Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

 

—aV7

 

—  —  —

sicht  ae  oesangener.  —
Engländer  im  .  rrdet
rum  die  Selbsssuc  Die  Englönder

übernehmen  lieher  die  has#sce,  VPorbereilung
  des  Kampfes,  als  den  Kampf  selbst.  Sämtliche
  Gefaugene  dußern  offen  ihren  Groll  auf
die  Engländer.  Man  nennt  sie  Amateure  und
Papiersoldaten,  die  nicht  vorwärtskommen,  während
  die  Franzpien  für  sie  arbeiten  müßten.  Auch
hinter  der  Fen  machten  sich  die  Engländer  sehr
mißliebig.  Sie  sitzen  in  den  Kaffeehäniern  und
achen  den  Französinnen  den  Hos,  während
Frankreichs  letzte  Reserven  in  der  vordersten
Lime  verbluten.  Sie  kausen  mit  ihrem  vielen
  Gelde  die  Lebenomittel  auf  und  treiben  die
Meise  in  die  Höhe.  Infolge  der  starken  Gegensatze
  fömmt  es  häusig  zu  Schlägereien  zwischen
englischen  und  französischen  Soldaten.  Die  Hoffnung
  auf  die  wirtschaftliche  Aushungerung
Deutichlands  ist  unter  den  gebildeten  Frangosen.
längst  geschwunden.

Erweiterung  der  englischen
Wehrpflicht.

Verlin,  18.  Okt.  Wie  die  „Voss.  Ztg.“  aus
London  erfährt,  plant  die  engl.  Regierung
eine  Ausdehnung  des  jetzigen  Dienstopflichtgesetzers
  dahin,  daß  sich  auch  alle  Untaualichen
zu  melden  baben.  Diese  für  den  Hetresdienlt
untauglichen  Mämner  sollen  nach  Bedarf  und
Beryf  zur  Arbeit  in  Munitionsfabriken.  Werflen
  oder  auderen  staatlichen  Betrieben  einberusen
  werden.

Das  Wiener  Auswärtige  Amt.

Berlin,  18.  Okt.  Zur  Frage  eines  Wechsjels
  im  Wiener  Auswärtigen  Amte  lassen  sich
verschiedene  Blätter  aus  Wien  melden,  da#z  im
Kalle  eines  Wechsels  vor  allem  ein  Ungar  berusen
  werden  dürfte.  Die  meisten  Aussichten
dürften  Graf  Forgach,  früherer  Gesandter  in
Dresden  und  Belgrad,  serner  non  Merey,  der
frühere  Botschafter  in  Rom,  und  Graf  Nikolaus
  Szeecsen  haben,  der  Sohn  des  alten  Führese
  der  umggrischen  Fonseroativeg.

Die  Willkür  zur  See.

Basel,  16.  Okt.  Die  Regierungen  der  Entente
  haben  das  amerikanische  Memorandum
in  der  Frage  der  Beschlagnahme  der  Seepost
durch  eine  Note  beantwortet,  zu  der  die  „Agence
Hovas“  berichtet:  Dieses  Dokument  weist
Punkt  für  Punkt  alle  von  der  amerilanischen
Regierung  erhobenen  Einwände  zurück  und
schliekt  kolgendermaßen:  Die  alliierten  Regiegierungen
  #nd  der  Ansicht,  daß  es  zu  den
Rechten  der  Kriegführenden  gehört,  auf  hoher
Ser  die  Kontrolle  auszuüben,  die  das  internalionale
  Richt  ihnen  zuerkennt,  um  jeden  Transport

  zu  verhindern,  der  dazu  bestimmt  is,  den
Feind  in  der  Kriegführung  zu  unterstützen
und  seinen  Widerstand  zu  vermehren.  Die  vereinigten
  Staaten  haben  als  eine  neutrale  Macht.
nicht  das  Recht,  Korrespondenzen  oder  Milteilungen
  unter  irgend  einer  Form,  die  einen
ossenkundigen  oder  verheimlichten  feindkichen
Fharaltei  haben  und  dem  Verkehr  mit  dem
Feinde  dienen,  zu  schützen.  Diese  Senoungen
konnen  amerikanische  Privatleute  nur  auf  eigenes
  Risiko  schichen.

Ein  Wort  an  Normegen.

