Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfzehnter Band. (15)

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sicht  und  Zurückhaltung.  Nothwendig  müssen  überdieß  jene
Naturmenschen  3)  in  kurzem  die  Emdeckung  machen,  daß
sie  ohne  wechselsweise  Hülfe  oft  nicht  zur  Sicherung
ihrer  (Zwangs-)  Rechte  gelangen,  bald  dem  Druck  der  äusseren,
  sinnlich  auf  sie  wirkenden  Natur  nicht  genug  widerstehen,
  bald  aus  Furcht  vor  den  Unfernehmungen  Anderer
ihres  Gleichen  selbst  nichks  unternehmen  können;  oder  daß
sie  wenigstens  alle  jene  Zwecke  viel  leichter  durch  wechselsweise
  Hülfe  erreichen  —  daß  es  also  Gewinn  sey,  sich
zu  vereinigen.  Niemand  wagt  es,  Einen  anzugreifen,  der
Mitglied  einer  Vercinigung  ist,  weil  er  im  Fall  eines  Angriffs
  alle  Mitglieder  jener  Vereinigung  wider  sich  sieht.
Die  Befugnisse  des  vereinzelten  Menschen  sind  höchst  aushebreitet,
  aber  sein  physisches  Permögen  ist  höchst  gering;
zu  tausend  Dingen  hat  er  wohl  das  Recht,  aber  er  kann
allein  sein  Recht  gar  nicht  nützen.  Er  will  einen  Baum
fällen,  einen  Fluß  ableiten  —  er  fühlt  sich  zu  schwach;  er
will  sich  vor  Ueberschwemmung  sichern,  bevor  er  aber  den
Damm  zu  Stande  bringt,  ist  die  Fluth  schon  wieder  da;
er  will.  sich  gegen  Raubthiere  sichern,  gegen  gemeinsame
Feinde  schützen  .—  üÜberall  find  seine  Kräfte  unzureichend,
überall  drüngt  sich  ihm  das  Bedürfniß  fremder  Unterstützung
auf.:  So  wird  die  Idee  einer  Defen  siv=  Allianz  rege,
welche  von  jenen  coxristirenden  Menschen  geschlossen  wird,
wie  mehrere  kleine  sonveraine  Staaten  sie  mit  einander  schliessen,
  um  so  dem  Druck  der  größeren  Mächte  und  dem  Druck
anderer  Diuge  um  sie  her  desto  leichter  zu  widerstehen.
*i
Entstehung  eines  eigentlichen  Staats-So

  lange  nun  aber  diese  Unionen  nur  temporär  sind,

isi  auch  noch  kein  Staat  vorhanden.  Es  sind  Defeusiv-Allian=