Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Aosenhelmer  Auzelgal

—-  des  Prinzen  Ludwig  auf  der  Zucht-  1300
station  Wartberg  fremdes  Vieh  vorgeführt.  Abg.
Dirnreiter  sah  sich  am  nächsten  Tage  zu  der
Erklärung  gezwungen,  daß  er  vollkommen  falsch
insormiert  gewesen  sei  und  seine  Aeußerung  zurücknehme.
  Wenn  auch  damit  der  Wahrheit  Genüge
  geleistet  sei,  so  bedauerte  der  Redner  doch,
doß  der  e0bgeorhneee  sich  nicht  genügend  insormiert
  habe,  bevor  er  einen  lolch  schweren
Morwurf  aussprach.  Dr.  Niklas  befaßt=  sich
dann  weiter  mit  der  Behauptung  des  Herrn
Dirnreiter,  daß  das  Puzgauer  Bieh  jurede.
und  wies  nach,  dah  die  Pinzgauer  Ralsse  ihren
Besitzstand  voll  und  ganz  gewahrt  babe.  Nach
diesen  Aussührungen  fand  die  Verteilung  der
Zuchtstiersubrentionen  slatt,  bei  der  über  500
Marl  zur  Auszahlung  gelangten.  Der  Vorsinende
  überreichte  nunmehr  unter  anerlennenoen
Worten  dem  bisherigen  Zuchtinivenor  Groll
die  lünstlerisch  ausgesührle  Ehrenmit  gliedsurtunde,
  worauf  der  Gefeierte  mil  herzlichen  Worten
dankte.  Schliehlich  folgte  noch  die  Verlofung
von  JZuchtkälbern  und  landwirtschaftlichen  Gegensiänden,
  worauf  Hr.  Kommerzienrat  Zillibilker
  die  schön  verlaufene  Versammlung  schloß.

eumarkt  a.  N.,  19.  Febr.  Die  untere
Klasse  der  hiesigen  Mädchenschule,  sowie  die
Kinderbewahransialt  muhten  am  Dienstag  megen
  Erkrankung  eines  großen  Teiles  der  Z59-linge
  (Masern)  bis  auf  weileres  geschlossen  werden.
  Bekanntlich  ist  auch  kürzlich  die  untere
Klasse  der  Knabenschule  wegen  Massenerkraulung
  der  Schüler  geschlossen  gewesen,  nun  aber
wieder  eröffnet  worden.

Grenzlande.

Innsbruck,  19.  Febr.  Der  siellungslose
Kontorist  Anton  Hainzl  aus  Salzburg  suchte
nachts  die  Prostituierte  Cilli  Muttenthaler  in
hrer  Wohnung  zu  ermorden  und  zu  ber  uben,
indem  er  mit  einem  großen  Stein  auf  sie
einschlug.  Der  an  Ort  und  Stelle  sesigenommene
  Täter  erklärte,  die  Absicht  gehabt  zu  haben,
  die  Proseituierte  zu  berauben,  nicht  aber
zu  töten.  Die  Ueberfallene  wurde  mit  einer
schreren  Kopfwunde  ins  Krankenhaus  gebracht.

Der  siellenlose  Kellner  Johann  Zak  aus
Vohmen  hat  in  einem  Hause  der  Altstadt  einen
Kellerbrand  verursacht  in  der  Absicht,  bei  der
entnehenden  Verwitrrung  Einbrüche  àu  verüben.
Er  hat  danna  uch  vier  Einbrüche  verübt,  darunter
  in  zwei  Gasthösen.  Die  Bewohner  des  vierstöckigen
  Hauses  waren  in  großer  Gesahr,  infolge
  des  Rauches  zu  erslicken.

 

 

 

Kommanales.
Sitzung  des  Wagistrats-Kollegiums
Rosenheim

Freitag  den  20.  Februar  1914,
vormittags  9  Uhr.

