wichtigen sranzösischen Stützpunkt durch Minensprengung. Der Geguer erlitt starke
VBerlusie an Gefallenen und Verschütketen; außerdem machten wir 200 Gefangene.
Bei Apremont südöstlich St.-Mihiel wurden mehrfache heftige Angrisfe der
Franzosen abgewiesen, ebenso auf dem Vogesenkamm in Gegend wesilich Markirch.
An der oflpreußischen Grenze warf unsere Kavallerie russische Kavallerie zurück
und machte 350 Gefangenec.
Südlich der Weichsel in Nordpolen entwickeln sich unsere Operationen weiter,
in Südpolen wurden russische Angriffe von öskerreichisch-ungarischen und unseren Truppen
abgeschlagen. Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Die Seeschlacht bei den Falklandsinseln.
London, 12. Dezember. (Meldung des Reuterschen Bureaus.) Amtlich wird
bekanntgegeben: Die britischen Verluste in der Seeschlacht bei den Falklandsinseln
betcagen sieben Mann gefallen und vier verwundet; kein Offizier ist getötek oder
verwundet worden. (W. T. B.)
Die schweren russischen Verluste in Dolen.
Berlin, 12. Dezember. Die Räumung von Lodz durch die Russen geschah
heimlich des Nachts, daher ohne Kampf und zunächst unbemerkt. Sie war aber
nur das Ergebnis der vorbergehenden drestägigen Kämpfe. In diesen hatten
die Kussen ganz ungeheure Verluste, besonders durch unfere schwere Artillerie.
Die verlassenen russischen Schübenngräben waren mit Toten buchstäblich angefüllt.
och nie in den gesamten Kämpfen des Osktheeres, nicht einmal bei Tannenberg,
sind unsere Truppen über so viele russische Leichen hintweggeschritten, wie bei den
Kämpfen um Lodz, Lowicz und überhaupt zwischen Dabianice und der Weichsel.
Obgleich wir die Angreifer waren, blieben unsere Berlusse hinter denen der
Mussen weit zurück. Wir haben insbesondere, im Gegensatz zu ihnen, ganz
unverhältnismäßig wenig Tote verloren. So fielen bei dem bekannten Durchbruch
unseres 25. Refservekorps von diesem Heereskeil nur 120 Mann, gewise
eine auffallend niedrige Zahl. Für die Verhältnisse beim Feinde ist demgegenüber
bezeichnend, daß allein auf einer Höhe südlich Lutomierst (westsich Lodz)
nicht weniger als 887 tote Russen gefunden und bestattet worden sind. Auch
die russischen Gesamtverluste können wir, wie in den früheren Schlachten, ziemlich
zuverlässig schägen. Sie beitrugen in den bisherigen Kämpfen in Dolen mie
Einschluß der von uns erbeuteten 80000 Gefangenen, die inzwischen mit der
Bahn nach Deutschland abbefördert worden sind, mindestens 150000 Mann.
Die Stadt Lodz hat durch die jüngsken Kämpfe um ihren Besitz sehr wenig
gelitten. Einige Vororte und Fabrikanlagen außerhalb des Stadtbezirks haben
Beschädigungen aufzuweisen, doch ist das Innere der Stadt fast völlig unversehrt.
Das Grand Hotel, in dem sich ein reger Verkehr abspielt, ist unbeschädigt; die
elektrische Straßenbahn verkehrt ohne Störung wie in Friedenszeiten. (W. T. Z.)