschütterten
  Bau  des  britischen  Weltreichs  trifft  unsere
  an  Zahl  und  Leistungsfähigkeit  gewaltig
vermehrte  U-Boot-Flotte  ohne  Unterläß  mit
zuchtigen  und  unbarmherzigen  Schlägen,  bis
der  Tag  gekommen  sein  wird,  den  jedes  deutnt
  Herz  glühend  ersehnt.  Wir  standen  in
der  aeer  als  der  Krieg  ausbrach,
mit  66  Mil'enen  Einwohnern  unahhängiger
““e  *  1  erer  b  4  v25  E  iwr  iir

u#nlernn.)  ur

 

MWie  ver  Ae-  1•  steht,
rufss  will  allnch.  e  wenige  EEW"
Zahlen  Kopf  der
rung  !émt  vor  dem  Kriege
normale  Etnte  an  frotgetreide  in  Te  ri
etwa  230  Kilogramm,  in  Großbritannien  und
Irland  mur  wenig  mehr  als  30  Kilogramm,  eine
normale  Ernte  an  Getreide  insgesamt  ergab  in
Deutschland  rund  400  Kilogramm,  in  England
nur  rund  130  Kilogramm  auf  den  Kopf.  An
Kartoffeln  ernteten  wir  mehr  als  650  Kilogr.,
die  Engländer  etwa  nur  150  Kilogramm  pro
Kopf.  Dazu  kommt  unier  Zuckerrübenbau,  der
in  Friedensjahren  fast  ebensoviel  für  die  Ausfuhr
  frei  ließ,  wie  unser  gesamter  heimischer
Verbrauch  ausmachte;  England  hat  uns  auf
diesem  Felde  überhaupt  nichte  entgegenzustellen.
Unser  Bestand  an  Rindern  betrug  etwa  320
Stück  auf  tausend  Einwohner,  in  England  nur
elwa  260  Stück.  Unser  Schweinebestand  pro  tausend
  Einwohner  war  etwa  370  Stüdh  gegen  we
nig  mehr  als  8  Stück  in  England.  Nur  in
Schafen  und  Zir  ##:  unm  England  stark
überlegen.

Die  deutsche  Landwirtschaft  wird  te.  us
mit  dem  chec  Acker  im  rechten  Abein,  #n
voller  Tatkraft  und  im  entschlossenen  Opferwillen
  durchkämpfen,  sie  wird  mit  unserer
HIndastrie,  mit  unserem  Heer,  mit  unserer  Flotte
das  Leute  und  Beste  an  dieigro  Entscheidung
setzen.  Wenn  alle  ihre  volle  ldigkeit  tun,
snund  der  Deutsche  tut  seine  Schuldig  keit  —,
dann  werden  wir  das  Jahr  1917  Fur  *-wende
  gestalten,  dann  wird  das  Jahr  1917  die
britische  See-Tyrannei  zerbrech  en  und  dem  deutschen
  Volle  die  Tore  einer  freien  und  großen
Zukunft  aufmachen.

 

D#  Beise  süe  landwirtsckafiliche
Erzeugussse.

Berlin,  19.  Frlinar.  Angesichts  der  einschneidenden
  Bedeutung  der  Förderung  und
richtigen  Verwendung  der  landw.  Erzeugung  haben
  12  Hochschullehrer  für  landwm.  V.  triebolehre
die  Frage  der  künftigen  Preiogestaliung  für
Nahrungemititel  einhend  beraten  und  in  19
Leitsäpen  dem  Kriegsernährungsamte  untelbreite.
  Nach  Informationen  des  „Lokalanzeigers“
ist  das  Kriegsgrnährungsamt  mit  den  Gedanlen
  dieser  Leitsätze  vollständig  einverstanden.
Eine  Herabsetzung  der  Preise  für  Schlachtrieh
würde  jedoch  als  gefahrbringend  für  die  gesamte
  landw.  Produktion  angesehen.  Bei  voller
  Würdigung  aller  Bedenken  gegen  eine  Erhöhung
  der  Brotgetreide  und  Kartoffelpreise
hat  sich  aber  doch  der  Cedanke  durchgesetzt,
daß  der  Ghalt  des  gegenwärtigen  Umfanges
der.  Erzeugung  und  damit  einer  ausreichenden
Versorgung  der  Bevölkerung  eine  Neuordnung
der  Nahrungemitltelpreise  erfordere.  Statt  durch
besonders  hohe  Preise  einen  Anreiz  zum  Pror-
  zu  geben,  will  man  einen  Ausgleich  der

Preise  untereinander  derart  anstreben,  daß  die
für  die  menschliche  Ernährung  wichtigsten  Bodenerzeugnisse
  auch  mit  den  höchsten  Preisen
ausgestattet  werden  sollen,  wodurch  sich  der
Umsang  des  Anbaues,  den  moh  ent-r
sprechend,  wohl  von  selbst  regeln  werde.