Vorisitzender:  K.  Hofrat  Bürgermeister  W  ü  l.

Die  Schäfflertanzvereinigung  Kolbermoor
danlt  sür  die  Zulassung  ihrer  Aufführungen.  Sie
verpflichtet  sich,  beim  Festzug  zum  Vollkofest
mitzuwirten.

Zu  den  Fastnachteunterhaltungen  des  Realschulpensionates,
  des  Gymnasialpensionates  und
der  Töchterschule  liegen  Einladungen  vor.

Für  die  Seefischlochlurse  sind  197.40  Markt
Kosien  erwachsen.  Der  Betrag  wird  genehmigt
und  in  den  Etat  von  1914  eingesetzt.

Der  Pächter  des  Maierbades,  Hr.  Himmelreich,
  erisucht  um  Anbringung  von  Wintersenstern
  und  Einführung  der  elektrischen  Beleuchtung.
  Das  Stadtbauamt  beantragt  vorerst
  einen  Teil  der  Feuster  um  320  Mk.  Die
Emführung  des  eleltrischen  Lichtes  ve  busocht
451  Ml.  Kosten,  die  des  Gases  355  Mk.
Himmelreich  ist  bereit,  60  Mark  fnehr  mss
für  die  Einführung  der  Elektrizität  zu  bezahlen
unter  Merzicht  auf  Einführung  des  Gases.  Die
beiden  Beträge  werden  genehmigt  und  in  den
Etat  für  1914  eingeset.

Ueber  den  Etat  der  Schulfondskasse  pro  1914
berichtet  der  Vorsitzende.  Aus  Staats=  und
Kreismitteln  usw.  fliehen  dem  Fonds  24  392,56
Marl  zu.  Die  Gesamleinnahmen  stellen  sich
auf  27571.83  Ml.  Die  Personalexigenz  an
der  Knabenschule  erfordert  64  048  „25  Mk.  Zur
Unteristützung  des  Oberlehrers  ist  eine  Hilfskraft
beantragt,  die  genchmigt  wird.  M.-R.  Vaumann
  schneidet  im  Hübblick  auf  die  hohe  Zahl
der  Klassen  die  Frage  eines  zreiten  Oberlehrers
an,  welche  der  Vorsitzende  auf  den  Bau  eines
neuen  Zentralschulhauses  verweist;  mit  der
Schaffung  neuer  Klossen  reiche  man  aber  nach
8—10  Jahre  mit  den  Schulräumen  aus.  Wenn
das  Zentralschulhaus  komme,  müsse  man  an
die  Richtung  nach  Fürstätt  denken.  Ein  Prjelt
für  neue  Schuträume  in  der  Heiliggeiststraße
liegt  bekanntlich  schon  vor.  Die  Personaserigenz
bei  der  Mädchenschule  macht  21  050  Mk.  aus.
Die  prot.  Schule  erfordert  an  Personalerigenz
3470  Mük.  Insgesamt  erfordert  die  Personal--brigenz
  für  die  Lehrkräfte  88  568,25.  Mk.  Für
das  untergeordnete  Personal  sind  weiter  4540
Mk.  erforderlic.  Die  Nealerigenz  erfordert'810
Mark;  für  Baureparaturen  usw.  lind  7352,89
Mik.  vorgesehen.  Für  Fassadenerneuerung  an  der

Mädchenschule  sind  2850  Mk.  eingesetzt;  die
Gerüstkollen  dafür  sind  sehr  hoch,  sie  betragen
etwa  1300  Mk.  Die  Gesamtausgaben  betragen
110  171.83  Mk.  Für  augenärztliche  Unterfuchung
  der  Linder  lind  200,  für  vinen  Schularzt

 

—.——
300-Ml.  eingesetzt.  Es  varbleibt  ein  gätthee
Zuschuß  von  82  600  Mk.  gegen  74  850  Mk.
vorigen  Jahre,  sodaß  liche  ene  Mehrung  ann
7750  Mk.  ergibt,  die  auf  die  Erhöhung  der  Baureporaturen,
  auf  die  Mehrung  der  Lehrträfte
ulw.  zurück  uführen  is.  Auch  in  diesem  Jahre
tommen  verschiedene  Gehaltsvorrückungen  in  Betracht,
  sie  wurden  genehmigt.

