Metadata : Württembergische Geschichtsquellen. Zweiter Band. (2)

168  Codex  Laureshamensis

339.  (L.  3274).

Donatio  Irmiberti  in  He[r]phinger  *  marca.  In  Christi  nomine

or  sub  die  3.  monas  martii  anno  septimo  Karoli  regis')  ego  Irminbertus
clericus  dono  ad  sanctum  Nazarium  martyrem,  qui  requiescit  in  cor-Sundon-
  nore  in  monasterio  Laurisham,  ubi  venerabilis  Gundelandus  abbas
preesse  videtur,  donatumque  in  perpetuum  esse  volo  et  promptissima
voluntate  confirmo  in  pago  Alemannorum  in  Hefr]phinger  marca  *)
basilicam  1  in  honore  sancte  Marie,  mancipia  13”.  Actum  in  monasterio

  Laurisham  die  et  tempore,  quo  supra.

340.  (L.  3275).

Fol.  194  b.  [Donatio]®  Bleonis  [in]®  Burchinger  marca.  In  Christi  nomine
Karciu  sub  die  15.  kalendas  octobris  anno  4.  Karoli  regis?)  ego  Bleon‘)  et
filius  meus  Otto  donamus  ad  sanctum  Nazarium  marlyrem,  qui  re-Gundelan-
  quiescit  in  corpore  in  monasterio  Laurissamensi,  ubi  venerabilis  Gundelandus
  abbas  preesse  videtur,  donatumque  in  perpetuum  esse  volumus
  et  promptissima  voluntate  confirmamus  in  pago  Alemannorum
in  Burichinger  marca°)  et  in  Burdlaidingen®)  et  in  Megingen’)  et  in
Merioldingen®)  et  Mulichingen  ?)  et  Willimundingen  !°)  et  Gancgingen  !')

&)  Hephinger,  db)  stipulatione  subnixa  fehl.  0)  Donatio  fehlt.  d)  in  feilt.

1)  5.  März  775.  —  *)  Die  Deutung  Stälins  2,317,  367,  366  auf  Hoöfingen
  OA.  Leonberg  ist  unmöglich,  da  Ilöfingen  im  Herzogtum  Franken  lag.
Die  unmittelbar  anschliessende  Nummer  macht  wahrscheinlich,  dass  der  Ort
auf  der  Alb  zu  suchen  ist.  Es  ist  Erpfingen  OA.  Reutlingen,  wo  sich  ein
Bild  des  h.  Nabor,  des  Genossen  des  Lorscher  Heiligen  Nazarius,  findet,  und
wo  Lorsch  auch  777  Besitz  erhielt.  Vol.  n.  467.  Dazu  stimmt  der  Name  dcs
Donators,  der  wohl  identisch  ist  mit  Ermenbret,  welcher  7738  in  dem  nahen
Willmandingen  als  Zeuge  erscheint.  WU.  1,15.  Es  ist  Herphingen  zu  lesen.
Die  Aspiration  kann  im  Cod.  Laur.  nicht  befremden,  wo  aspirierte  und  nichtaspirierte
  Namen  miteinander  wechseln.  Vol.  aber  sogar  noch  in  der  Tübinger
  Matrikel  14685  den  Namen  Herpfinger.  Roth,  Urkunden  der  Universität
Tübingen  S.  506,  n.  46.  —  °)  17.  Sept.  772.  —  *)  Bleon  ist  Zeuge  in  Willmandingen
  772  und  773.  WU.  1,14,  15.  —  °)  Mittelpunkt  des  Burichingagaus,
völlig  verschwunden.  Vgl.  zum  Burichingagau  und  den  dazu  gehörigen  Orten
Baumann,  Gaugrafschaften  S.  124  und  Schmid,  Älteste  Geschichte  des  Hauses
Hohenzollern  1,262.  —  °)  Burladingen  preuss.  Amt  Hechingen.  —  ')  Abg.,
noch  1575  als  Weiler  Maigingen,  der  zu  Burladingen  gehörte,  bekannt.  Schmid,
l.c.$9.8.  —  *)  Mertingen,  Flur  bei  Melchingen  und  Stetten  ob  Höllstein
preuss.  Amt  Gamertingen.  —  °)  Melchingen  preuss.  Amt  Gamertingen.  —
0,  Willmandingen  OA.  Reutlingen.  —  '')  Genkingen  ebd.

10

15