Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

 

 

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Rosenheimer  Anzeiger

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durch  die  Anmoncen-Erve#n  ###——.

 

Amtfliches  Bublikatons-Orga#

 

*  155  Ketells:  Wialwaln

Freitag,  7  Juli  1916

*——  WR  1192  Jah#####

Die  Pettürzung  in  Eugland  über  den  Stillstand  der  Of#ensive.

Die  Reise  König  Ludwigs  as  die  W  flfrost.  —  Hie  neuen  Anfiürme  der  Engländer  und  Franzosen  an  der  Somme.  —  Ein

englischer  U-Boots-Zerstörer  versenkt.  —  Rückkehr  des  „U  35“

Cehle  Telegramme.

Die  schweren  englischen  Verluste.
Bern,  6.  Juli.  Der  Londoner  Berichternatter
  des  „Corriere  della  Sera“  meldel:  Bei
Monlauban  in  das  Scharfschütgenregiment  Gordon
  beinahe  aufgerieben  worden.  Der  Londoner
  Berichterstatter  des  „Secolo“  melodct,
ite  Engländer  hätten  bei  den  letzten  Angriffen
dadurch  überaus  beträchtliche  Verlusie  erl  tien,
daß  sie  glaubten,  verlassene  Schütgengräben  zu
mumen,  aus  deren  Unrerständen  jedoch  plön
:I.  ein  höllisches  Feuer  aus  Maschinengemrel
ren  in  ihrem  Rücken  eröffnet  worden  sei,  das
eriles  niedermähte.

die  Eutscheidung  an  der  Somme.

Amsterdam,  6.  Juli.  Wie  man  an;
London  meldet,  gebt  aus  dem  Briese  eines
unosichen  GCeneralstabsoffizieres  hervor--  dan
ichige  Offensive  an  der  Westfronl  einen
elsuch  der  Enteme  darsielle,  den  Krieg  zur
GCilsch  eidung  zu  bringen.  Der  O  ffezier  schrelb#
brortlich:  Wir  haben  alleo  getan,  was  wir
lrmogen  und  sind  auf  viele  Wochen  harter
*mrse  vorbereitel.  Das  ziel  ist  unsicher,
er  es  muß  gescheltz.  „Nicuve  von  den
*àg“  schreit  1:  Wenn  das  das  Ergebnis  der
bhen  Offensive  nur  wäre,  daß  man  die  deutiben
  Linien  Fuß  fur  Fuß  zurüuckschöbe  und
Unei  ubrigens  ganz  Nordfrankreich  und  Belzerstöorte
  und  dem  Boden  gleich
ltrachte,  dann  ist  zu  erwarlen,  daß  die  Schlacht
mie!  länger  dauern  muß,  als  Angreifer  und
Verleidiger  aushalten  konnen.  Unmoglich  lann
das  das  Ziel  der  Entschlüsse  der  Generale
Laig  und  Joffre  sein.  Es  müßle  zu  einem
virllichen  Durchbruch  kommen.  Wenn  nicht,
neim  die  Sache  auf  ein  langsames,  sich  eropfendes
  Ringen  Dinausläuft,  ist  die  große
ffensioe  mißglückt.

Aufgebracht.

Kopenhagen,  6.  Juli.  Der  von  Koehagen
  nach  England  mit  landwirtschaoftlichen
Erzeugnissen  abgegangene  dänische  Dampfer
„GZlora“  wurde  von  einem  Torpedoboot  aufgebracht
  und  wahrscheinlich  nach  Swinemünde
gebracht.

(#sIdnsr

Eine  Feststellung.

Verlin,  6.  Juli.  Amtlich.  Am  Sonnlag
  den  2.  Juli  wurde  ein  Geleittrauspor!
ion  neun  deutschen  Handelsdampfern  auf  der
Hahrt  nach  Swinemünde  südlich  der  Insel
Oeland  durch  ein  feindliches  1l.=  Boot  ohne  vorletige
  Marnung  unter  dem  Wasser  angegrif.
Kisen.  Die  Torpedolaufbahm  wurde  deutlich
besichtet,  auch  zwei  slarke  Wasserstrudel,  die
durch  das  Ausstoßen  des  Torpedos  verursach!
waren.  Das  Torpedo  ging  jedoch  zwischen
sen  Dampse'n  hindurch.  Daz  armierte  Hilss- 



Die  rufsische  Niederlage  im  persischen  Kurdistan.