Auch  über  den  Voranschlag  der  städt.  Sammlungen
  pro  I914  berichtet  der  Vorsitzende.  Zum
Stadtarchio  beträgt  der  Zuschuß  der  Stadt
800  Mk.  Für  die  Stadtbibliothek  stellt  sich
der  Zuschuß  auf  1000  Mk.  Die  Neuordnung
der  Bibliothek  wich  demnächst  sertig.  Für  das
Museum  schießt  die  Gemeinde  600  Mark  zu.
Die  Kunstblattsammlung  erhält  100  Mk.  Zuschuß,
  die  Gemöldesammlung  1200  Mk.;  für
Arylauf  von  Gemälden  sind  1000  Mk.  vorgesehen.
  Insgesamt  ist  ein  zuschuß  von  3750  Ml.
erforderlich.  Es  ist  beantragt,  die  Sammlung
auch  an  einem  Wochentag  zugänglich  zu  machen,
  Donnerstags  von  2——4  Uhr.  Angeregt
wird  auch  die  Oe  faung  an  Sonntag-Vormittagen
und  die  Kenntlichmachung,  wo  auherhalb  der
allgemeinen  Besuchszeit  der  Schlüssel  erhältlich
ist.  Beabsichtigt  ist,  das  Parterrelokal  der  Gemäldesammlung
  vom  Herbst  ab  für  die  Kunstblattsammlung
  in  Anfpruch  zu  nehmen.  Während
  des  Volksfestes  ist  oie  Sammlung  alltäglich
  geösfnet.  Der  Etat  wurde  genehmigt.

Das  Gaswerk  legt  einen  Bericht  vor  über
Verlegung.  der  Gasrohre  in  der  Kaiserstraße
usm.  Der  Bericht  wird  der  Kommission  vorgelegt.


Die  Requlierungsarbeiten  der  Holzhofraße
erfordern  1640  Mk.  Mit  den  Arbeiten  foll  am
nächsten  Montag  begonnen  werden.  Doo  lleine
Holzhäuschen  des  Holzhofwärters  soll  transferiert
  werden.  Als  Bedürfnis  wiro  angesehen,
die  Holzhof=  (Herzog,  Heinrich-)  Straße  ourch
die  Anlagen  in  die  Westermayerstraße  einzuleiten.
  Der  Magistrat  ist  mit  dem  stadtbauamtlichen
  Projelt  einverstanden.  Hr.  Kriechbaumer
  legt  gleichzeitig  Pläne  über  Einfriedigung
  und  Errichtung  einer  Autohalle  daselbst
vor.  Sie  werden  genehmi  t.

Zu  den  Kosten  des  Umbaues  der  Scharnaglbrücke
  stellt  das  Salinenamt  einen  Betrag  von
500  Mi.  in  Aussicht.  Der  Umbau  kostet  1400
Mk.,  jodaß  also  900  Mark  in  den  Etat  einzustellen
  sind.

Im  Jahre  1911  wurde  die  Sonntagsbeschäftigung
  in  Getreidemühlen  auf  26  Sonntag:  festgesetzt.
  Die  Kunsimühle  beantragt  Genehmigung
  an  52  Sonntagen.  Der  Gewerberat  begutachtete
  dieses  Gesuch.  Im  Jahre  1909  hai  derselbe
  Gewerberat  die  Einschränkung  befürwortet.
Mit  einer  Beschränkung  wird  dem  Cuck  zugess-
  immt.

Für  die  Faschingstage  werden  ort-polizeiliche

Vonschrüten  erlassen.

