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Aufenthalt in Laubwäldern), durch Genuß von Nahrungsmitteln, die entweder zu wenig
oder zu viel Kohlenstoff enthalten (zu den erstern gehören die sogenannten magern Speisen,
zu den letztern alle Fette, besonders auch Branntwein, der viel Kohlenstoff enthält, schnell
ins Blut tritt, es sehr bald erwärmt, augenblickliche Kraft giebt, aber sicher in kurzer Zeit
die innern Organe aufreibt), wird dieser Verbrennungsprozeß gehindert oder gestört und
der Körper krank. — Der Sauerstoff verbindet sich auch häufig mit Körpern, wobei keine
Feuererscheinung vor sich geht. Das Rosten des Eisens, Grünspan am Kupfer, Gärung,
Fäulnis, Vermodern, Verfaulen entstehen dadurch. — Durch Druck und
Temperaturerniedrigung läßt sich Sauerstoff in eine Flüssigkeit verwandeln.
29. Stickstoff hat keinen Geruch und Geschmack, ist farblos, kann weder das Brennen,
noch tierisches Leben unterhalten. Er kommt auch in Pflanzen-, Tierkörpern und Mineralien,
z. B. Salpeter vor. Nur die Mischung von Sauer= und Stickstoff fristet gedeihlich
unser Leben.
30. Wasserstoff ist ein Bestandteil des Wassers (2 Teile Wasser--, 1 Teil Sauerstoff)
und vieler andrer Körper. Verbindet sich 1 Teil Sauerstoff mit 2 Teilen Wasserstoff
mechanisch, so entsteht das Knallgas. Entzündet sich dies, so entsteht unter einem
heftigen Knalle Wasser. Wasserstoffgas ist brenubar. Verbindet man es mit Kohlenstoff,
so entsteht das hellleuchtende Kohlenwasserstoff= oder Leuchtgas. Dies wird in
den Gasbereitungsanstalten durch Erhitzung von Steinkohlen in verschlossenen eisernen
Gefäßen (Retorten) gewonnen. — Kohlenwasserstoffgas bildet sich in Bergwerken,
Sümpfen, auch in der Luft. In Bergwerken entzündet es sich leicht an den Lampen der
Bergleute (schlagende Wetter), in Sümpfen entzündet es sich von selbst und bildet Irrlichter.
Weil das Wasserstoffgas 14½/ mal so leicht als die atmosphärische Luft ist, deshalb
benutzt man es zur Füllung der Luftballons. (Montgolfier spr. Mongolfieh.)
31. Kohlenstoff kommt auch als fester Körper am reinsten in den Diamanten, weniger
rein im Graphit, noch weniger rein in den organischen Kohlen, den Holz-, Braunund
Steinkohlen vor. Verbinden sich 1 Teil Kohlenstoff mit 2 Teilen Sauerstoff, so
entsteht die Kohlensäure, die 1½ mal schwerer als atmosphärische Luft ist (Gärung
in Bierkellern). Der Mensch atmet viel Kohlensäure aus (lüften). Verbinden sich Kohlenund
Sauerstoff zu gleichen Teilen, so entsteht das leichtere, gistige Kohlenoxydgas. Es
bildet sich, wenn Kohlen bei ungenügendem Luftzutritt verbrennen. Man muß daher Ofen
nicht zu früh schließen. In allen Kalkarten ist Kohlensäure enthalten. Sie kann daraus
durch stärkere Säuren vertrieben werden. Begießt man Mergel mit einer Säure, so entweicht
die Kohlensäure unter heftigem Aufbrausen. In der Erde enthaltene Kohlensäure
vermischt sich leicht mit Quellwasser. Es entstehen dann die sogenannten Säuerlinge oder
Gesundbrunnen. Mit Kohlensäure vermischtes Wasser ist dem Körper gesund. Die perlenden
Bläschen, welche aus dem Selterwasser, Bier, Champagner 2c. aufsteigen, sind Kohlensäure.
Vom Wasser. 32. Das Wasser nimmt stets die Form des Gefäßes an, in
welchem es sich befindet. Kleinere Teile ziehen sich zu Tropfen zusammen. Es ist
durchsichtig und ziemlich schwer. Wirft man einen platten Stein schräg gegen
seine Oberfläche, so hüpft er mehrmals darauf auf und ab, ehe er sinkt. Das Wasser
wirft ihn zurück, ist also elastisch. Kälte verwandelt das Wasser in Eis, Wärme
in Dampf. — Das Wasser ist ein tropfbar flüssiger, durchsichtiger,
(schwerer, elastischer Körper, den Kälte in Eis, Wärme in Dampf verwandelt.
33. Kommuniciecrende Gefäße. Die Oberfläche eines stillstehenden Wassers ist
überall gleichweit vom Mittelpunkte der Erde entfernt, sie bildet eine gerade (7)
wagerechte oder horizontale Linie. Gießt man Wasser in das Hauptgefäß einer
Gießkanne, so gelangt dies auch in das Ausflußrohr und steht in ihm eben so hoch
als in jenem. Röhren, die so mit einander verbunden sind, daß eine Flüssigkeit aus
der einen in die andere gelangen kann, heißen kommunicierende, d. h. in Verbindung
stehende Gefäße. Theekanne. In kommunicierenden Gefäßen liegen die
Oberflächen einer Flüssigkeit stets in wagerechter Richtung. Wasseroder
Nivellierwage. Springbrunnen.
34. Wasserdruck. Treibt man den Pfropfen einer fast ganz gefüllten Flasche mit
einem Schlage tief ein, so zerspringt sie. Der eingeschlagene Pfropfen drückt auf die Luft
in der Flasche. Dieser Druck pflanzt sich auch auf die Flüssigkeit sort, und die Flasche
zerbricht. Jede auf die Oberfläche einer Flüssigkeit drückende Kraft pflanzt
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