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es schwer. Die Bestrebungen gehen jetzt dahin, den Molkereizwang ein—
zuführen. Ich weiß sehr wohl, daß dies eine sehr unbequeme Sache ist
für die Landwirte, die bisher nicht an Molkereien geliefert haben. Der
Landwirt, der selbst buttert, steht sich besser, er behält bessere Magermilch
und kann damit sein Vieh besser füttern. Wer selber mit der Centrifuge
Butter macht, hat außerdem den Vorteil, daß er die eigene Butter in
die Hand bekommt, 120 g Butter in der Woche für den Kopf behält
und daß er darüber ganz anders verfügen kann als der, der sie von der
Molkerei zurückbekommt. Aber es hilft nichts, da wo ein Anschluß an
die Molkerei möglich ist, wo die geographischen Verhältnisse so liegen,
daß der Milchwagen durch das Dorf fährt und die Milch abholen kann,
da muß die Ablieferung stattfinden. Da müssen alle, Nachbar für Nachbar,
die Milch abliefern und die Milch in die Molkerei bringen. Das ist das
einzige Mittel, das uns dahin führen kann, mehr Butter zu bekommen.
Je mehr die Milchlieferungen zunehmen, desto mehr Butter kann die
Molkerei liefern, die dadurch der Bevölkerung zugeführt wird. Wenn
Sie sich klar machen, wie wichtig die Zuführung von Fett an die Großstädte
und die Industriebevölkerung ist, werden Sie alle Unbequemlichkeiten
und Bedenken zurückstellen. Es ist tatsächlich das einzige Mittel,
das unsere Butter-Erzeugung heben kann. Ich möchte Sie dringend bitten,
den Bestrebungen unserer Herren Landräte willig entgegenzukommen und
ihnen keinen Widerstand entgegenzusetzen. Wir leben eben im Krieg,
und der Krieg legt uns auch diese Unbequemlichkeiten auf. Nehmen Sie
auch diese auf sich, und setzen Sie diesem Eingriff keinen Widerstand
entgegen.
Der Vorsitzende:
Das Generalkommando kann nur dankbar sein, wenn auf diese
Frage so eindringlich hingewiesen ist. Wir leben nicht im Frieden. Es
wäre sonst ein begreiflicher Gedankengang, wenn es auf dem Lande hieße:
eßt in der Stadt weniger Butter; meine Leute, die für mich arbeiten,
sollen erst mal was haben! — Das Stück Butter, das nicht in die Stadt
abgeliefert wird, bewirkt, daß die Arbeiterschaft weniger stark ernährt
wird, daß sie deshalb nicht so viel arbeiten kann, daß nicht so viel
Granaten an die Front kommen, und das kann Ihren Söhnen vor dem
Feinde das Leben kosten, und das kann, wenn es sehr große Ausdehnung
annimmt, dem Vaterlande den Verlust des Krieges bringen
Das bedenken Sie! (Beifall.)