Für  Schausteller  sollen  beim  näthiten  Volksfest
  neben  ausgiebigen  Plangeldern  Luftberleitssteuern
  nicht  erhoben  werden.

(Schluß  folgt!)

Stakistischer  Monaksbericht
der  Stadl  Rosenheim

für  LJanuar  1911.
Rosenheim,  20.  Febr.

Der  ersie  slalistische  Monalsbericht  der  Stadt
Nosenheim  ist  soeben  für  das  Jahr  10:4,  also
jür  den  Monat  Januar  erschienen.  Er  hat
abe2mals  eine  Erweiterung  erfahren,  da  auch
die  Schranne,  die  Lebensmittelpreise,  die  Allgemeine
  Ortstrankenkosse  Rosenheim-Stadt  und
der  Verkehr  auf  der  slädt.  Industriebohn  neu
aufgenommen  worden  sind.  Dadurch  erfährt
der  Bericht  eine  begrüßenswerte  Erweiterung.

Wir  beginnen  mit  der  Statiniik  uber  die  Bevölkerungsbewegung.
  Im  Jannar  gab  es  4
Eheschließungen  gegenüber  9  im  Jannar
rorigen  Jahres.  Dagegen  verieichnet  der  Januar
  1914  insgesamt  33  Geburten  gegen
mur  28  im  Januar  1913.  Angesichts  des  allgemeinen
  Geburtenrückganges  wäre  das  ein
ermeuliches  Zeichen.  Unehelich  geboren  wurden
V  Kinder  gegenüber  11  im  Januar  1913.  Von
den  Lebendgeborenen  sind  20  Kinder  män?.
lichen  und  18  weiblichen  Geichlechts.  Außerdem
ijt  eine  Tolgeburt  zu  verzeichnen.

Waren  im  Januar  1914  die  Geburten  größer
mmie  im  gleichen  Monat  des  Vorjahres,  so  ha#t
auch  die  Zahl  der  Sterbefalle  im  Jonnar
dieses  Johrez  eine  Erhöhung  ersahren.  Gesiorben
  sind  inegesamt  31  Perionen  gegen  22
im  Januar  1913,  und  zwar  15  männliche  und
16  weibliche  Personen.  Einen  sehr  hohen  Proze!
  ntsatz  nehmen  dabei  die  Säuglinge  ein;  sind
doch  im  Januar  ds.  Is.  9  Kinder  im  ersten  Leber
  wjahre  gestorben,  darunter  2  uneheliche,  gegen
  nur  3  Säuglinge,  die  im  Januar  19.3
gestorben  sind.  Trot  der  höheren  Gebortenifier
  beträgt  somit  der  Ueberschuß  der  Lebenogeborenen
  über  die  Gestorbenen  in  diesem  Januar
  nur  7  gegen  6  im  Vorjahre.

Wenn  wir  auf  das  Krankenhaus  übergehen,
  so  sehen  wir,  daß  es  in  diesem  Jannar
slärler  in  Anspruch  genommen  wurde  wie  im
Jahre  zuvor.  Der  Januar  1914  begann  mit
einem  Bestond  von  40  Kranken,  je  20  männliche
  und  weibliche.  Dazu  sind  im  Laufe  des
Monats  67  zugegangen,  41  männliche  und
26  weibliche  Kranke,  während  der  Abgang  sich
auf  81  Personen  siellt,  27  mänmliche  und  24
reibliche;  dapon  sind  2  Personcu  gestarben.

 

Samstag,  21.  ——  1914

Am  Schlusse  des  Monats  Jonnar  1914  war  somit
  das  Krankenhaus  mit  56  Kranken,  34
männlichen  und  22  weiblichen,  belegt.  Für
den  Januar  1913  ergeben  sich  folgende  Zahlen:
  Stand  am  Anfang  26  Kranke,  Zugang
61,  Abgang  57  (4  Tote),  Stand  am  Schlubß
des  Monats  30  Kranke.