Hiezu  berichten  die  „M.  N.  N.“  aus  Berlin:
Die  Grundlagen,  auf  denen  sich  das  Eutachten
ausbaut,  werden  zurzeit  vom  Kriegsernährungsamt
  einer  sorgfäliigen  Nachprüfung  runterzaen
und  Vorschläge  auf  ihre  Brauchbarkeit  in  der
Praxis  geprüft,  bevor  endgültige  Entscheidungen
  getroffen  werden.  Es  kann  jedoch  heute
schon  gesagt  werden,  daß  bestimmt  mit  einer
Erhöhung  des  Getreidepreises,  ebenso  wie  mit
einer  geringen  Erhöhung  des  rtoffelpreises
  zu  rechnen  ist,  während  eine  Herabsetzung
  der  Fleischhöchstpreise  zu  erwarten  steht.
Der  „Vorwärts“  will  wissen,  7  die  Erhöhung
des  Brotpreises  9—10  r#t.  für  das  Brot  won
1900  Gramm  Gewicht,  d.  9  also  für  die  wöchentliche
  Brotration  des  Einzelnen  betragen  dürfte,
während  die  Verbilligung  der  Fleischpreise
sich  für  das  halbe  Pfund  Fleisch  —  also  gleichfalls
  die  durchschnittliche  Wochenration  des  Einzelnen
  auf  10—15  Pfg.  belaufen  soll.  Unter
allen  Umständen  ist  eine  Ermäßigung  der  Preise
für  Rüben,  Möhren,  Futterrüben,  Speckrüben
für  die  neue  Ernte  vorgesehen.  Die  Neuregelung
der  Verhältnisse  dürfte  spätestens  im  März  zu
erwarten  se  n.

Die  „M.-A.  A."“  berichtet  hiedn  noch  folgendes:
  Das  Gutachten  der  12  Dochsuue
liegt  gegenwärtig  allen  .
der  Wolksernährung  vor,  es  schlägt  l  die
Ernte  1917  folgende  Preise  vor:  Für  Roggen
  260  Mark,  Futtergerste  260  Mark  pro
Tonne,  für  Weizen  300  Mark,  Gerste  270  Mk.,
Futtergerste  260)  Mark,  Hoereshafer  270  Mk.,
Hafer  260  Mark.  Für  Oelsaaten  sollen  die  für
den  Herbst  1916  festgesetzten  Preise  beibehalten
  werden,  der  Zuckerrübenpreis  foll  von  30
auf  50  Mark  erhöht  werden.  Der  diesjährige
  Kartoffelpreis  wird  zur  Aufrechterhaltung
der  Erzeugung  als  ungenügend  rFs  gu
ganz  #ruschlann  sen  ein  Mindestpreis
S0  Mark  ustrnd  die  im  Herbst  gestgesch
Berechtigung  der  landwirt

5  lhen  in  Gebieten  gu
—

r-mdd[  vn.  —  S

 

vilingenieurs  Hallinger.

 

aus  zu  erhöhen.  Die  Preise  für  Kohlrüben  und
Steasuten  werden  auf  30)  s  A#m  eone
festgesent,  die  für  Futterrüben  au  art  ai

