Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1870. (61)

 

 

 

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RNosenheimer  Anzeiger

 

 

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Ameneen-###dt

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Nosenheimer  Tagblakt

Amtliches  Bublikations-Organ

 

 

Nummer  169  ä7  Kaolisch:  Anna

Donnerstag,  26.  Juli  1917

HProtestan  lisch:  Anna

 

 

663.  Jahrgans

Stanislau  Nadworna,  und  Tarnopol  genommen.

Der  unaufhaltsame  Vormarsch  und  die  reiche  Beute  in  Ostgalizien

Kaiser  Wuhelm  und  Kaiser  Karl  an  der  Oftfront  —  Neue  reiche  11-Boot-Beute  —  Englische  Milliardenkredite  —  Amerikanische
Stimmen  zur  Reichskapzlerrede.

Die  Kilegslage.
Abenodbericht.

Wir.  Berlin,  Juli.

In  Flandern  Harker  Feuerkampf.

In  Oigalizien  solgen  wir  zwischen  Sereih
und  Karpathen  in  breiter  Front  dem  weichen
den  (begner.  In  den  Karpathen,  am  Susika  u.
TPulna  Tal  lagsuber  Kämpfe,  die  dem  Feind
orlliche  Vorteile  brachten.

WTB.  Großes  Hauptquartler,
—.  Jul#–  /

wWestlicher  Kriegsschauplatz.
Kront  des  General--Feldmarßthakls
Kronprinzen  Rupprecht  v.  Bayern

Tie  Schlachtfront  in  Flandern  war  auch  ge
nern  der  Schauplatz  gewaltigster  Arlillerie
lampfe,  die  bis  in  die  Nach  dauerten.

Staile  engliscke  Ertundungovorflotze  wieder
UAellen  sich  in  mehreren  Abschnitten.  Sie  sind  in
Anieren  Trichierilellungen  zurudgeschlagen  wor
den.

den

Front  Deutscher  Kronprinz.

Am  Winterberg  bei  Craonne  hollen  sich  die
Franzosen  durch  dns  Fehlschlagen  mehrerer  Harler
  Angriffe  gegen  unsere  neuen  Stellungen  eine
Sc  lappe.  Auch  der  Einsatz  einer  frischen  Divifion
elz'elte  keinen  Erfolg.

Oestlicher  Kriegsschauplaßz.

Front  des

Prinzen  Leopold  v.  Bayern.
Hcerergruppe  des  Gencralober'ten
von  Eichborn

Der  NRusse  hat  unter  dem  Eindruck  seiner  Mißerfolge
  und  Opfer  nicht  von  neuem  angegriffen.

Heereegruppe  Bochm-  Ermolli:

Unser  Vormarsch  geht  unaushaltsam
  weiter

Unter  den  Augen  Sr.  M.  des  Kaisers  schlugen
lampfbewährte  Dioisionen  bei  dem  Aufilieg  aus
der  Sereth-Niederung  zwischen  Tarnopol  und
Trembowla  flarle  russische  Angrifse  zurück  und
gewannen  im  Sturm  die  Höhen  des  Osiufsers.
Hler  wurden  ernent  tiefgellaffelte  Angriffe  der
Russen  algewiesen.

Tarnepol  ist  genommen.  Wir
nahern  uns  Bacsacz  Stanislan
und  Nadworna  stud  in  unserer
Hand.

Nackhuten  des  Feindes  wurden  überall  abgewiesen.


Heeresgruppe  des

Erzherzogs  Joseh.

Die  Truppen  des  Nordflägels  hal-#en
  mit  den  im  Karpsthenvorland
vo#twärts  dringenden  Kräften  gleichen
  Schritt.

Südlich  des  Tartaren-Passes  hält  der  Gegner
noch  seine  Stellungen.

Im  Südteil  der  Karpathen  drang  der  Feind

im  Sulita-Tal  in  unlere  Linie,  Sein  Ichnell  ge- 



 

mehrter  Stloß  wurde  in  einer  dic.  1  weillich  gele
genen  Niegelitellung  zum  Slehen  gebracht.
Heeresgruppe  des  General.  Feldmarschalls
  v.  Mackensen

Am  unteren
Bioher  teine  groz##eeAngriffe.
Mazedonische  Front.
Wesemliches.

Lebte  Nachrichten.

Ein  neuer  Milliarden  AKredit  in

Enaland.
Aue  London  unurd  dem
Hbliand-  Nieuwe  Burenu  berichtel:  Im  Unier
haus  verlangie  Benar  Lam  einen  neuen  Kricn?
tred.t  in  Hahe  von  360  Millionen  Pfund  Sier
ling  1  Milliarden  Marli.  Dumil  erreichien
die  gesamten  Kredite  fur  dar  läunfenor  Jahr
die  Hohe  von  150.  Millionen  Pfund  Sterling
(50  Milliarden  Mark.

Nic.  15

 

Hagag,  25.  Auli.
W  .