Der  Begräbnisdienst  umfaßte  20  Beerdigungen,
  und  zwar  wurden  16  männliche
und  14  weibliche  Personen  beerdigt,  gegen  26
Beerdigungen  im  Januar  1913.  Von  den
Beerdigten  sind  10  im  ersten,  3  im  sechsten,  2
im  30.,  7  im  60.,  5  im  60.  und  3  im  90.Lebens!
  fahre  gestorben.  Zu  verzeichnen  sind  serner
  4  Beerdigungen  zweiter,  7  dritter  und  27
Beerdigungen  vierter  Klasse.  Nach  auswärts
wurden  im  Januar  dieses  Jahres  2  Leichen
überführt.

Im  städt.  Schlachthof  cteigt  sich  ein  nicht
unmerklicher  Rückgang  der  Schlachtungen,  und
zwar  in  allen  Viehgattungen.  Im  Jannar
1914  wurden  geschlachtet:  18  Ochsen  über  0
Jentnern,  4  ÖOchsen  unter  6  Ztr.,  147  Kühe  und
Stiere,  16  junge  Rinder,  290  Kälber,  122
Schweine  über  90  Pfd.,  308  Schweine  von
30—90  Pfd.,  10  Schweine  unter  30  Pfo.,  1
Spanferkel,  17  Schafe,  Böcke  und  Ziegen,
4  Kine  und  Lämmer,  4  Pferde  und  3  Hunde.
Zum  Vergleich  stellen  wir  die  Schlacht  ffern
aus  dem  Januar  1913  hierher:  18  Ochsen
über  6  Zir.,  5  Ochsen  unter  6  Ztr.,  161  Kübe
und  Stiere,  21  junge  Auer,  324  Kölber,
152  Schweine  über  90  Pfd.,  329  Schuri  ine
von  30  90  Pfd.,  6  Schweine  unter  30  Pfo,

Spanferkel,  31  Schafe,  Böcke  und  Ziegen,
13  Kine  und  Lämmcr,  8  Pferde  und  5  Hunde.
Nach  diesen  Schlachtungen  ist  also  der  Fleischlonfum
  der  Bevölkerung  nid“  unwesentlich  zurückgegangen,
  während  anderseits  der  Schlacht
hof  einen  bedeutenden  Ausfall  an  Scklacktgebühren
  erleidet.

Hingegen  ist  die  Fleischeinfuhr  in  diesem
  Jannar  weiter  gestiegen,  eine  Erscheinung,
die  von  Monat  Monat  immer  besser  derbachtet
  werden  konnte.  Die  Einkäufe  in  München
  spielen  dabei  üuch  eine  Rolle.  Eingeführt
  wurden  im  Januar  1914  insgesamt  1628
rd  Fleisch  gegen  1377  Pfund  im  Jaru##r

913.

Beanstandet  wurden  im  ganzen  48  Tiere,
davon  12  als  bedingt  tauglich,  5  als  minderwertig
  und  31  als  noch  tauglich.  Trotz  höheret
Schlachtziffer  gab  es  im  Januar  1913  nur
Beanstandungen  bei  45  Tieren,  von  denen  28
noch  tauglich  waren.

Der  Zutrieb  zum  Vichmarkt  erreichte
im  Januar  1914  solgende  Zissern:  1  Pferd,
1183  ÖOchsen,  586  Stiere,  Kühe  und  Jungrinder,
417  Kalber,  278  Schweine.  Im  Jarnar  1
waren  es  10  Pferde,  220  Ochsen,  189  S  iere,
Kühe  und  Jungrinder,  354  Kälber  und-  114
Schweine.