Kopenhagen,  18.  Okt.  Die  dänische  konservalive
  Prooinzpresse  reröffentlicht  einen  gleichlautenden
  Artikel  über  die  Haltung  Norwegens
Leginöder  Deutschland,  in  welchem  es  u.  a.
heißt:  Die  Norweger  gebrauchen  heftige  Worte.
Man  ist  sogar  so  weit  gegangen,  zu  fordern,
die  norwegische  Regierung  solle  Deutschland  mitteilen,
  wenn  die  Torpedierung  nicht  aufhöre,

Sehnwuhe

Sn  *  Rtesibeirieb,  mit  Sleigen
l.  a  s  Herz.  Heinrichstr.  sahren
–*  ———

Erienholz

Ein  tüchtiger

e

 

Jäger
sucht  b  1.  November  Sielle.
wo  alt,  ##
sta  eee
Pabs.  an  n  Exeditson.

Resieslrarfe.  ucen  —  bel.  #  Walken-  N—#  #

Donnerstag,  19.  Gstoher  1916

 

 

9

 

 

würde  alle  Ausfuhr  nach  Deutschland  gesperrt
werden.  In  Norwegen  sowohl,  als  auch  in  den
enderen  kleinen  Ländern  sollte  man  indessen
beachten,  was  die  Folgen  davon  sein  würden.
Es  ist  nämlich  Talsache,  daß  ebenso  wie  Norwegen
  auch  andere  kleine  Stlaaten  in  unendiich
hohem  Maße  von  den  JZufuhren  aus  Deutschland
  abhängig  sind.  Wenn  Norwegen  den
Schlüssel  umdreht,  tur  Deutschland  dasselbe  und
setzt  obendrein  den  Unterseekrieg  vielleicht  noch
tücssichtsloser  sert  als  bisher,  und  in  dem  Augenblick,
  wo  Deutschland  den  Schlüssel  umdreht,
müßte  eine  große  Anzahl  norwegischer  industrieller
  Unternehmungen  sofort  den  Betrieb
einstellen.  Was  mürde  man  damit  erreichen?
Deutschland  hat  ja  bewiesen,  daß  man  in  einem
groben  Reiche  Ersatzmiltel  schaffen  kann  für  alles,
  was  man  ihm  nach  und  nach  entzieht.
Für  Norwegen  ist  aber  nichts  anderes  zu  tun,
als  so  wenig  grobsprecherisch  wie  möglich  aufeuietin.
  Das  Blatt  „Socialdemokraten“  sagt
im  Anschluß  hierzu:  Diesen  nüchternen  Worten
  können  wir  ganz  zunimmen.  „Tidens  Tagn“
versichert,  daß  die  kriegfuhrenden  Mächte  immer
  mehr  Einfluß  in  Sifandinavien  gewinnen
und  die  Entente  den  Ring  um  Deutschland  auch
gegen  Norden  schließen  will.  Unter  diesen  Umständen
  ist  eine  vorsichtige,  kluge  und  stabile
Politik  in  Dänemark  jetzt  von  größerer  Bedeutung,
  denn  je.

VBom  rumänischen  Kabinett.

Zürich,  18.  Okl.  Ministerpräsident  Bratianu
  hat  den  beiden  Oppositionsführern  Take

HPansbälterin.

Im  Hanshalt  durchaus  erfahrene  gute
Köchin,  sucht  Stellung.  Gesl.  Offert.
erbeten  unter  G.  7630  an  die  Exv.

Ist  er.
elkatet,  millt  rtel

Ordentliches  J6s1

 

ayf  dem  Stamm  zu  verkausen.

—

tn7—4—.“4—  Allurnz

*O  nen  —-—

in  ihrem  Beruse

Knabe  3“
rrs#

 

t  #6

Stelle  bis  1.  isdder  15  Nov.,  am
liebsten  del  kinder

—t  ,

 

 

S*  auch  %  —

Jonesku  und  Marghiloman  angebolen.  in  das
Kabineit  einzutreten.  Der  seit  Kriegsausbruch
sein  von  Bukareit  lebende  O  ppositionechef
Marghiloman  wurde  telegraph#sch  zum  König
bherufen.

—

 

nechtrag.

Aersteigerung  von  Vieh.  Der  Landwiriichaftliche
  Kreiscusschuß  von  Oberdayern
versieigert  öffennüch  an  den  Meistbietenoen  am
Momag,  den  23.  Oktober  1916,  vormittags
9  Uhbr,  in  München-  KLaim,  Fürftenriederur.  61,
zirka  80  Stück  meist.  nächtige  Nutz=  und  Zuct.
niuhe  und  Kalbinnen  des  Braun=  und  Fleckviehschlages
  gegen  Barbezahlung  an  oberbaner.
Viehhaller.  Biehhändler  klönnen  an  der  Versteigerung
  nicht  teilnehmen.  Die  Tiere  lonnen
  vom  Sonntag,  den  22.  Oktober  ab  besichtigt
  werden.

