Contents : Die Entstehung der constitutionellen Verfassung des Königreichs Sachsen.

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von  ihm  bekleideten  Stelle  des  Staatssecretairs  der  inneren  Angelegenheiten
  nachsuchen  möchte.  Des  Grafen  Antwort,  in  welcher  er  seine
Stelle  in  die  Hände  des  Königs  niederlegte,  war  bereits  nach
Pillnitz  abgegangen,  als  die  Geheimen  Räthe  ihn  von  dem,  mit
jeder  Stunde  lauter  werdenden  Wunsch  der  Bürgerschaft,  daß  der
Prinz  Friedrich  in  die  Mitregentschaft  aufgenommen  werde,  in
Kenntniß  setzten  und  ihn  ersuchten,  den  König  davon  zu  unterrichten
und  sich  nach  Pillnitz  zu  begeben.  Nach  der  dem  Grafen  von
Einsiedel  vom  König  geschehenen  Eröffnung  war  derselbe  nicht  mehr
in  der  Lage,  dem  Verlangen  der  Geheimen  Räthe  zu  willfahren,
daher  diese  es  über  sich  nahmen,  sich  sogleich  nach  Pillnitz  zu  verfügen;
  von  dort  kehrten  sie  mit  den  Nachrichten  von  der  Ernennung
des  Prinzen  Friedrich  zum  Mitregenten  und  von  der  Wahl  des
neuen  Cabinetsministers  zurück.“

Der  Jubel,  mit  welchem  die  Ereignisse  des  13.  September
von  der  Bevölkerung  aufgenommen  wurden,  und  der  sich  bei  der
am  14.  September  stattgefundenen  Revue  der  Dresdener  Communal—
garde  in  begeisterten  Kundgebungen  manifestirte,  wurde  erhöht  durch
die  Anordnung,  daß  die  Grundzüge  einer  neuen  Städteordnung
unverzüglich  ausgearbeitet  werden  sollten  und  durch  die  Antwort,
welche  die  Immediatcommission  am  18.  September  auf  die  bei  ihr
eingereichten  Petitionen  ertheilte.  Außer  dem  wiederholten  Ver—
sprechen  einer  Städteordnung  wurde  darin  namentlich  auch  die
Bereitwilligkeit  der  Regierung  zu  einer  Reform  der
Verfassung  durch  Uebereinkunft  mit  den  Ständen  zugesagt.

Die  Beruhigung  des  Landes  schritt  demzufolge  derart  rasch
vor,  daß  die  Immediatcommission  bereits  am  7.  November  wieder
aufgelöst  werden  konnte.