rcthe  rn  auf  40  Mark  festgesetzt  ren
geschlagen.  G#egenslee  dem  heutigen  mitlleren
Höchstpreis  von  195  Mark  für  den  Doppelzentner
  soll  für  Schlachtrinder  ein  mittlerer
Preis  von  165  Mark  eingeführt  werden.  Für
Schlachtichufe  ein  mittlerer  Höchstpreis  von  165
Mark.  Die  jetzt  geltenden  Preise  fur  Schlachtschweine
  unter  80  Kilogramm  sollen  um  20
Prozent  und  die  über  80  Kilogramm  um  25
Prozent  herabgesetzt  werden.  Die  Quint-=essenz
  des  (GGutachtens  der  12  landwirtschaftlichen
  Hoch  guiehrer  ist  die:  Senkung  der  Vehh-Freise,
  olso  b-  sgeres  Fleisch,  dafür  2  Steigerung
  der  Get  weidepreise,  mit  anderen  Worten:
Teureres  Brot  und  Mehl!  Daß  ein  Preisaufschlag
  auf  das  Brot  kommen  wird,  steht  wohl
schon  heute  bei  den  maßgebenden  Stellen  fest!
Die  Tagung  des  bayer.  Wassenwirtschaftsrats.

Solimiche  Nuudschan

Das  Kohlensteuergesetz.
Der  Bundesrat  stimmte  dem  Entwurk  des
Kohlensteuergesetzes  zu.  "

Verstaatlichung  der  Elektrizitätsrzeugung.

cam  preuß.  Abgeordnetenhaus  gab  der  Eisenbaraminister
  v.  Breitenbach  bei  der  Beratung
des  Vauetats  in  bezug  auf  die  aus  ldem  [Hause
heraus  gesorderte  —  der  Elektrizitäts-Erzeugung
  die  wichtige  Erklärung  ab,  daß
noch  während  des  Krieges  ein  staries  staatliches
  Eingreifen  auf  diesem  Gebiete  zu  erwarten

fein  wi  "„
hof-  und  Personalscchrichten.

München.  20.  Februar.  Unser  Königspaar
begeht  beute,  dem  Ernst  der  Zeit  entsprechend,
  in  aller  Stille  den  49.  Jahrestag  seiner
  Vermählung;  es  tritt  damit  in  das  Jahr
des  goldenen  Hochseitsjubiläums.  Am  20.  Fe-L.
  unr  1863  fand  in  Wien  unter  Beobachtung
bes  am  österr.  Kaiserhofe  üblichen  glanzvollen
Zeremeniells  die  Lochzeit  statt.  Wrins  Ludwig.
der  damals  23  Jahre  zählte,  hatte  ein  Jahr
vorher  seine  Gemahlin,  Erzherzogin  Marie
Therese,  kennen  gelernt.  Erzherzogin  Marie
Therese  war  das  einzige  Kind  des  Erzherzogs
Ferdinand  von  Oesterreich-Este,  der  ein  halbes
Jahr  nach  ihrer  Geburt  starb;  ihre  Mutter.
Erzherzogin  Elisabeth,  vermählte  sich  1854  in
zweiter  Ehe  mit  dem  Erzherzog  Karl  Ferdinand
von  Oesterreich,  aus  welcher  Ehe  die  Erzherzoge
Friedrich,  Karl,  Stephan  und  Eugen,  sowie  die
Königin-Witwe  Marie  Christine  von  Spanien

 

 

entsprossen  sind.  Als  sich  Erzherzogin  Marie
Therese  mit  dem  jungen  Wittelsbacher
vermählte,  stand  sie  im  19.  Lebensjahre.  Es

war  eine  Verbindung,  bei  deren  Schließung  nur
das  Herz  sprach-  Volitik  und  Staatswille  schwiegen.
  Glück  war  dem  Bunde  beschieden,  es  entsprossen
  m  neun  Kinder,  drei  Söhne  und
sechs  Töchter.  Möge  das  Königspaar  übers
Jahr,  unter  dem  en  des  Friedens,  bei  der
Feier  des  goldenen  Hockzeitsjubiläums  ersehen,
wie  treu  das  bayerische  Volk  ihm  zugetan  sist.  /

 

die  Tagung  des  baperischen
Wafrerwirischsftsrales

München.  19.  Februar.  Der  Bayer.  Wasserwirtschaftsrat
  trat  am  Montag  im  Sitzungssaale
  des  Bayerischen  Landwirtschaftsrates  nach
langer  Pause  unter  dem  Vorsitze  des  Ministers
  des  Innern  Dr.  v.  Brettreich  zu  einer  wichgioen
  Beratung  zusammen.  In  der  Sitzung  berichteten

