Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Aummer  234

W  roße  unersetzliche  Lucken  murden  und
ch  inkine  noch  in  die  Mense  beit  gerifsen.
Dürfen  wir  uns  bei  all  diesen  entsetziichen  Verluften
  unserer  Trauer  uneinges  räinit  binge
ben?  Auf  den  Winter  solgt  wieder  rill-  Früh.
linz  mit  seinen  hellen  sonnigen  Tagen.  Der
Saat  jolgt  die  Ernte,  dem  Tode  die  *n-  riie
hung.  Die  sch'echten  Zeiten  werden  sich  ändern,
vem  Kriege  wird  der  Friede  folgen,  und,  wie
Wit  hofsfen,  ein  siegreicher  Friede.  Eine  te####e
Saal  ist  gesät  worden,  kommende  Gelchlech-#ler
  werden  ernten.  Die  da  draußen  im  Feindeslande
  gestorben  sind,  sie  brachten  hr  Blut,
ihr  Leben  dem  Vaterland,  ihren  Amehort  gen,
uns,  der  Nachwelt  zum  Opser.  Sie  sind  ur  cht
umsonit  gestorben.  Unslerblich  ist  ihr  Rame  und
die  spätesten  Zeiten  werden  ihr  Andenlen  segnen.
Bebenlen  müssen  wir  bei  all  unserer  Trauer,
dab  die  schweren  Opser  gebracht  werden  für
Kinder  und  Kindeslinder  und  deren  künftige:
  Wohlergehen.  Das  sei  uns  ein  Trofst  am
Totenfesie!
4
Rosenheim,  331.

Aus  dem  Felde  der  Ehre.  %  %
Theodor  Schmidt,  Sohn  des  Prirallers  und
Cemeindeb  v.  Umächtigten  Joseph  Si  mid:  in
Rosenheim,  Leutnant  d.  R.  ün  2.  Ins.-Reg..  In
haber  des  Eisernen  Kreuzes  und  des  Militärverdienstkreuzes
  3.  Kl.  mit  Schmertern;  Wolfg.
Mühlberger,  Stöcklsohn  aus  Sunlenrott  bei
Vogtareuth,  Sch  iue  in  der  Maschinengewehr-Kompagnie
  des  1.  Res.  Is-  eg.;  Lor.  Shatzeder,
  Kemptersohn  von  Bachmehring,  Scu#
in  der  Maschinengewe  hrkompagni-:  des  2.  Ins.
Reg.;  Franz  Taver  Wimmer,  Karlbauerssohn
von  Gastag  bei  Surrberg,  Soldat  im  Jnf.-Le.b-Regiment.


Hauptmann  Heinrich  Scanzoni  v.

Lichtenfels  r.  Am  Montag  brachte  der  Telegraph
  die  schmerzliche  Kunde,  daß  Herr  Hauptmann
  Heinrich  Stanzoni  r.  Lichtensels  den  Heldentod
  fürs  Vaterland  erlitien  hat.  Mit  ihm
ist  ein  kühner  und  erfolgreicher  Fliegerofsizier
dahingegangen.  Hauptmann  Heinrich  v.  Stauzoni
  war  ein  Sohn  des  vor  zwei  Jahren  in  Rosenheim
  verstorbenen  Herrn  Albert  Scanzoniron
  Lichtenfels.  Er  genoß  seine  Mittelschulausbildung
  am  Gymnasium  Rosenheim  und  trat
dann  als  Fahnenjunker  im  1.  Grohherzogl.  bes.
sischen  Leibgarde-Inf.-Reg.  „Großherzog#  Ernst
Tudwig  von  Hessen“  Nr.  115  in  Darmstadt  ein,
ur  er  am  18.  August  1906  zum  Leutnant  bejördert
  wurde.  Nach  einigen  Jahren  widmnete  er
sich  dem  damals  noch  neuen  und  gesahrvollen
Fliegerberuf  und  wurde  bei  den  Euler-Fiugzeunnerken
  in  Frank  uit  am  Main  als  Fliegecoffiziee
ausgebildet.  Berühmt  wurde  er  durch  seinen  für
die  damaligen  Verhältnisse  glänzenden  Flug
Berlin—Stettin  (180  Kilometer)  im  Jahre
1911,  welche  Strecke  er  in  eineinhalb  Stunden
  zurücklegte.  Als  einer  der  ältesten  und  ersolgreichsten
  deutschen  Fliegeroffiziere  zog  er
im  August  1914  ins  Feld  und  flog  über  3  Monate
  über  dem  Feinde,  bis  er  seine  Rückberu.
fung  ins  Heimatland  erhielt,  um  Inspekteur
der  Flugzeugabnahme  zu  werden.  In  diesem
Amte:  war  er  bis  zu  sinem  jähen  Tode  uneimüdlich
  und  aufopfernd  tätig.  Beim  Einfliegen
eines  neuen  Flugzeuges  wurde  er  am  28.  Okt.
das  Opfer  seines  gefahrvollen  Berufes.  Die
Brust  des  tapferen  Offlzlers  schmückten  das  Eiserne
  Kreuz,  die  hessische  Tapferkeitsmedaille,  der
preußische  Kronenorden  und  der  bayer.  Militärverdienstorden.
  Die  Heimat  wird  dem  erfolgreichen
  Fliegeroffizier  ein  ehrendes  Andenken  lewahren.