SZiam  aufdem  Kriegspiad.
Rotterdam,  25.  Juli.  Zu  der  Beleili
gung  Ziams  am  Krieg  erfahr!  Reuter,  daß

Siam  sich  aus  eigenem
Alliierten  angeschlosien  habe.  Man  halle  die
Teilnahlme  Siams  fur  wich#tig.  weil  dadurch  der
deutschen  Propaganda  in  diesem  an  Indien  gren
zenden  Land  ein  Ende  gemadt  werd:.  Asien  sei
jetzt  mit  sehr  geringen  Ausnahmen  ganz  auf
der  Seile  der  Alliierten.  Siame  Kriegseintritt
sei  aud  bedeulsam,  weil  viele  Deuliche  aus  Jupan
  und  China  in  Siam  talig  waren,  um  den
dentscken  Hundel  im  Os#en  aufrechtzuerhalten.
Alle  seindlichen  Ausländer  sfind  bereits  verliuftet
  und  werden  demnächst  ablraneportjert  wer
den.

Anlrieb  der  Sach  der

Amerikanische  Stimmen.

Wiasbington,  25.  Jusi.  Reuter.)
nator  Lewir  erllarte  bezüglick  der  letzten  Rede
des  Reichskangers  Michaelir,  sie  sei  eine  GEin
ladung  an  die  Vereinigten  Slaaten,  ihren  Ein
fluß  zuguniten  des  Friedens  gellend  zu  macken.
Man  glaube,  daf,  die  Mittelmächte  geneigt  seien.
einen  Frieden  ohne  Sieg  anzunehmen.  Senator
Lewis  sagte,  ald  er  gefragt  wurde,  ob  die  Bemerkung
  des  Kanzlers.  daß  die  fortgesetzte  Verwendung
  der  u.  Vooe  die  Alliierten  auf  oie
Kniee  zwingen  werde,  wie  ein  Friedehsangebot
aussehe,  er  habe  aus  der  Lekture  der  Rede  den
Eindruck  erhalten,  dah  sich  Deutschland  mit  der
Wiederherstellung  des  Status  quo  begnugen

Se#

würde.  Senator  Borab  fragle,  ob  Levis  die
Frage  der  zukünftigen  Regierungsform  in

Deutschland  in  Betracht  gezogen  habe.  Er  glaube
nicht,  daß  Deutschland  bereits  einen  Punkt  erreicht
  habe,  wo  es  ausländischen  Einflüssen  gesiatten
  werde,  ihm  die  Form  seiner  Regierung
vorzuschreiben.  Lewis  antwortete:  Die  vussische
Nevolution  hat  in  Deutsckland  großen  Eindrut
gemadt.  Es  ist  meine  Ueberzeugung,  daß  in
Deutsckland  bereite  Einflusse  am  Werte  sind,
die  der  Anlaß  zu  groben  inneren  Resormen  sein
werden  "§v

Sereth  sebhafter  Feurerlampf.

Um  den  Feieden.

lauzler,  Landwirsschuft
und  Frieden.

Der  erie  Prasidem  des  Baperisc#en  Landwerischaflerates.
  Dr.  Freiherr  v.  Lell  Reicher!
hausen,  hut  an  den  neuen  Reichslanzler  em
langeres  Gluckwunichschreiben  zum  Amlantritte
gerichtet  und  in  diesem  Schreihen  auch  auf  die
Wunscke  der  Landwiruchaft  hingewiesen.  Der
Rrief  e  in  folgenden  Saßen:  ...  daiz

immerhin  ein  moglich't  baldiger  Frirdeneschlu
dar  Hiel  der  Wunsche  unseres  Volles  in  und
Uleitt  und  der  Gedante  eines  bcninad-ien
Friedene  s4  Inises  er  ii.  mas  deisen  Schaffene
lust  aufreilt  erhall,  sowie  daß  die  deuliche
Lanhwirtichaft  bieher  ihre  zuufane  r  der  olleer
nmehrung  und  EEIIIIIIIIX
füllen  leumte.  auck  kunit  ahen  die  derzeitige  ##
rialenn  und  Erzeugungsfabigleit  der  deutichen
Landwirischsaft  mcht  almehmen.  bieimerr  sich  er
hebiich  iteigern  wird,  ĩobald  der  Drud  der
Kriegelast  von  ihr  genemmen  ill.““  Der  Reick
langier  hai  bieses  (ölukwunschichreiben  mit  einem
sehr  bemerlenewerten  elegramm  #l##mwortet.
dar  solginden  Worllam  hat:  „Was  in  meinen
Kraften  stellt,  werde  ich  kun,  um  die  Erzeugung
der  Landwirtschaft  ungeschwacht  dem  lomme“n
den  Frieden  entgegenzufuhren.“
Ungarische  Zuflimmung.