Ans  dem  Kampfgxebliet  bei  Baranowilschi.

Oben:  Von  den  Rusien  gesprengter  Wasserturm
  am  Bahnbof  Baranomi  schi.  Un:en:  Das
ehemalige  Hauptquartier  des  Großfürften  Nilo

I  lajewitsch  nach  Räumung  durch  di:  Russen  und

Neidie  Hhung  des  Ortes  durch  die  ruftiischen  Ge

u  nnc.

 

 

 

schiss.  das  die  Dampfer  begleitete,  drehte  sich
auf  den  vermutlichen  Ort  des  U.-Booles,  ohne
es  zu  erreichen.  Es  wird  hiermit  feilgestellt,
daß  friedliche  deutsche  Handeledampfer  ohne
vorherige  Warnung  von  einem  feindlichen  U.=Boot
  unter  dem  Wasser  angegriffen  wurden.

Die  feieosloce
Der  amtliche  österreichische  Bericht.

WI.  Wien,  !•#  Juli.  Amtlich  wird  gemel-!


Rufsischer  Kriegsschauplatz.

Auf  den  Höhen  nordöstlich  Kirlibaba  in  der
Vuksowina  Geplänkel  mit  feindlicher  Reiterei.

Westlich  von  Kolemea  wurde  eine  miliags
zum  Ungriff  vorgehende  russische  Brigade  durch
unsere  Artillerie  zu  fluchtartigem  Zurüügehen
gezwungen.  Gegen  Abend  griff  der  Feind  südlich
  von  Sadzawka  mit  starken  Kräften  an.  Er
wurde  überall  zurückgeworfen,  stellenweise  nach
erbiltertem  Handgemenge.

Bei  Barysz,  westlich  von  Buczacz,  drangen
die  Russen  vorübergehend  in  unsere  Stellungen
ein.  Ein  Gegenangriff  führte  zur  Wiederge
winnung  der  ursprünglichen  Linien.

Bei  Werben  am  oberen  Stuyr  brachte  ein
Vorstoß  österr.ung.  Truppen  11  russische  Offiziere,
  807  Mam  und  5  Maschinengewehre.
eenn.  #  —  l–l’'indwy

 

 

Seit  Tagen  hat  sich  auf  diesem  Gesechtefeld
das  altbewährte  Theresienhädter  Infanterie.
Regiment  Nr.  42  hervorgetan.

Südwestlich  und  östlich  von  Luck  scheiter
ten  abermal?  zahlreiche  Vorstoße  des  Gegners
unter  schweren  Verlusten  für  demielben.

Im  Storgeliet,  abwärts  von  Sokul  bis  über
Rabalomka  binaus,  nahmen  die  Russen  ihre
Angrifse  wieder  auf.  Westlich  von  Kolki  versuchte
  der  Feind  unter  erheblichem  Kräftcaufgebot
  auf  dem  Nordufer  festen  Fuß  zu  fassen.
An  zahlreichen  anderen  Stellen  wurden  ruf  i.
sche  Angrifse  abgeschlagen.

Italienischer  Kricgsschauplat.

Im  Alschnitt  von  Doberdo  bielt  das  haupt:
sachlich  gegen  den  Südteil  der  Hochfläche  gerichtete
  feindliche  Geschützfeuer  an.  Angrifsversuche
der  Italiener  gegen  unsere  Stellungen  östlich
von  Monfalconc  und  Selz  wurden  abgewiesen.

An  der  Front  zwischen  Brenta  und  Etsch  unternahm
  der  Feind  vergebliche  Vorstöße  gegen
unsere  Stellungen  bei  Roana  und  nördlich  des
Posina  Tales.  Bei  Malborghet  und  im  Sugana-Tal
  wurde  je  ein  feindliches  Flugzeug
abgeschossen.

Süsstlicher  Kriegsschenples.

Unverändert.

Der  Stellvertreicx  de#  Chef#de##  #  stab

 

aus  Spanien.  —  Kräftige  Abwehr  heftiger  russischer  Angriffe

De  Schlacht  an  der  Somme.

