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sonders wenn der geplante Angriff nicht den gewünschten Erfolg
hatte: eine Möglichkeit, die immerhin ins Auge gefaßt werden
mußte. Doch sei dem, wie ihm wolle; jedenfalls Rielt die Oberste
Beeresleitung, die die Verhältnisse besser übersehen konnte als wir
es heute vermögen, einen solchen Angriff für nötig. Auch kam es
darauf an, bei Reims klare Derhältnisse zu schaffen. Der erfolgreiche
Angriff der 7. und I. Armee hatte unnatürliche Derhältnisse und eine
wenig für Dauer berechnete Lage gezeitigt. Besondere Schwierigkeiten
verursachte die Dersorgung der 7. Armee, für die nur eine
Bahnlinie zur Derfügung stand. Um sie zu beheben, mußte man
sich der Stadt Reims bemächtigen. Hierdurch wären überhaupt
natürlichere Derhältnisse angebahnt worden. Sie direkt anzugreifen,
erschien jedoch schwierig und verlustreich. Es sollte daher östlich
Reims von der I. Armee angegriffen, südlich von der 7. Armee gegen
den Reimser Bergwald vorgegangen, die Straße Reims—Epernay
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Karte 85. Der Angriff an der Marne und in der Champagne Juli 1918.
in Besitz genommen und so die Stadt selbst abgekniffen und zur
Übergabe gezwungen werden. Im wesentlichen kam es darauf
an, das Rügelland östlich und südöstlich der Stadt in Besitz zu
nehmen und diese selbst damit zu Fall zu bringen. Das würde, meinte
man, einen großen moralischen Eindruck hervorbringen, die allgemeine
Lage verbessern und jedenfalls Truppen vom Norden abziehen,
was von entscheidender Wichtigkeit war. .
Unm den Angriff auf das südöstliche Gelände von Reims zu
erleichtern, sollte westlich davon bei Dormans die Marne überschritten
werden. Andererseits sollte auch die 3. Armee an dem
Angriff teilnehmen und ihn bis Massiges ausdehnen. Man hoffte,
bis Thalons vorstoßen zu können, das als allgemeiner Richtungspunkt
bestimmt war, während die bei Dormans übergegangenen
Truppen marneaufwärts auf Epernay vorgehen sollten. So war
ein konzentrischer Angriff in der Richtung auf Thasons geplant, der