Pastoral
P. löci, Ortspfarrer; P. priwärius od. suprẽmus
(Toroinus Born 1, 102), Ober-Pfarrer, Haupt-P.,
Ggstz: secundärius, der 2te Pfarrer 2c.; Die lutherischen
Pastöres. Gutzkow Z. 5, 41; Dem Herrn
Pastöri. v. 4, 125 te.; deutsch gw. trochäisch;
doch auch jamb.: Wenn's der P. (——) erführe. Bürger
23b; Göchingk 3, 128; Immermann M. 1, 376; 3,
31; Wh##nsen Erica 31 2c.; Gen.: Die Hände des
Ps. Erbth. 272 r2c., daneben: Die Hand des P-en.
262; 264; 11 2c.; Einen wirklichen Dorf-Pen
78 ½.; Mz. — neben dem gw.: Pastören, — auch:
Pastore. Kinkei Erz. 411; Casch (Nodenberg DMag.
1861) 297 2c. — u. : Ich kenne die Pastöre. ürger
23b; Coroinus Born 1, 265; Heine 17, 220; Lindner
Schop. 115; DAus. 2, 371; v. 4, 133; Ven
Reich srasiören. Scherr Mir. 18 2c.; vgl. als Brkl.
— neben Pästorchen, s. Ss. Progr. 71b —: Pafüörchen.
B. 4, 122 1c.; Zsstgn z. B.: Dorf-;
Haupt-; Land-; Mit-, Neben-ss. Compastorl;
Ober-; Orts-; Reichs-; Unter-P. 2c. Als
Bstw. z. B.: P.-Frau; Stelle; = Wittwe;
Wohnung:c.; Einen guten P-en--Appetit. Wh#enlen
Erbth. 9. oräl: 1) a.: a) hirtlich, schäferlich,
idyllisch, in der Poesie, Musik 2c.: In den p-en Gedichten.
Solon 2, 657 2c.; Das p. gefärbte Trio.
Nei. 21, 175; 22, 77; Gutzbow Schön. Stund.
184 2c.; P.-Musik. G. 23, 190 2c.; Diese P.=Opern
sind veraltet, wie die Idylle überhaupt 2c.
Büringer 84 8 2c.; Eine theatralisch angeordnete P.=Scene.
Gutzkow Schön. Stund. 119; Becthoven's P.=Symphonie
#c. — b) auf das Amt eines Seelenhirten,
auf das Pfarramt bezüuglich, pfarramtliche:
Mit p-er Salbung sprechen 2c.; P.-Bericht;
Briefe, Hirtenbriefe, bes.: die Episteln Pauli
an Timotheus u. Titus, Anweisung zur Amtsführung
enthaltend; „Geschäfte; Klugheit,
s. u.: -Wissenschaft;-Rin 3, den Abte u. Bischöfe
beim Amtsantritt erhalten als Symbol der Vermählung
mit den ihrer Seelsorge Untergebenen,
wie den Stab als Zeichen der Macht über dieselben;
Relation, «Bericht; -Schreiben; -Brief; In
salbungsvollem P.-Ton. Wyzensen Erbth. 214;
.-Theologie; -- Weisheit, = Wissenschaft,
die Vorschriften für den Geistlichen als Seelsorger
seiner Gemeinde enthaltend c. — 2) n., -(e)s6;
e, —en: Pastorale (s. d. 1). Sulzer 3, 660b.
oräle: 1)n., —S; —, —n: eine pastorale (s. d. 13)
Dichtung od. Tonschöpfung, z. B. der Musette
ähnliches Tonstück zum Tanz; Schäferoper rc.;
Die cethische Bed. des italiänischen P. [Hirtendramasl.
Uat. . 21, 243; Die provengalischen Dichter bringen
mit Vorliebe Pu hervor, Dialoge zw. Rittern u. HDirtinnen
2c. Nosen#ranz PGsch. 748 2c. — 2) 18 24,
n., ãlis, Mz. älial: etwas Pfarramtliches: Die Pastoralia,
Pfarramtsgeschäfte 2c. -orälisch, a.: pastoral
(10): Frei v. dem p-en Druck seines Vorgesetzten.
GGtorgens Max. Cas. 1. orät, n., -(e)s; -e:
Stelle u. Amtswohnung eines Pastors: Auf der
Pfarrei, hler P. genannt. Sutzkon Z. 1, 89; Jensen
Erbth. 25 „c.; P—s-Garten. 1; 115; 276;-Gebäude.
