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An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! Was haben sie aus
Spanien, aus Portugal und deren Kolonien gemacht? Hätten die ausgesogenen
Völker nicht auch dort wiederholt mit ihnen aufgeräumt
(ohne sie indes ausrotten zu können!), würde es noch schlimmer mit
ihnen stehen. Wohl pflegen ihre Verteidiger einzuwenden: der jesuitische
Musterstaat in Paraguay! Schon recht. Die diesen jesuitischen Indianer-=Staat
gelobt haben, haben nachweislich von demselben nur die Berichte
der — Jesuiten selber gekannt. über nichts wachten diese eifriger,
als darob, daß kein Europäer ihren Musterstaat mit eigenen Augen
sehe. Selbst den visitierenden Bischöfen wußten sie den Einblick vorzuenthalten.
Mit gutem Grunde. Wohl hatten sie die sonst wild
einherschweifenden Indianer seßhaft gemacht und ihnen allerhand Handwerke
beigebracht, allein nur indem sie dieselben zu der denkbar willenlosesten
Sklavenherde erzogen. Sie durften nicht nur keine geistige
Schulung empfangen, sondern auch nicht das geringste besitzen. Ihre
Herren und Gebieter verfügten über sie wie über eine Viehherde.
Eine handvoll portugiesischer Soldaten hat denn auch schließlich genügt,
den ganzen „Wunderbau“ wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen
zu machen. Eben an diesem ihrem „Musterstaate“ erkennt man am
greifbarsten, wie die Jünger Loyolas, wenn sie ihr Ideal erfüllen
wollen, den Menschen als Tier behandeln müssen. Genau wie es
ihr großer Lainez, der Nachfolger des Ignatius im Generalat,
auf dem Tridentiner Konzil bereits in aller Form zu den Akten gegeben
hat. Indem Jesus zu Petrus sagte: „Weide meine Herde“,
habe er damit ausgesprochen, daß diese aus Tieren bestehe; Tiere
aber hätten im Regiment nicht mitzureden! «
Soll Deutschland wirklich ein zweites „Paraguay“ werden? Oder
auch nur ein zweites Polen? Sollen an Stelle Luthers — Loyola,
an Stelle Bismarcks — Windhorst unsere Nationalhelden werden?
Wie sang doch Gottfried Keller, der Schweizer, anno 1843,
zur Zeit als der Sonderbund — oder Jesuitenkrieg sich in seinem
Heimatlande anspann, während er als „deutscher Musensohn“ in Alt-Heidelberg
am Neckar weilte?
O gutes Land, du schöne Braut,
Du wirst dem Teufel angetraut!
Ja, weine nur, du armes Kind!
Vom Gotthard weht ein schlimmer Wind:
Sie kommen — die Fesuiten!
Sie kommen nicht nur, sie sind längst da; sind bis in das Herz
unseres Reiches eingedrungen. Dem entsprechend gilt es nicht nur
zu raten, sondern auch zu — taten. Oder giebt es keine freien deutschen