  Regierungs=  und  Baurat  Freytag,
Vorstand  der  Bauleitung  Kochel,  und  Geh.
Vaurat  Dr.  Oslar  v.  Milter,  über  den  Stand
der  Arbeiten  für  das  Walchenseekrafnwerk.  Es
wurde  dalei  das  umgearbeitete  Walchenseeprojekt
  dem  Wasserwirtichaftsrat  vorgelegt.  Ueber
  den  Stand  der  Wasserkraftausnützung  in
Bayern  im  aligemeinen  sprach  der  Vorstand
der  Abteilung  für  Wasserkraftausnützung  und
Elektrizitätsverforgung  im  Staaieministerium
des  Junern,  Ministerialrat  Dr.  Lassimir.  Er
gab  einen  Ueberblick  über  das.  was  seit  sder
lezten  TLagung  des  Wasserwirtschaftsrates  auf
dem  Cebiete  der  Wasserkraftausnützung  in
Bayern  geschehen  isi.  Von  besonderem  Interesse
  waren  schließlich  die  Dan###gungen  des
Professors  an  der  Münchner  Technischen  Hesscu1c,
  Dr.  Camerer,  über  Untersuchungsergeb
nisse  in  der  Erschliebung  der  snn]nN“]i“&.
serkräfte  Bayerns.  Seine  deutsamen  Ausführungen
  bildeien  gewif  hoed  den  Schlußem
  de;  wasserdautechnischen  Werkes  des  Zi.
Seing  Ausführu:  igen
aipselten  in  dem  Schluf:  1.  Mit  Mücksicht  auf
die  Vedürfuise  unseres  Uales  und  mit  Rücksicht
  auf  die  bei  gekeigertem  Ausbau  verbesserte
  Wirtschaftlichkeit,  keinen  Fluß  unter  dem
wirtschaftlichen  Höchstmaße  auszubauen;  2.
die  beitung  der  einzelnen  #  in
Verbindung  von  Vsen
zu  beschleunigen,  daß  ihre  wirtschastliche  m
Fursebun  kderzeit  erfolgen  kam.

 

NMänchener  ——.

Müunchen,  19.  Februar.  Das  Isenheimer
Allarwerk  mit  den  Füngelbildern  des  Matthia?
W#rüncwald,  eines  der  Lubien  ud  beruhmteten
  Werte  der  deutschen  Maierci,  desien  Schicksal
  während  des  Krieges  virlfach  Anlaß  zur
Sorge  gab,  befindet  sich  zusommen  mit  einer
Anzahl  anderer  altdeutscher  milder  des  Kolma
rer  Mufeums  seit  kurzem  in  PB.zwalerung  der
staatlichen  Galerien  in  Munchen,  wo  die  w#e##lde
  zunächst  jener  pfleglichen  Behandlung  unterzogen
  werden  sollen,  deren  sie  teilweise  in  Hhohem
  Grade  bedürftig  send.  Nad,  den  zwischen
der  Kgl.  Direliion  der  siact  ichen  Galerien  und
der  Stadtgemeinde  Kolm:  getcoffenen  Vereinbarungen
  werden  die  Kunstwerke  nach  Durchführung
  der  Erhaltung  maßnahmen  und  nach  Beendigung
  des  Krieges  einige  Zeit  hindurch  in
den  Räumen  der  Kgl.  Alten  Pinakothek  der
öffentlichen  Besichtigung  zugänglich  gemacht  werden.
  —  Der  Isenheimer  Altar  ist  nicht  mnur  die
umfangreichste,  sondern  weitaus  bedeutendste
Schöpfung,  die  wir  noch  von  Matthias  Grünewald
  besitzen.

Bevethche  Rochrichten.

Hfarrkirchen  im  Rottal,  19.  Februar.  Die
Psarrvorstände  des  Dekanates  Griesbach  haben
  seinerzeit  in  aufsklärenden  ermunternden
Worten  an  die  Familien  ihres  Seelsorgebezirdahin
  gewirtt.  daß  arme  Großstadtkinder

i  Oekonomen.  Landwirten  usw.  auf  einige
et  unentgellice  Aufnahme  finden;  es
konnten  berei:es  250  solcher  Kinder  untergebracht
  werden.  Auch  das  hiesige  Dekanat  bemüht
  sich,  in  gleichem  Simne,  und  man  hofft
bei  der  Wohltätigleit  der  Bevölkerung,  —
im  Kreise  Pfarrkirchen  zahlreiche  Stadtkinder  die
gleiche  Wohltat  genieben  können.  Zudem  haben
solche  Familien  kein  besonderes  Risiko  zu  tragen,
  da  der  Stadtmagistrat  München  die  Reise
für  die  Kinder  hin  und  zurück  bezahlt  und  sie
gegen  Krankleit  und  Unfall  vorher  versichern
sã  «  si(