Für  das  Vateil  and  gestorben.  Ver
wenigen  Tagen  brachten  wir  die  Mittceiung,  daß
Herr  Leutnant  d.  R.  Theodor  Schnidt,  Sohn
der  Privatierseheleute  Schmidt  in  Nosenheim,
schner  verwundet  wmurde.  Heute  muüssen  wir
dieier  Meldung  die  schmerzwolle  Kunde  am#ugen,
daß  Herr  Leutnant  Schmidt  leider  seinen  schwe.
ren  Verwundungen  erlegen  ist;  er  starb  in  einem

Lazarett  in  Köln.  Leutnant  Schmidt  hatte  eine
neunmalige  Vermundung  erlitten,  von  der  uian
befurchtete,  daß  sie  schon  tödlich  wirlen  könnte;
dazu  trat  in  den  letzten  Tagen  noch  doppelseitige
  Lungen=  und  Rippenfellentzündung,  die  dem
jungen,  hoffnungsvollen  Leben  ein  Ende  setzten.
Leutnant  Schmidt  starb  bei  vollem  Bewußtsein
und  war  sich  des  Ernstes  der  Stunde  voll  bemußt.
  Noch  am  letzten  Donnerstag  erbat  er
den  Besuch  seiner  Eltern,  die  ihm  denn  auch  in
liebevoller  Fürsorge  bis  zum  Tode  hilfreich  beistanden.
  Mit  Leutnant  Schmidt  hat  der  Krieg
ein  junges  Leben  geknickt,  dem  die  schönste  Zutunft
  bevorstand  und  das  durch
raktereigenschaften  gefestigt  war.  Mit  seinen  El.
lern  und  wistern  trauern  an  der  Bahre
alie,  welche  den  tapferen  Mitkämpfer  kannten.
Gerne  wenden  sie  alle  seinen  Angehörigen  innige
Teilnahme  zu.  Die  Leiche  wird  nach  Nosenbem
  oen

szeichnungen  im  Felde.  Der  Offi-16r
  Kark  Häsner  im  15.  Jnf.  -

s  bereits  das  Eierne  Kreuz  verliehen  wurde,
auch  mit  dem  Militärverdiensttrenz  2.
Kfe3  mit  der  Krone  und  mit  Schwertern  aust

  worden;  t  e
——  J33

Setrberung.  Gefretter  Seb.  Hofmam

prächtige  Chain



——  ####

Hausbesitzerswitwe  Hofmann  in  Oberwöhr;  ein
Bruder  von  ihm  steht  in  Rumänien.

