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entstandene Communen hatten den Freiheitsbrief oder den Corporationsvergleich,
den sie mit ihrem Baron gemacht, der
Sicherheit halber vom Könige garautiren lassen, und die
Garanticacte mochte oft wohl eben so lauten, als ob es eigene
neue Ertheilung wäre. So schlich sich also unrer dem Sohn
und Nachfolger Kön. Tdilipp Augusis, unter Kdr. Lud,
wig VIII. die Meinung allgemein ein, jeder Ort, so bald W n
Corporation oder Commune geworden, gehbre eigennlich
nicht mehr seinem Baron zu, sondern dem König. Welche
schöne Aussichten für die Macht des Königs, wenn die ganze
Macht des dritten Stands der allrinigen Lenkung desselben
zustehen sollte?
14. Albigenser Krieg. Das ganze Phaͤnomen der
Erscheinung dieser sogenaunten Ketzer ist nicht nur als Beweis
der früheren Cultur von Süd-Frankreich merkwuͤrdig, sondern
macht auch in der Geschichte der großen Vasallen Epoche.
Graf Raimund VII. von Toulouse hatte sich der biedern,
halbaufgetlärten Kirchen- Insurgenten angenommen. Der
Pabst ließ gegen ihn das Kreuz predigen, und Graf Simon
von Momtfort, dem Innocenz III. zum Lohne seiner Tapferkeit
die ganze Grasschaft Toulouse schenkte, führte den
heiligen Krieg. Graf Amalrich von Montfort, Simons Sohn,
überließ die ganze Schenkung Kdn. Ludwig VIII.
der auch den größten Theil wirklich eroberte. 1226
Ausser dem, was in den Concilien-Sammlungen und in den
Scriptt. rerum Francicarum vorkommt, siehe vorzuͤglich
Histoire genéèrale de Langucdoc. T. III.
Das bekannte Werk von Leger Geschschte der Waldenser,
und Chassanion histoiro des Albigeois (Gencve 1595.
8.) sind nicht kritisch genug.
15. Ganz neue Epoche aber machte die Re gierung6.
Kön. Ludwigs K. bes heiligen, und schon die vielen 120