In  der  flädt.  Leihan  italt  hat  sich  die
Zahl  der  Pfänder  und  die  Summe  der  dafür
ausgeliehenen  Darlehen  innerhalb  Jahreskrift
um  ein  geringes  erhöht.  Schloß  der  Dezemnber
  1913  mit  einem  Pfanderbestand  von  5201
und  einer  D  arlehensiumme  von  22  253  Mk.  ab,
so  wurden  in  den  Januar  1914  insgesamt  5481
Pfänder  gegen  ein  Darlehen  von  22  423  Mk.
ubernommen.  Ferner  sind  im  Januar  19117
1380  Pfander  mit  einem  Betrag  von  5535  Mk.
zsugegangen,  so  daß  sich  eine  Summe  ven
687.3  Piandern  mit  einem  Darlehen  van
28  983  Mk.  ergibt.  Dagegen  stellte  sich  im  Januar
  1913  die  Gesamtsumme  nur  auf  6673
Pfonder  mit  einem  Darlehen  von  28011  Mk.
Im  Januar  1913  wurden  1160  Pfänder  um
5702  Mark  —  und  138  Pfänder  um
614  Mk.  versteigert,  so  daß  zum  Schluß  ein
Pfänderbestand  von  5575  berbleibt.  fur  welche
Darlehen  un  Betrage  von  22  669  Mk.  gegeben
wurden.  Der  Januar  1913  schloß  mit  5434
Pfändern  un  einer  Darlehenssumme  von
23.069  Ml.  a

Neu  in  zs  Statifit  find  die  Durchschnittspreise
  für  die  wichtigsten  Lebeneobe  durfnisse
  und  Verbrauchsgegenstände  aufgenommen.
  Darnach  kostele  im  Januar  19-4
das  Pfund  Hammelfleisch  70  Pig.,  Kalbflench
85,  Kuhfleisch  80,  Ochsenfleisch  1  Mk.,  Schweine,
fleisch  85  Pfg.,  sermer  Enten  dos  Smd  #
Mk.,  Ganse  geputzt  6.50  Mk.,  alle  Zuppenhennen
  2  Mfk.,  junge  Brathühner  1.40  Mk.,
Tauben  50  Pi.  Forellen  das  Pfund  2  1%
Mark,  Hechte  1.30  Mk.,  Karpfen  1.10  Mr.
Krebse  2  Mk.,  Butter  das  Pfund  1.30  M.
Me  65  MPfg.,  Schmalz  1.30  Ml.,  Rind:.
fett  60  Pfg.,  Schweinefett  1  Mk.,  gerduchert  t
Sped  1.50  Mi.  Ferner  werden  folgende  Preif:
angegeben:  1  Ztr.  Kartofsel  3.50  Mk.,  I  Liter
Milch  20  Pfg.,  Eier  um  1  Mk.  11  i2  Sta.
Von  Brennmaterialien  kostete  der  Ster  Birkenholz

  6.50  Mk.,  Buchenholz  9  Mk.,  Fichtenholz
8  M.  Föherwol  8  Mikx.,  1000  Stück  Torf
11  M  Ztr.  Braunkohlen  1.50  Mk.,  1  Ztr.

—  1.60  Mk.  Schließlich  noch  Heu
und  Sttoh:  1  Zir.  gutes  Heu  3  Mk.,  saure
D  2.50  Mi.,  Grummet  3  Mk.,  kurzes  Stroh
0  Ml.,  langes  Stroh  3  Mk.  Ein  Vergleich
40  dem  Januar  1913  isi  hier  nicht  moͤglich,
da  diese  Preisangaben  im  vorigen  Jahre  in
der  Statistik  noch  nicht  enthalten  waren.
Neu  eingesügt  sind  auch  die  Ergebnisse  der
Schrannc.  Zugeführt  und  verkauft  wurden
im  Januar  1914  257  Ztr.  Weizen,  132  Ztr.
Noggen.  10  Ztr.  Gerste  und  d87  Ztr.  Haber.
Die  Verlaufslumme  der  in#ns  bettãal