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Fürstlicher — durch den die allgemeine Dienstaufsicht an einem Gerichte
führenden Bea
Die Puner sind keine Beamten.
Gleichwohl sind dieselben dahin zu beeidigen, daß sie den Anweisungen der die un-
miltelbare Aufsicht über sie führenden Gerichtsschreiber und der diesen vorgesetzten richter-
lichen Beamten gebührende Folge leisten, alle ihnen aufgetragenen Arbeilen pünktlich und
gewissenhaft ausführen, auch über den Inhalt der zu ihrer Einsicht kommenden Akten und
sonftigen Schriftstücke sowie der gerichtlichen Verhandlungen, denen sie anwohnen sollten,
egen Jedermann Stillschweigen beobachten wollen, so lange sie nicht zur gerichtlichen
Zeugenschaft darüber vom Richter verlangt werden.
Die Bestimmung über die Vergütung der Schreiberarbeiten dleibt Fürstlicher Landes-
regierung vorbehalten. Jedoch sind die Gerichtsschreiber an den Amtsgerichten Greiz und
Zeulenroda verpflichtet, auf Verlangen der Fürstlichen Landesregierung gegen eine von
derselben schtnichen Entschädigung:
bei Beschaffung des Schreibwerks erforderlichen Hülfskräfte zu stellen und
*§ mit Bestreitung des Schreibwerks verbundenen sachlichen Kosten zu übernehmen,
ie erforderlichen Hülsfskräfte für die Bureaugeschäfte zu siellen.
den Gerichtsschreibern angenommenen Personen gelten als deren Privalge-
hülsen ot 14 zur selbstständigen Thätigkeit im Gerichtsschreiberdienste nicht befugt.
8.
Zur einftweiligen Wahrnehmung der Gerichtsschreibergeschäfte können auch Referendare
(5. 2 Absatz 2) und alle diejenigen Personen verwendet werden, saete nach Erfüllung
der in den S§F. 1 und 4 ausgedrückten Erfordernisse oder nach Maßgabe der Bestimm-
ungen in den 5§. 9 und 10 zu der Stellung eines Gerichtsschreibers vegeehungsur.
Erichtechreibergehlsen befähiget sind
einzelne dringende Fälle kann die Vertretung eines behinderten erscofchreiber
durch eine jede vom Richter für geeignet befundene und berufene Person erfolgen.
Jedoch dürfen die Gerichtsschreibergeschäfte in jedem Falle nur von Personen wahr-
genommen werden, welche mittelst Diensteideb zu den Acten verpflichtet oder dahin be-
eidiget sind, daß sie die Pflichten eines Gerichtoschreibers nach bestem Wissen getreulich
ersüllen wollen.
Weitere auf die einstweilige Wahrnehmung der Gerichtsschreibergeschäfte begügliche
Bestimmungen bleiben vorbehalten.
8. 9
Beamte, welche bei den nach dem Gisebe vom 21. November 1878 zur ustehmg
kommenden Gerichten oder bei den nach §. 26 des Ausführungsgesetzes vom 16. April
1879 zum Gerichtsverfassungsgesetze mit dem Inkrafttreten desselben aufgehobenen staats.
anwallschaftlichen Behörden eine dem Gerichtsschreiberamte oder dem Amte eines Bureau-
beamten bei der Staatsanwaltschaft entsprechende Stelle (als Ackuare, Registratoren, Ex-
pedienten, Sportelkassirer) bekleidet haben, können ohne Erfüllung der in 8. I bezeichne-
ten Erfordernisse zu Gerichtsschreibern ernannt werden.
Diejenigen Veamten, welche als angestellte Copisten vor dem Inrrafttreten des