Full text : Weltkrieg und Gottesreich.

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stärksten  Festlanddegen,  Österreich,  abgesehen.  Ich
Eerinnere  an  1805  und  1809.  „Im  Zahre  1805  stand
apoleons  großes  Heer  zum  Ubergange  nach  Engand

  gerüstet  an  der  nordfranzösischen  Küste.  Da
gelang  es  der  englischen  Diplomatie,  die  SÖsterreicher
zum  Kriege  gegen  Napoleon  zu  bewegen*).  Wär'  es
ur  uns  nicht  klüger  gewesen,  abzuwarten,  bis  die
ranzosen  entweder  in  England  standen  oder  in  die

DBee  geworfen  waren?  Statt  dessen  schlugen  wir
verfrüht  los,  zogen  uns  die  ungeheuere  Last  eines
verzweifelten  Krieges  auf  den  Hals  und  hatten  unsere
Gefälligkeit  gegen  Albion  mit  dem  Verluste  Vene—
tiens  und  des  ganzen  Küstengebietes  zu  bezahlen**).“
Und  wie  war's  180927  Do  ließ  sich  Osterreich,

as  1805  durch  den  englischen  Sirenengesang  be—
törte,  wieder  fangen.  England  brauchte  eine  Ab—
lenkung  Napoleons  von  Spanien,  und  zwar  rasch.
a  erinnerte  es  sich,  wie  immer,  wenn  es  in  Bedrängnis

  kommt,  des  Festlands  und  speziell  Osterreichs
  und  seines  mächtigen  Heeres.  Aber  wie  konnte
man  jetzt  ÖOsterreich  fangen,  nachdem  dieses  durch
die  englische  Verführung  vor  knapp  vier  Jahren  in
ie  Patsche  geraten  war?  England  verzweifelt  an
nichts;  seine  Diplomatie  hat  immer  in  erster  Linie
mit  der  menschlichen  Dummheit  und  Vergeßlichkeit
gerechnet  und  fuhr  wohl  dabei.  Ein  Schreiben  des
Herrn  Adair"““")  vom  23.  Februar  1808  an  den

*)  Die  Diplomatie  beftand  darin,  durch  Ränke  in  Neapel
den  Kaiser  Franz,  Schwiegervater  des  neapolitanischen  Königs
zu  veranlossen,  mit  einer  ganz  unvorberciteten  Armee  und  obne
icheren  Bundesgenossen  gegen  Napolcon  loszuschlagen.  Pecz  l
NS.  Anmerkung.

*)  Peez  1,  S.  30.

*#)  Pecz  1I,  S.  128.