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Eine ähnliche Aufnabme verschaffte mir ein Empfeblungsschreiben
unsers Ministers von Edelsheim bei dem
königlich hannöverischen Gesandten Freiherrn von Mühl.
Diese Bekanntschaft war mir für meine Studien besonders
schiätzbar und lehrreich. Der Gesandte liebte die
Kunst, er besaß eine grohe Kupferstichsammlung von den
besten Meistern, und gab mir die Erlaubniß, dieselbe zu
jeder Zeit, wenn er auch nicht zu Hause wäre, durchzugeben.
Dieser redliche Mann gewann mich lieb, und indem
er mir einmal sehr viel Schönes von unserem Minister
von Edelsheim, seinem alten Freund, erzählte,
fügte er hinzu, der Minister sey mein großer Protector,
denn noch nie habe er ihm einen jungen Mann so warm
und dringend empfoblen. Die Aeußerungen des Herrn
von Edelsheim auf meine Bitte um Unterstützung und
künftige Anftellung schienen mir mit dieser Versicherung
nicht übereinzustimmen. Ich bemerkte dies dem Herrn
von Mübl, der aber meinen Zweifel sogleich niederschlug,
indem er mir das Schreiben, welches ich von dem Herrn
Minißer an ihn mitgebracht, zu lesen gab. Ich war in
der That freudig überrascht, daß Herr von Edelsbeim
sich nicht auf eine gewöbnliche Empfehlung beschränkte,
sondern dem Herrn von Mühl auftrug, mich nöthigenfalls
mit Geld zu unterstützen, und wenn ich von Wien abreisen
sollte, mich mit Empfeblungsbriefen an seine auswärtigen
Freunde und Bekannten zu versehen.
Meine Bestrebungen erschienen mir jetzt gesicherter,
und ich konnte meinen Studien einen größeren Umfang
geben, so wie ich sse von nun an mit mehr Heiterkeit
und Freibeit betrieb, da früher mich nicht selten Rück-