32 Novalic (lacils. Zurückgabe des alten Schuldscheines.
geschäft, abgesehen von der Vereinigung dreier, zu verschiedenen
Zeiten gegebener Darlehen in ein Darlehen
mit gleicher Zinszeit, abgesehen ferner von dem theilweise
veränderten Zinsfuße auch eine Novation in Ansehung
der causa debendi bewirkt worden, indem Ludwig
F. jene 4000 fl., welche er für die dem Johann
F. von Engelbert E. gegebenen drei Darlehen in
Folge des Uebergabs-Vertrags vom 7.
Oktober 1847 zu bezahlen verpflichtet war, nunmehr
als ein ihm von Cyprian E. gegebenes
Darlehen zu bezahlen sich verpflichtete. Hiemit
läßt sich aber die Absicht des Gläubigers, daß die
bisherige Obligation neben der durch die Ausstellung
und Annahme des neuen Schuldscheins begründeten
fortbestehen solle, schlechterdings nicht vereinigen.
Cyprian E. konnte offenbar nicht berechtigt sein, und
daher vernünftigerweise auch nicht beabsichtigen, eine
und dieselbe Summe von den Erben des Joh.
F. für die Darlehen, welche Joh. F. erhalten hatte,
von Ludwig F. aber für ein diesem gegebenes Darlehen
zu fordern, und da Cyprian E, überdieß bei
Empfangnahme des neuen Schuldscheins dem Ludwig
F. die drei alten Schuldscheine zurückgegeben
haben soll, wodurch gleichfalls eine Präsumtion für
den Erlaß der in diesen Schuldscheinen bescheinigten
Schuld begründet wird (const. 14. 15. de Ssolut.
(8, 43); fr. 2 8. 1. de pactis (2, 14); fr. , 24.
de probat. (22, 3), — so läßt die in Frage stehende
Handlung des Cyprian E. keine andere Auslegung
zu, als daß er den Ludwig F. anstatt des ursprünglichen
Schuldners, vielmehr der Erben desselben, als
Schuldner angenommen, daß er diese aus dem Obligations-Verbande
entlassen habe. *V
KedE. A. Seuffert. Verl.: Walm 4 Enke (Wolph Enle)
in Erlangen. Druck von Junge & Sohn,