—

 

i·  8

Burgau,  19.  Februar.  Durch  einen  kriegsgefangenen
  Franzsen  murde  hier  ein  6jähr.
Knabe,  der  sich  zu  weit  auf  die  Mindel'gewagt
hatte  und  im  Eise  eingebrochen  war,  geretiet.
Die  Fluten  hatren  den  Jungen  erfaßt  und  er
war  bereits  erschöpft,  als  die  Rettung  gelang.

 

aee  öbeeind.

Traunstein,  10.  Frbruar.  Die  Distriltssparkasse
  Traunftein  bezahlt  ab  15.  debruar  1917
für  Neueinlagen  auf  Kriegssrarbücher  5  Prez.
runter  nachstehenden  Bedingungen:  Die  Emlagen
  werden  mit  dem  ersten  Werktage  nach  der
Einlage  an  mit  5  Prozent  verzinft  und  bleiben
  nebst  Zinsen  bis  zum  20.  April  1919  gefrerrt.
  Vom  1.  Mai  1919  an  wird  dasgesamte
Guthaben  wie  die  gewöhnlichen  Spareinlagen
verzinst  und  kann  damm  auch  federzeit  oder  teilweise
  erhoben  werden.

Sokclnam#sta

Rosenheim,  20.  Februar.
Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Ludwig  Furtner,  Sohn  der  Maurerswitwe  Ros.
Gfalier  in  Rosenheim.  Landsturmmann  in  eimem
  Inf.  eg.  (Cfaller  war  zuletzt  als  Gastwirt
in  St.  Margarethen  in  der  Schweiz  ansässig
und  binterläßt  eine  Frau  mit  zwei  Kindern.)
Aur.  Seickuungen  im  Felde.  Der  Untero#ff#zier
  Max  Lerch  in  einem  Fuß-Art.-Reg.,
Sohn  des  K.  Oberbauführers  Bortenlänger  in
Resenheim,  wurde  mit  dem  Militärverdienstkreuz
3.  Klasse  mit  der  Krone  und  mit  Schwertern  nusgezeichnet.
  Er  steht  seit  Kriegebeginn  im  Feld.
Der  Chevauleger  vohann  Brenninger.  Dienitknecht
  aus  Rosenheim,  wurde  mit  dem  Militärverdienstkreu;
  3.  Klasse  mit  Schwertern  ausaczeichnet;
  er  ist  ein  Sohn  der  Taglöhnersmitue
  Katharina  Brenninger  in  Rosenheim.  Seinne
  zwei  Brüder  stehen  ebenfalls  im  Felde.
Bejsörderung.  Der  in  Törwang  ansäs.
ge  Schuhmackermeister  Joh.  Lagler.  der  zurzut
  in  einem  JFuß--A#m  .Bataillon  im  Felde
eeht,  wurde  zum  Obergefreiten  befördert.
Oberbaycr.  Schuldienst.  Wrischt
en:  Schulverweser  Ludwig  Pentenrieder  in
ri*“  BW.  Traunstein.  nach  Hof,  BA.  Dazu:
  der  Silfslehrer  Joh.  Heininger  in  Polung,
  BA.  Muhidorf.  zurzeit  im  Heere.  als
*r  .  chad,  auf  die  Schulverweserstelle  in  Hausbham,
  BA.  Miesbach;  der  Hilfslehrer  Rupert
Schwaiger  ven  Großholzhausen,  BA.  Rosenheim,
  urzeit  zur  Aushilfe  an  der  Schule  in
Geting.  BN.  Miesbach,  zur  Aushilfe  auf  #n
vniebieen  Schuldienst  zu  Grünbach,  BA.  E
ding.  Wiederverwendet:  der  der  weurlantdte,  .
lehrer  Ott?  Rieder  von  Gmund,  Ba.  Wties
lad.  als  d  an  der  Shule  in  Polking,
  BA.  Mührd

Von  der  re  Der  bisherige  Bau-2
  r  Vge  Wix“s“  r  nn

im  wurde  ab  1.  März  ds  tumt  Kgl
Werkmeister  befordert  I

 

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