Mit  dem  König-Ludwig-  Krenz
wurden  zuegegeichnet:  Bezirksfeldwedel  Franz
Wagner  des  Meldeamt.s  Traunstein,  Unte.  o7##
sizier  d.  R.  Albrecht  Geiger  des  Bezseissommandos
  Waserrburg,  die  znshnsien  der
Landwehr  Franz  Gasteiger  und  Sebast.  Meier
beim  Gefangenenlager  Großlarolinenfeld  und
Friedrick  Lang  beim  Umladekommando  Nosenheim,
  Vandwehrmann  Georg  Rief  des  Garnit
sonsbataillons  Nr.  1,  Fabrikarbester  Siat  tian
Dürmeier  in  Kolbermoor,  Frileur  #  .  hrl
in  Traunstein,  Zimmerpalier  Lorenz  Fra  in
Feldkirchen  bei  aibesterhamt  Drechsiermeister  H.
Hofbauer  in  Holzkie  chen,  G  #enzwachstatio  isfuhrei
  Andreas  Hö  in  Oberaudorf,  Fabrikarberter
Johann  Ilg  in  An,  Gendarmechewachtmeisler
Jakob  Kainz  in  Neubenern,  Expeditor  Hans
Kellner  bei  der  Staatranwaltschaft  in  Traunstein.
  Gendarmeriesergeant  Joseph  Ratzinger  1l
in  Burghausen,  Volksschullehrer  Josepy  Rösler
in  Kolbermoor,  Oitekrantenkas.  eassiste.  11  JZrseph

Trübenbache=  in  Berchtesgaden,  Feuerweris  Of  ·

fiziersitellrertreier  Wilhelm  v.  Brückner  des
Haupllaboratoriums,  Neallehrer  Brunnhuber:  n
Wasierburg,  Hofrat  Dr.  Georg  Fischer  i

Traunftein,  Vrauereibesi#tzer  Friedrich  HIlrwoln.
steiner  in  Lolzkirchen,  Stal##eister  Friedr.  Ooock
in  Lohenaschau.  Schreinergehilfe  Kaver  Kie  ifner
  in  Prien,  Hofrat  Karl  Kistler  in  Niederaschau,
  Hofrat  Dr.  Leonhard  Krez  in  Bad  Keichenhall,
  Zahntechniler  Georg  Murr  in  Tcaunstein.
  Gewerbehauptlehrer  Heinrich  Murr  in

Wasserburg,  Theaterdirektor  Franz  Xav.  Ries.h

in  Hohenaschau,  Buchdruckereibesitzer  Wenzeslaus
  Trinkl  in  Burghausen,  Pfarrer  Lorenz
Ziegelgäneberger  in  Wasserburg,  Prolurist
Georg  Ziegenhain  in  Holzkirchen,  Oberamtsrichtersgattin
  Mathilde  Wchtus  in  Berchtesga#
den,  Gastwertstochter  Sophie  Auer  in  Tischbach
am  Inn,  Schwesler  Aquiia  Aumer  der  Armen
Franziskanerinnen  in  Prien,  Oberbahnverwiltersgattin
  Babeite  Birzer  in  Kufstein,  Schneidermeisterstochter
  Maria  Vuchner  in  Aschau,
Schwester  M.  Wiltrudis  (Walburga  Buc  ner)
der  Varmherzigen  Schreslern  in  Wasserb  durg.
Privatiere  Magdalene  Burgschweiger  in  Titlmoning,
  Majorswitwe  Antonie  Gräsin  von  Deenfelo
  in  Rosenheim,  Tierarztensgattin  Ida

