Full text : Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

260  —  261.  1611  605

est  un  mal  ordinaire,  une  finesse  grossiere  laquelle  leur  fera  du  mal.
M.'  le  landgrave  m’avoit  fait  une  depesche  apres  l’accord  de  Guterboch
laquelle  a  este  perdue,  qui  n'est  pas  chose  nouvelle.e  Je  Pense
toutesfois,  Monsieur,  Vous  avoir  dict  ce  qui  est  de  ce  traict6  la,  qni
est  en  efiect  peu  de  chose  et  de  peu  d’asseurance,

Le  cercle  de  la  basse  Saxe  s’assemble  a  Halberstat,  ville  episcopale
  du  duc  de  Brunswic,  le  V  de  ce  mois;  le  comte  de  Hohenzollern!
  et  Minckwitz  y  doivent  assister  de  la  part  de  l’empereur
pour  traiter  entre  ledict  duc  et  la  ville  de  Brunswic  et  selon  qu’il
leur  reussira  proceder  au  ban.

Le  roy  de  Dennemarc,  regardant  l’assiette  de  Calmar  entre  deux
capitaines,  a  estö  tir6  de  la  place;  le  coup  a  porte  sur  un  des
capitaines  et  l’a  emport£.

Je  vous  supplie  tres  humblement,  Monsieur,  de  vouloir  excuser
mes  tres  mal  digerdes;  les  incommoditez  du  corps  reverberent  sur
l’esprit.  De  Strasbourg  le  2  de  juillet  1611.“

Pa.,  Ooll.  Harlay,  no.  18  880;  Or.

261.  Peter  de  Vischere  an  Erzherzog  Albrecht.

Zuniga  hat  mir  mitgeteilt,”  „dass  er  E.  fl.  D.'  noch  den
25.  [Juni]  I.  kgl.  M.*  schriftliche  submission  zu  der  guetlichen
handlung,  welche  zwischen  beiderseits  des  kaisers  und  königs  räte
furgenommen  werden  soll,  zugeschickt  habe  und  sein  darauf  von

I.  ksl.  M.'  der  Don  Balthazar  de  Zuniga  selbst,  der  Ernst  von  Molart,

Abraham  von  Donau  und  der  Dr.  Wacker  verordnet  worden,“  von  seiten
des  Matthias  Khlesl,  der  Oberstkämmerer  Meckau,  Khuen  und  Krenberg.
  —  Am  27.  liess  ich  auf  Rat  Zunigas  und  Mollarts  dem  Kaiser
durch  Pıoskofsky  anzeigen,  da  er  mir  immer  noch  keine  Audienz  gebe,
müsste  ich  solche  vorher  bei  Matthias  suchen.  —  Am  29.  ass  ich
mit  dem  kurpfälzischen  Gesandten  Hippolyt  a  Collibus  bei  Ernst
von  Mollart.  Soviel  ich  vernahm,  soll  Colli  hauptsächlich  die  Anerkennung
  des  Pfalzgrafen  von  Zweibrücken  als  Administrator  betreiben.
„Er  saget  auch,  das  er  befehligt  sei,  im  namen  der  ganzen  heidelbergischen
  regirung  I.  ksL  M.!  zue  raten,  das  sie  sich  aus  diser
kron  ins  reich  begeben,  mit  der  vertröstung,  das  I.  ksl.  M.'  ein
ansehnliches  deputat  verordnet  werden  soll.  Wie  rat-  und  heilsam
solches  aber  dem  haus  Oesterreich  sein  wurde,  werden  E.  fl.  D.!  hochvernunftig
  wol  nachdenken  kunnen.‘‘  —  Am  30.  haben  die  Verhandlungen
zwischen  den  kaiserlichen  und  königlichen  Verordneten  begonnen.
Am  selben  Tage  ist  dem  Landgrafen  von  Leuchtenberg  ein  „decretum
dimissionis“  durch  Mollart  zugestellt  worden.  Der  Kaiser  bietet  dem
Landgrafen  ausser  einem  auf  20  000  Taler  geschätzten  Haus  mit  Hof,
das  er  ihm  früher  geschenkt  hatte,  60  000  fl.  als  Verehrung  und

ı  Verwechslung  mit  Hohenlohe.

Juli  2°

Juli  2.