"-  Die  Schlacht  au  der  Somme.
Der  Kriegsberichterrauer  der  „B.  Z.“  meldet:
  Der  dritte  Tag,  der  mit  gemwaltigen  Mil.

teln  unternommenen  englisch-frantörischen  Ofsenfive.
  hat  die  feindliche  Bewegung  bereits
erbeblich  verlangsamt  und  nellenwei  e  zum  vorläufigen
  Stilliand  gebracht.  Namentlich  die
Engländer  vermochten  ibren  Angriff  nur  in
geringem  Ausmaß  weiter  zu  entwickeln.  Nördlich
  des  Ancreflußchen  also  im  Kampfgebiete
westlich  von  Bapaume,  dessen  Gewinn  dem  Gegner
  wobl  als  er'itceso  Ri#l  erschien.  hat  überhaurt
  kein  n#euer  Jfansrer  o  stattgefun
den.  DiedeZurück  altean!  des  Femdes  hang
zweifellos  mit  den  großen  Nerlunen  zusammen,
  die  er  hier  erlitten  ha:.  Es  wird  berichtet,
daß  in  diesem  Raume  lrr  Masce=  englischer
Toten  ror  unser  Fron#:  lilge#  Ene  einzige
Dirision  meldet.  daß  ie  vor  ibren  Gräben  über
„u)  Leichen  gerablt  lau  Zudiim  der  Ancre
lam  c  dagegen  wirder  u  neuen  Angriffen.
die  nordontlich  und  o#ftlich  von  Albert  mit  be.
trächtiichen  Kräf  en  vorge  ragen  wurden.  Diese
Voriloße  brache  jedoch  clin  deutschen
verrfeuer  zufmmen.  Die  Neriune  des  Feindes
werden  auch  lier  ale  außergewohnlin  schwer  bereichuct.
  Besondere.  kraftin  wurde  odann  am
Hardecourt-aur.Boi=  ömli  Mamezz,  gekämpft.
dar,  wir  der  Orlename  besagt.  wiederum  von
lleinen  Waldpariellen  unigeh##en  in.  Die  französisch
  englischen  Antreugungen  waren  vergebeus.
  Das  Dorf  in  in  unserer  Hand  geblieben.
  Südlich  der  So#mie.  wo  sich  der  Angriff
der  Franzosen  in  Nichinun  zuf  Peronne  beweg
t#,  erolgte  ei:  Annurm  auf  unsere  neuen  Stellungen
  im  Naume  von  Varleux-Belloy,  nördlich
  der  Straße  Amiene  St1.  Juentin.  Der  Angriff
  wurde  blutig  abgewiesen.  Alle  diere  Ereignisse
  zeigen,  daß  die  Offemive  lurz  nach  ihrem
Beginne  schon  ins  Stoden  geraten  i#t;  dabei
wird  es  aber  gewiß  nicht  sein  Bewenden  haben.
  Ohne  Zweifel  flehen  unseren  Truppen
an  der  Somme  noch  schwere  Kämpfe  auf  Tage
oder  Wochen  devor.  über  deren  Erntt  sich  nie.
mand  täuschen  wird.  Aber  der  Verlauf  der  Vorgange
  zu  den  drei  eriten  Julitagen  gibt  das
Recht,  ohne  Schönfärberei  und  gewaltsamen
Optimiemus  dem  Erge'  i.  der  bedeutsamen
Kampfh#ndlungen  ni  v#trauender  Ruhe  entgegenzusehen.
  (J.)

r□L

*

Berlin,  5.  Juli.  Major  a.  D.  Moraht  berichtei
  im  „Berl.  Tabl.“  uber  die  englisch-frangosischen
  Angrifse  u.  a.:  Der  dritte  Bericht,  welcber
  uber  den  Verlauf  der  Küämpfe  im  Westen
vorliegt,  klingt  gegenüber  den  Hoffnungen  unserer
  Feinde  fur  diese  geradem  herabstimmend.
Mögen  unsere  Geg#et  auch  mancherlei  uns  ab  ·
gesehen  haben.  in  der  Beurteilung  unserer  ge
lamten  Kraft  il  ilnen  noch  lemer  Licht  aufge-