Dörfler  in  Kraiburg,  Bürgermeistersgattt  in
Marie  Fischer  in  Mühldoif,  Hoskonditorsgattin
  Anna  Forstner  in  Berchtesgaden,  Dialomssse
Gertrud  Fritz  in  Aschau,  Postverwaltersgattin
Maria  Fürst  in  Was  erburg,  Arztgatlin  Theodora
  Hahn  in  Trostberg,  Rechtsanwaltsgattin
Marie  Hardt  in  Kraiburg,  Schneiderin  Rila
Hôlzl  in  Schliersee,  Fostratstochter  Toni  JZäger
  in  Aschau,  Schwester  Katharina  (Kreszenz
  Jungwirth)  der  Barmherzigen  Schwe
stern  in  Wasserburg,  Bezirksamtsassessorsgattin
  Erna  Karcher  in  Wasserburg.  Ingenieursgattin
  Johanna  Langre  in  Hausham,  Schneiderin
  Ellise  Löm  in  Schliersee,  Verwalterstochetr
  Fanni  Pfürstinger  in  Fischbach  am  Inn,
Lehrerin  Marie  Reheis  in  Kiefersfelden,  Candkrankenpflegerin
  Anna  Re  iserer  in  Aschau,  Privatiere
  Therese  Riedl  in  Mühldorf,  Schwester
Monika  Schaffer  der  Armen  Franziskanerinnen
  in  Prien,  Schwester  Walburga  Schneider
der  Armen  Franzislanerinnen  in  Oberaudorf,
Hauptlehrersgattin  Elise  Sigl  in  Kiesersselden,
Landkrankenpflegerin  Johanna  Sollinger  in
Aschau,  Magistratsratsgattin  Lisa  Stangassinger
  in  Berchtesgaden,  Verwalterstochter  Anna
Stangl  in  Oberaudorf,  Nachtwächterstochter
Mathilde  Stigloher  in  Oberaudo  f,  Jastizrats,
tochter  Centa  Trost  in  Traunstein,  Brauereidiektorogattin
  Marie  Wolff  in  Miesbach,  die
Beamtenstellvertreter  August  Stahl  und  Walter
Koppisch  beim  Hilfsproviantamt  Nosenheim.

Kriegswuch  er.  Die  Lederhändlersche'rau-.
Emilie  Sigl  in  Rosenheim  hat  nach  den  polizeilichen
  Erhebungen  und  den  Feststellungen  der
Preisprüfungsstelle  Rosenheim  in  der  letzten
Zeit  beim  Verkauf  von  Leder  übermänig  hohe
Preise  verlangt  und  teilweise  auch  die  bestehenden
  Höchstpreise  erheblich  überschritten.  Frau
Sigl  wurde  deshalb  vom  stellv.  Generalkommando
  1.  bayer.  Armeekorps  eindringlich  verwarnt
  und  ihr  eröffnet,  daß  sie  bei  der  geringsten
  weiteren  Verfehlung  nnachsichtiih  die
Geschäftssperre  zu  erwarten  hat.  Von  der  sofortigen
  Geschäftssperre,  die  bei  der  Schwere  der
Versehlungen  an  sich  veranlaßt  gewesen  wöre,
wurde  nur  aus  Rückicht  auf  den  im  Felde  stehenden
  Ehemann  abgesehen.

Der  Orchesterverein  hielt  am  27.  Oktbe.
seine  sahungsgemaße  Hauptversammlung  im
Hotel  „König  Otto“  ab.  Nach  dem  Jahresberichte
  war  der  Verein  im  abgelaufenen  Jahre
mit  seinen  Veranstaltungen  ausschließlich  auf
dem  Gebiete  der  Kriegsfürsorge  tätig.  Rcht
weniger  als  683  Mark  wurden  für  wohltätige
Zwecke  ausgegeben,  wodon  auf  den  Aufwand
1ür  Liebesgaben  für  im  Felde  stehende  Mitglieer

  allein  532  Mark  treffen.  Die  genannten

Ausgaben  konnten  selbstverständlich  nur  mit
starker  Heranziehung  der  laufenden  Einnahmen
des  Berein  deeleilet.  werden.  Der  Kassabericht
zeigte  trotz  der  durch  den  Krieg  hervorgerufenen
  Einnahmeausfälle  ein  sehr  zufriedenstellendes
  Bild.  500  fit&  des  Vereinsvermögens
wurden  in  Kriegsanleihen  angelegt.  Nachdem