Im  ungarischen  Abgeordielenhase  saie
(Praf  Säf#z#:  Mit  Ruäsicht  auf  die  bevorslehende
Verlagung  des  Oamies  halte  ich  es  fur  richtig,
wenn  die  im  deutscken  Reichstage  abgegekenen
Erltarungen  im  ungariscken  Abgeor  drelenhaufe
W  dderhall  finden.  Ich  glaube  auch,  der  Sache
er  Htiedens  einen  Diennt  u  leiten.  wenn  ich

ennelle.  daß  zwischen  jamtlichen  Folloren  des
——  öffentlichen  Lebenr  und  den  Erkla
rungin  der  masgebenden  Faltoren  des  deutschen
Reicker  volllommene  Harmonie  besiebl,  sowo#hl
beuglic  der  Aufrechlerhallung  des  Bundnisses
ale  bezuglich  der  Kriegsziele  und  Friedens##en
dingungen.  Aehusick,  iprach  sich  auch  Mininer
prassdent  Graf  Cuerhazy  aur.

Nibots  Antwort.

Im  franz  soiiscken  Senat,  der  sich  mil  den  Feh
lern  der  April  ssen#e  beschafliaflc  uad  dann
eine  Lagesorduung  annahm.  die  der  Regierung
dae  Vertrauen  aussprickt,  erllarte  Ministerpra
sident  Ribot:  „Man  befande  sick  einer  Campan
ne  gegenuber,  deren  Huterlin  man  nich!  verken
nen  durie.  Deutsck  und  brauche  den  Frcoen  und
wolle  ihn  mit  allen  Mitteln  erreitzen.  Cs  iei  eine
Heuchelei,  zu  sagen,  daß  er  Anikreugungen  ma
den  weide.  unm  en  Einvernehmen  der  Nalionen
durä.  internaniorale  Gerichtehose  zu  erjzielen.
nad  dem  cs  am  Vorabend  des  Kricger  jede  Ver
mitliung  abgewiesen  hakbc.  Ein  dauerhafter  Frie
de  konne  sich  nicht  auf  Den  Militatismus  arun
den,  der  eine  fländige  Drohung  sein  wurde.  Die
Liga,  die  sich  zur  Veseitigung  dieser  Drohung
gebildet  hatc.  wird  sich  nicht  auflosen.  Wemn  das
Land  aus  Mudigkeit  den  Frieden  wolle.  sei  es
nicct  mehr  würdig.  Frankreich  zu  sein.  Man
musse  kiese  scheuf  liche  P  ropaganda  unter  die
Erde  schaffen,  man  musse  die  Lage  lastblutig.
aber  ohne  ube#maßige  Unruhe  betrachten.  Die
Engländer  würden  ihren  Teil  der  Front  aus.
dehnen.  Frankreich  konne  nicht  besiegt  werden  u.
musse  bis  zum  Tage  des  Firgen  Tmofe=  C.
tonne  dies  nur,  wenn  es  einig  Ribot
zwitscherte  also,  wie  Llond  —8  vor  ihm  schon
gesungen  hat.

Eine  neue  Rede  Llonyd  Georges.

Reicks

  

 

 

Wie  „Dai  il)  8—•fd  Ueldet,  wmird  Oler  55  Es- 



#  6
Anẽ  prache

der  enghalten.


ora:  aAn  .  Amzum.  dei
liichen  Kriegserllarung.  eine
zu  Der  er  so  sarf  une  önhh

Engande  urd  der  Alllerten  Ul#in  reiden  wird.

Die  Befeelung  Gallzieus.

  

 

    

 

 

For  Larmovo
I1  zuuuend  weilrich
von  Sloellecz  erreicht.
2  ü„rorte  f#t  Der  Z#ll  der
Ztadi.  die  in  beuen  Klmen  üh:.  u  nur  noch

Siunden.

die  0  rage  von

EEIIIIIIIE
Der  Kaiser  traf  aus  der  Fahm  zur  Sudosl-ELIIIE
  EIIL

miammen.

Die  Vorgänge  Iin  Kußleu

  

  

Murruhr  ihb  O  mDroh.

EEEBEILIIII
aurgebrocen.  S#dlenlne:  hallen  de  Macht
zu  der  -1#  „1  n  gerr  sen  Der  Arbettet  und

olbalrura!l:  merd  zheylun-  

   

 

 

 

dert.  Die  a  emennnnt  hn  n  Tharikter
einer  Peomen  An-  enrn  merden  Truppen
Iisvt.  :  „:  den  Mumuhbn  zu  ter  drucke.
Die  VBebhnuni  ur  lutsc

Nun6  slei  en  e  Arlelbr  von
Millinnenn  dllr  #l  cne  Anihe
voann.  i  in:  vo:  Mier’!.

saran  r——x--Wu
  e.

 

Meur  el  #oi-:


Erfolge  im  dhtuclmecr.  und  7.

 

     

  
 
 
 
 
 
 

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Ein  Nonrerb
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Kroßen  U  Bocte.  die  Deusckh  jan  vd  lebt  in  den
Dienlt  zu  itellen  beab'ichliat.  bedeuten  eine  ernt.
haste  Gesahr  fur  die  Entente.  Der  Eharakter  des
U.  Root  Kuieges  werde  dadurch  volllommen  verandeit.
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