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Gesetz-Sammlung
für die
Königlichen Preußischen Staaten.
JNr. 12.—
(Nr. 7609.) Vertrag zwischen Preußen und Bremen wegen einer Erweiterung des Bremerhaven=
Distrikts. Vom 8. Dezember 1869.
N. die Königlich Preußische Staatsregierung, um der freien Hansestadt
Bremen die Erweiterung und Vervollkommnung der Hafen= und Verkehrsanstalten
zu Bremerhaven zu ermöglichen, auf den Antrag des Bremischen
Senats nch bereit erklärt hat, die früher zu Befestigungszwecken vorbehaltenen,
von dem Bremerhaven-Distrikt eingeschlossenen, resp. ihm benachbarten Grundflächen
des Forts Wilhelm, der Weser-Hauptbatterie und des projektirt gewesenen
Blockhauses, welche durch die eingetretene Entfestigung Bremerhavens für Fortifütationsfwecke
entbehrlich geworden sind, dem Bremerhaven-Distrikte anzuschließen
und zugleich dem letzteren Einhundert vier und zwanzig Morgen von der an seiner
nordwestlichen Grenze, theils binnen Deichs, theils atzen Deichs belegenen unbewohnten
Niederung zuzulegen, so sind zur Feststellung der zu diesem Behufe erforderlichen
verttagsmäkht#en Bestimmungen zu Bevollmächtigten ernannt worden:
von Seiner Majestät dem Könige von Preußen:
Allerhöchstihr Geheimer Legationsrath Paul Ludwig Wilhelm
Jordan,
von dem Senat der freien Hansestadt Bremen:
der Ministerresident der freien Hansestädte am Königlich Preußischen
Hofe, Dr. jur. Friedrich Kräger,
welche unter Vorbehalt der Ratifikation die nachstehenden Bestimmungen vereinbart
haben.
Artikel 1.
Die im Artikel II. bezeichneten, innerhalb des Bremerhaven-Distrikts und
resp. unmittelbar an dessen Grenze belegenen Elächen werden von der
Krone Preußen zum Zwecke der Erweiterung des Bremerhaven= Distrikts unter
Jahrgang 1870. (Nr. 7609.) 20 den-Aukbgegeben
zu Berlin den 14. März 1870.