 

den  beiden  Vortragenden  der  Dank  des  Vereins

 

mittwoch,  1.  Aoveniber  1816

 

solgt  gebildet:  1.  Vorsitzender:  K.  Studienrat
Bürihnanr:  2.  Vorsitzender:  K.  Eisenbahnsekretär
  Krucger;  Schriftführer:  K.  Rentamtsassistent
  Ertl;  Kassier:  Hauptlehrer  Späth;  1.  Dirigent:
  Kapellmeister  Meyer;  2.  Dirigent:
K.  Eisenbahniekretär  Helfreich;  Tafelmeister:
K.  Eisenbahnsekretär  Fahnschuh.  Vertreter  der
Passiven  sind:  Proknist  Degen,  Verwalter
Winter,  Kaufra  n  Mutzer,  Elett  otehii.  t
Stern  und  Galvan  seur  Hurnaus.  Dem  Musikguscub
  gehören  außer  dem  1.  Vorftand.  dem

und  2.  Dirigenten  an:  Oberlehrer  Hupfauer,
aun.  Kopp  und  Selretär  Wiesler.  Bei
dem“  Kopitel  „Wünsche  und  Anträge“  wurde  ein

Antrag  auf  Ermäßigung  der  Vereinobelträge

währnd  der  Dauer  des  Krieges  eingebracht.
Leider  kome  diese  Anrtegung  keine  Berücksichtigung
  finden,  sollle  dem  Verein  auch  weiterhin
die  Möglichkeit  belassen  sein,  seinen  Jielen  gerecht
  zu  werden.  Wohl  sind  die  Ausyaben  auf

den  sotzungsmäßigen  Zweck  zurüdg:gungen,  der

Verein  hat  sich  aber  die  Erfullung  eines  weiteren
  Zweckes  zum  Liele  gemach“.  We  berets
im  vergangenen  Jahre  sollen  die  Ueberschüsse
der  Vele  nsihn  der-  Kriegsfürfe  rre  zugewendet
  werden,  insbesondere  für  Liebesgaben
für  im  Felde  stehende  Mitglieder.  Der  Orchesterverein
  kann  mit  seiner  Täiiqen  im  abgelan
fenen  Jahre  wohl  zufrieden  sein.  Unter  der
kraft-  und  zielbewußten  Leitung  der  beiden
Vorstände  und  des  sc  affenefreuoigen  1.  *
genten,  dessen  Verdienste  um  die  Verein  sache
in  der  Hauptrersammlung  besondere  Anerkennung
  erfuhren,  uind  es  dem  Occhesterverein
auch  in  Zukunft  gelingen,  seinen  hohen  Aufgaben
  gerecht  zu  werden.

Nachtdienst  in  den  Apotheken.  Wir
macl.en  unsere  Leser  aufmerksam,  daß  im  Monat
November  die  Engelapotheke,  Ecke  Bahnhof-=und
  Münchenerstraße,  den  Nachtdienst  3  verse.
hen  hat.  In  diesem  Monat  in  von  abends
8  Uhr  bis  7  Uhr  meorgens  nur  die  obengenannte
Apotheke  zugänglich.

Der  Raubmörder  ron  Kiesersfelden.
  Michael  Danzer,  ist  nach  einer  Meldung
aus  Wasserburg  rerhaftet  worden.  (Siehe  auch

die  Notiz  aus  Wasserburg  u  anderer  Stelle
dieser  Nummer.)
Städt.  Hülsenfrüchteverkauf.  Der

dritte  und  vierte  (letzte)  Verkaufstag  in  dieser
Brotkartenperiode  findet  am  lommenden  Donnerstag
  und  Samstag,  den  2.  und  &.  Ne###mber,
statt.  Unbenützte  Karten  verlieren  dann  ihre
Gültigkeit.  Jede  Karte  kostet  35  Pfg.;  man  erhält
  dafür  ein  Pfund.  Es  wird  gebeten,  das
Geld  abgezählt  bereit  zu  halten,  da  es  wegen
Mangels  an  Kleingeld  unmöglich  ist,  jedem  herauszugeben.


