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vor den nichtsnutzigen Juden herwandelte. Bayern hätte als
wenn es, statt sich für einen feindseligen Nachbar zu verbluten,
wohlgerüstet in lauernder Neutralität verharrte, bis es endlich
im rechten Angenblick nach jener Seite hin den Ausschlag gab,
wo am meisten Vortheil zu erlangen.
Maximilians Sohn und Nachfolger, Ferdinand Maria,
war klug genug, sich weder von Oesterreich mißbrauchen zu
lassen — trotz seiner habsburgischen Mutter — noch sich mit
ihm zu entzweien. „Schon als Knabe — sagte er — griff ich
mit Händen, wie alle Hauskriege zu Reichskriegen gemacht, wie
die Völker der Fürsten und der Liga zu fremden Zwecken mißbraucht
worden. Im Kriege stets vorangestellt, bleibt das Reich
im Frieden immer nur das geopferte Stiefkind.“ Die Kaiserkrone
schlug er zu Gunsten des Hauses Habsburg aus. Es
malt ihren Werth, wenn der Minister Ferdinand Marias in
der Kurfürsten-Versammlung in Frankfurt erklären konnte: „er
wolle, falls sein Herr die Kaiserkrone wirklich annehme, ihm
so lange am Haupte schütteln, bis sie wieder herabfalle.“ Unter
Ferdinand Maria schwebte der Friede über den bayrischen Fluren
und seine Segnungen heilten manche Wunde des Landes.
JFerdinands Sohn, Max II. Emanuel, schlug dem Lande neue
durch grenzenlose Prunk= und Verschwendungssucht.
Wieder einmal war das Haus Oesterreich, — von Franzosen,
Ungarn und Türken zugleich bedroht — auf dem Punkte
seine complizirte Herrschaft zerbröckelt zu sehen. Was für ein
Interesse hatte Bayern, dies zu verhindern? Aber nachdem der
Kaiser Leopold I. den jugendlichen Kurfürsten Max Emanuel
zu Altenötting persönlich um seine Freundschaft gebeten und ihm
dabei einen Degen mit Diamantgriff verehrt und seine Tochter
Maria Antonie zur Gemahlin versprochen hatte, da war der
geschmeichelte Fürst ganz enthusiasmirt. Dieser Degen ist Bayerns
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