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z. B. ein Corridor, ein Saal u. s. w. dergleichen erforderten,
so müßten sie auch hier als zweckmäßig erscheinen.
Nachdem unser Gespräch eine Weile gedauert
batte, und ein jeder bei seiner Meinung beharrte, sieng
mein Gegner an: Er sey ohne Zweifel mehr competenter
Richter in solchen Dingen als ich, denn er habe die
Architektur seit lange studirt, und komme so eben erst
von Rom. Hötte ich einmal seine Schule und Erfahrungen
durchgemacht, so würde ich seine Ansicht von Säulen
gewiß theilen. Ohne daß mir der Mann durch seine
Autoritdt meine Meinung benehmen konnte, bekam ich
doch einen großen Respect vor einem solchen gereisten
Künstler, und gieng ihm desbalb bei unsern gemeinschaftlichen
Excurssonen in Prag nicht mehr von der
Seite, indem ich von ihm allerlei zu lernen hoffte, was
er dann auch leicht gemerkt haben mochte, indem er von
jetzt an eine weit gelebrtere Miene annahm. Als wir
drei Architekte und einer von unsern ersten Reisegefährten,
Herr Doctor Deutsch aus Augsburg, in einer
Kutsche von Prag nach Dresden reisten, so waren unsere
Unterbaltungen größtentheils Kunstgegenstände, und es
konnte sich daher nicht fehlen, daß wir bald einander
näher kannten, und dann auch oft wegen verschiedener
Meinungen in kleine Zwiste gerietben, wobei denn unser
Doctor gewöhnlich den Schiedsrichter machen mußte.
Bei einem solchen Streite kamen wir unwett der sächsischen
Gränze eines Abends in unser Nachtquartier, wo
gerade die Vorgesetzten in der Wirthsklube des Dorfes
versammelt waren, und vielleicht ein Gläschen über den
Durst getrunken haben mochten. Unser Streit betraf