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nicht wohl einen geringeren Namen geben zu können, als den
eines Geheimenraths.
Bald zeigte es sich denn auch, wie gut es war, daß der
arme Philosoph einen kleinen Port hatte. Er und sein Fürfi
blieben kaum fünf Monate beisammen, so mußte jener in's
Geheimeraths-Collegium, wie in's Eril, wandern, und der
Herzog verlor nur den sestungsverständigen Mann gar zu ungern,
sonst würde er wohl eben dasselbe Schicksal wie Negendanck,
Hardenberg, Forsiner und Neuffer gehabt haben.
Eben dieselbe Nacht aber, die den Herzog schuell dahin
raffte, riß also auch Bilfinger mit einem Male qus der Unthätigkeit,
die bei der gänzlichen Herabwürdigung des Geheimenraths-Collegiums
bisher das natürliche Loos des ohnedieß
beungnadeten Mannes seyn mußte. Der Administrationssircit
zwischen dem nächsten Agnaten, Herzog Karl Rudolph von
Neuenstiadt, und der Herzogin Wittwe mochte ausgehen, wie
er wollte, an den mitvormundschaftlichen Rechten des Geheimen=Raths-Collegiums
ließ sich nicht zweiseln. Denn was im
zweiten Testamente Herzog Karl Alerxanders von der Mit-Vormundschaft
des Geheimen Kabinets-Collegium stand, war,
wie mancher andere Inhalt desselben, gar zu unstakthaft.
Selbst jener Streit aber mußte Bilfingern, wenn er bloß
politisch rechnen wollte, fast erwünscht seyn. Jede der streitenden
Partien war genöthigt, die Freundschaft des Geheimen=Raths-Collegiums
zu suchen, und so klar es auch war, daß
die Geheimenräthe durch ihr eigenes Interesse bewogen werden
mußten, mehr an den sechzigjährigen ruhigen und beliebten
Herzog Karl Rudolph sich zu halten, als an die stürmische und
ehrgeizige Herzogin Wittwe, die kaum ür. dreißig Jabre alt
war, und schon als Katholikin einen allgedneinen Haß trug,
so ist's vielleicht doch noch ungewiß, ob sie alles das erhalten