260. öre (it.), m., -6; öri: 1) Hirt,
Pätak 199
Schaͤfer, z. B. mit Wegfall der End-e: Guarini
ahmie den Aminta in seinem Pastor fido nach 2c
Rosenkranz PGsch. 571 u. danach sprchw. als Bez.
eines schmachtenden Liebhabers 2c., s. Sandtts Kutr.
159; Ihr Hirt war kein Seladon, kein Pastorftdo.
w. 3, 90; 10, 106; Das Pastorsidos. 132 :2c. —
2) selten st. Pastor, Seelsorger: Herr P.! Coroinus
Born 1, 233 2c. Jorei, f.; —en: Pastorat, Pfarrei:
Die Urkunden u. Kirchenbücher der P. Gutzho# 3.
5, 18; 2, 67. Torella (provenz. 2c.), f.; —:
(vgl. Pastorale 1): P., pastorsta waren Dialoge
mit Graserinnen, Schäferinnen 2c. Rosenkranz 469,
ähnl.: Pastoreéell-To (it.), m., —#8; -, vgl.
Pastourelle. örenhafst, a.: in der Weise eines
Pastors. frenzel Auf heim. Erde 176. orkta, (.;
—6: (s. Pastorella) P—§, Schäferlieder. DMus. 15, 2,
244. -örin (— . fichtenberg 4, 397 rc.), f.; —nen:
Pastorfrau. orile, f.; —: Hirten-Flöte,-Horn,
.Schalmei. oritium, n., -s; ken [8 24, 2, n.1:
Hirtengesang. orlich, a.: pastorenhaft, Pastoren
eignend 2c.: Im p-en Wohnzimmer. Srachvogel Falst.
1, 36; 38 Kichoelis 90 (s. Elenchus) 2c.; Glück eines
dorf-pen Daseins. Sche#r Stud. 2, 104.— Pastös
(it.), à.: teigig, z. B. v. nicht garem (klitschigem)
Brot 2c.; danach in d. Malerei: mit vollen,
markigen Farben aufgetragen, kräftig im Kolorit
(s. Impasto, vgl. morbid 2 2c.). Aag. d. Ausld. 35,
341b; U## 3. 22, 248 2c.; danach verallgemeint,
bes. v. einer vollen, markigen, kräftigen Gesangstimme.
11; Ihr p-er Alt. 21, 99; 103 1c.; seltner:
Trotz ihrer kleinen, p-en Figur. -erl. Montagsz.
, 3 2½cc. ös, a.: pastos. osität, f.; 0: das
Pastos-Sein. — Pastourelle (frz. pasturäl), f.;
—6: (s. Pastorale 1) Art Kontretanz nach Art der
Villanellen (s. d.). Westermann 3, 549a; IKohl Par.
1, 203 2c. — Häflr-# (engl.), n., —##; zies:
Pastete (s. d.): P.-cook stut], Pasteten-Bäcker
(Koch). 2, 28. — Hafstuch (russ.), m., —; —6:
P. heißt ein Hirt im Allgemeinen, insbesondre aber der
Hirt einer gemischten Herde. Kohl Südr. 2, 111. —
Pasture (engl. pästtschur), n., —§; —#: Weire,
Weideplatz, bes. in Nordamerika ein eingesenzter
Raum in der Nähe des Hofs für Vieh u. Pferde.
Pãt: 1) (altägypt.) n., —s; —#: Die dem König
zunächst stehenden männl. Anrerwandten trugen
.. als besondres Zeichen ihrer Würde, das königliche,
s. 9. Weihezepter, P. Weiss Kost. 1, 49. — 2) (erz.
pät): s. patt.
Patache (frz. —äsch'; span., port. -ätsche), f.;
—8, —n: s. Patasche. — Vatagarang, n., —#; —:
Känguru (s. d.). Olen 7, 902. — Tatagi-um
(gr., lat.), n., —#z; -zen [8 21, 2, n.]: eine dem
Clavus (s. d.) entsprechende Bordure an der Tunika
der Matronen 2c. Böniger Sab. 377; Weiss Kost. 1,
973. — Datagon (irz. —geng), m., —#; —:
Name v. Münzen (Thaler) in Lüttich, Genf 2c., s.
Encyhl. f. Kaufl. 635b, vgl. Patacon. — DLatagön-e,
m., —n; —; -ier, m., —s; uv.: Bewohner Patagonkens,
der Südspitze des amerikan. Kontinents,
— nach ältern Berichten v. riesenhaftem Wuchs.
— Pätak (russ.), m., —#; —#, —i: „Fünfer“, ein