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die Thore von Spandau. Die Commissare) fanden, daß er
800,000 Thaler für sich verwandt habe. Die Gesellschaft hatte
damals bereits 1,400,000 Thaler verloren. Dennoch bestand sie
fort, im engen Zusammenhange mit der Bank, von wo sie die
Gelder entlehnte. Der König hatte Staatsgelder in die Bank gelegt,
und zwar lediglich aus Speculation, ?) „damit die großen
Summen,“ sagt er, „die ich des Krieges wegen vorräthig halten
muß, inzwischen theils nicht ganz todt liegen, theils zum Besten
des Staates durch die Bank circuliren.“ Daß ein solches Verfahren
nicht im Rechte sei, fühlt er selbst, indem er dem Minister
Hagen, dem er es mittheilt, Verschwiegenheit anbefiehlt. Aber
freilich, Friedrich brauchte Geld, viel Geld; denn es konnten ja die
Oestreicher kommen. Oder auch, er konnte wieder zu ihnen gehen.
Wir haben zu erwägen, wie sich in den Augen des Känigs
nach solchen Finanzoperationen die Dinge gestalteten. Er überblickt
dieselbe im Jahre 1775. 8)
„Die Finanzen sind der Nerv des Staates. Nach dem Kriege
haben sie sich mächtig gehoben. Die Mehreinkünfte sind von Westpreußen
1,200,000 Thaler. Der Tabak bringt eine Million. Die
Bank 100,000 Thlr. Das Brennholz 50,000 Thlr. Das Lotto
56,000 Thlr. Dazu die Einkünfte der Regie. Die ganze Einnahme
beträgt 21,700,000 Thlr. Davon müssen 187,000 Mann
unterhalten werden. Nach Abzug der Unterhaltkosten bleiben
5,700,000 Thlr.“
Wir sehen also, Friedrich II. selbst schlägt den Unterhalt seines
Heeres im Jahre 1775 auf 16 Millionen Thaler an. Aber dann
kam der Kriegesschatz und die Festungen.
„Von den 5. 7 Millionen sind jährlich 2 Millionen in den
Schatz gelegt, und 3. 7 Millionen sind verwendet für Fortifica-1)
Moser: patr. Archiv I. 409. Bericht der Commissare. — 2) Preuß:
Urkundenbuch III. 105. — 3) Oeuv. IX 183.