Fortbilbungsschulbtrektor Haese. 493
nossen haben. Gerade auf eine gute Ausbildung der Lehrkräfte ist
ein sehr großer Wert gelegt worden. Die Gewerbelehrer win
Württemberg zerfallen im ganzen in zwei Kategorien, in solche, di
aus dem Volksschullehrerstand, und in solche, die aus dem Technikerstande
hervorgegangen sind. Die aus dem Volksschullehrerstande gewonnenen
Gewerbelehrer mußten sich einer technischen Ausbildung
unterziehen, die neben einer gewerblichen Praxis einen 3½jährigen
Besuch einer technischen Schule umfaßte. Die technische Ausbildung
der württembergischen Gewerbelehrer, soweit sie aus dem Volksschullehrerstande
hervorgegangen sind, geht also erheblich weiter, als die
Ausbildung, wie sie durch die in Norddeutschland üblichen kürzeren
Ausbildungskurse vermittelt wird. Die als Gewerbelehrer verwendeten
Techniker sind Bau., Maschinentechniker und kunstgewerbliche
Techniker, die nach einer sorgfältigen Auslese einen ¾jährigen
Vorbereitungskurs für den Gewerbeschuldienst durchmachen und dann
eine Prüfung ablegen mußten.
Ich will nicht verschweigen, daß die Ausbildung der Lehrkräfte
in Württemberg auch dem Staate erhebliche Mittel gekostet ket:
aber wir glauben, daß der Aufwand durch den Nutzen, der durch diese
weitgehende gewerbliche Ausbildung der Lehrkräfte für die Ausbildung
der gewerblichen Jugend erzielt wird, aufgewogen werden
wir
gert Fortbildungsschuldirektor Haese, Charlottenburg (Schlußwor
Ich hätte das Schlußwort nicht mehr genommen, wenn ich nicht
persönlich angegriffen worden wäre. Es wurde mir gesagt, daß eine
Mappe von mir hier vorgezeigt worden wäre; sie wurde genannt:
Hilfsformulare. Ich weiß nicht, daß ich eine solche Mappe geschrieben
habe; ich weiß aber, daß ich Geschäftsformulare geschrieben
habe. Nun, wenn man in einer solchen Diskussion, dei der es sich u
große Fragen, um die Bedeutung der Fortbildungsschule handelt,
über die Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit einzelner Unterrichtsformulare
diskutieren will, dann können wir überhaupt eine solche
Diskussion — ich will mich gelinde ausdrücken — nicht zu Ende
ühren. Ich wundere mich außerordentlich über diese rein persönliche
endung. Wir können doch nicht von einem solchen nebensächlichen
Stückchen irgend etwas über die Bedeutung der Fortbildungsschule
folgern. Sollte es nun ein Beweisstück dafür sein, daß wir in der
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Fortbildungsschule unsere Pflicht nicht erkennen und auch Stoffe
hineinbringen, die zu schwer oder nicht berechtigt sind, so kann ich das
nicht anerkennen.
ch muß demgegenüber doch für mich in Anfpruch nehmen, daß ich
diesem Gebiete Praktiker bin. Wenn man 20 Jahre in der
& ule gestanden, alles versucht und mit Leuten # Praxis Fühlung
genommen hat, dann kann doch kein Theoretiker sagen, daß wir
bbsichtlich Schweres oder etwas Unmögliches verlangen. Wir haben
doch auch unsere Erfahrungen. Ich kann das hier nicht weiter ausführen;
ich möchte deshalb Herrn Froelich bitten, mich in einer