 

Uaute  Ehronk

Rede,  damit  ich  dich  sehe.  An  eine
schlagfertige  Entgegnung  auf  britische  Anmaßung,
  deren  Richtigleit  sich  gegenwärtig
aufs  ucue  bestätigt,  erinnert  das  neueste  Heft
der  belannten  Familienzeitschrift  „Das  Buch
für  Alle“:  Thomas  Mounton,  ein  englischer,
als  höchst  verschlagen  bekannter  Diplomat.
hörte  den  Rat  Kaiser  Ferdinands  I.,  Johann
Lana,  vor  der  Toafel  heftig  Deursch  reden.
Mounton  verstand  diese  Sprache  nicht  und
sagte  englisch  zu  Lang:  „Ihr  Deutschen  reder
nickt,  ihr  brüllt  und  donnert.  Ich  glaube.
Gott  hat  zu  Adam  und  Eva,  als  er  ihr  Urteil
im  Paradies  verkündete,  in  dieser  groben
Sprache  geredet“.  „Das  weiß  ck  nicht“,  erwi-Junge,

  fleißige  *  e:

Kellnerin

die  gut  nähen  und  Hondesbellen
kann,  sucht  dauernde  Stellung  in  guten

 

—

wird  zu  leichter  Arbeit  ges.

derte  der  kaiserliche  Nat,  „aber  wenn  ich  euch
anfehe  und  bedenke,  wozu  ihr  andere  schon
überredit  habt,  dünlt  es  Mic  daß  die  Schlange
  im  Paradies  und  der  Teufel  Englisch  geprochen
  haben.“

Aus  dem  ——

Betren  Mehlentseuchlun

em  K.  Staatemknisterium  des  Innern  ist
belahm  geworden,  daß  den  Bäöckern  z.  Zt.  von
Reisenden  Mehlemtfeuchtungsapparate  unter  der
Zusicherung  angeboten  weroen,  daß  aus  entfeuchtetem
  Mehl  größere  Brotmengen
hergestellt  werden  können  als  aus  unentfeuchteiem
  Mehl.  Die  Versuchsanstalt  für  Getreidrrrarbeitung
  in  Berlin  hat  lich  hiezu  auf  An.
suchen  zines  Stadtmagistrates  gutachtiich  wie
folgt  geäußzert:

„Es  lonnte  festgestellt  werden,  daß  die  entwässerten
  Mehle  eine  erhöhte  Gebäckausbeute
nicht  zeigten.  Da  das  Entwässern  der  Mehle
auch  sonst  backtechnisch  keine  wesentlichen  Vorteile
  bietet,  kömnnen  wir  das  Verfahren  nicht
empfehlen.  Bei  diesem  Verfahren  wird  eine
scheinbare  erh  ohte  Gebäckausbeute  dadurch  vorgetäuscht,
  daß  ein  Mehl  von  normalem  Wassergehelt
  lurz  vor  der  Teigbereitung  teilweise  ent.
wässert  wird,  um  wenige  Minuten  später  bei
der  Teigbereiung  wieder  mit  derselbn  Menge
Wasser  versebt  zu  werden.  Von  dem  vorgetrodneten
  und  in  diesem  Zuttande  gewogenen
Mehl  benötigt  man  naturgemäß  nerniger  ehl
zu  der  gleichen  Einheit  Teig,  wie  mit  dem
handelsüblichen  Mehl  mit  normalem  Wassergehalt.
  Die  erhohte  Ausbeute  ist  demnach  vollkommen
  illusorisch.“

 

—  —

Welterbericht  fur  Dowurstag,  den  19.  Oklober.
Wolkig  bis  trud,  zeitweise  Niederschläge.

Arbeiterinen

7642

N.  S

 

Gasthof  hier  ober  auswärts.
Offert.  unt.  „K.  7687“  an  die  Eyp.

 

 

 

linden  danerde  Beschsftigung.
——  #1

 

 

 

e  ⁊  *

unen

aur  Haudarbei  bilnan
Mah.  Eared.

Gunhäinger  —

e##trarlhem  Stu#f  Wi  un  kräfturer  Loa###  1
XI  Mesermaye,  Resenbeim.