Keine  Erböhung  der  Kartoffelrreise.
  Wie  die  „Bayer.  Staatsztg.“  berichtet,
  waren  Landtagsabg.  Giehrl  und  Landrat
Funte  im  Auftrag  des  Ernährungsausschusse
der  Münchner  Zentrumspartei  beim  S  aaisminister
  des  Innern  Frhrn.  v.  Soden,  um  die  Klagen
  der  ärmeren  und  mittleren  Kreise  vorzutragen.
  Das  Resultat  der  Besprechung  wird  dahin
zuscommengefaßt,  daß  die  hier  und  oa  bei  den
Produzenten  noch  vorhandene  Meinung,  als  sei
doch  mit  einer  Erhöhung  der  Kartoffelprei#e
zu  rechnen,  völlig  irtig  itt.  Eine  Erhöhung  des
Preises  über  4  Mark  ist  nach  der  Erklärung  des
Staateministers  völlig  ausgeschlossen.  An  die
Behörden  sind  strikte  Weisungen  ergangen,  jeden
  Fall  von  Höchttpreisübeischreitung  unnachsichtlich
  der  Bestrafung  zuzuführen.  Bei  Zurückhaltung
  der  Kartoffeln  wird  mit  Enteignung
  vorgegangen.  Auch  in  verschiedenen  anderen
  Fragen  konnte  der  Minister  beruhigende

Zusicherungen  mochen.
r□i

Kelegs-Allerseelen  1916.

Kriegs-Allerseelen  ist's  zum  dritten  Male!
Die  Glocken  hallen  dumpf  durchs  weile  Land,
Das  Fest  der  lieben  Toten  sie  verkünden,
Die  friedlich  ruh'n  in  Gottes  Vaterhand.

Ruht  sanft,  ihr  Tapfern,  die  ihr  ausgerungen,
Gebettet  liegt  in  fremder  Erde

Das  Höchste,  Schwerste,  es  ist  euch  gelungen:
Der  Heldentod  —  er  ist  des  Siegers  Los.

Und  ihr,  die  einsam  draußen  ctill  verblutet,
Ohn'  Hilf'  und  Trost  in  letzter  Herzensnot;
Ihr  Namenlosen,  die  da  nicht  entmutet

Jm's  Aug'  geseh'n  dem  Allbezwinger  Tod.

Tuch  schmückt  kein  Kreuz  die  lehte  Ruhestälte
Und  keine  Freundeshand  ziert  euer  fernes

Grab;
Dem  Vaterland  do  chbkleibt's  unvergessen,
Denn  euer  Tod  war  letzte  Liebesgab'.

i  1  4  '-Vogelschutz
  im  Winter.

Die  kalte  Jahreszeit  rücht  merklich  näher,
und  wiederum  tritt  für  uns  die  Pflicht  heran,
unserc  gefiederten  Freunde  der  Vogelwelt  vor
Kälte  und  Hunger  zu  schützen  und  die  hierzu
benötigten  Mittel  brreiicpstelten.  Ihrem  Nahrungsmangel
  im  Winter  abzuhelsen,  ist  des
Vogelschützers  vornehnsste  Sorge.  Wenn  Rauh-=frost
  und  Schnee  die  natürlichen  Sgeiselammern
  verstopfen,  beginnt  die  Futternot  —

Augusta  Heiserer.

heimischen  Vogelwelt  dadurch  rorzubeugen,
er  in  den  städtischen  Anlagen  Futterplätze

richte
gel  s

Vogelsamen  sehlen  aber  die

t  und  nach  Bedarf  tter  für  oie  4#
treut.  Zur  Beschaffung  von  Futter  r
ittek,  umiom:

als  sich  sehr  viele  Vogelfreunde  in  Kliegel

diensten

befinden  und  deren  Behhilse  fel

Nachdem  Hans  und  Ripsen  als  ölhaltige  K

ner#5

seitens  der  Heeresverwaltung  mil  Besch

belegt  sind,  muhz  man  sich  mit  anderen  Futl

mitle

sen  bezahlt  werden.

lu  behelfen,  und  die  56  chsten  Preise  m
Es  wird  daher  an  die

mitlelte  Einwohnerschaft  Rosenheims  die  he
liche  Bitte  gestellt,  das  Unternehmen  finanz

zu
gelsch
sein,

in-  v
net  s

die  Türe  llopft,

anterstützen.

Der  Vereinsdiener  des?#
uhzvereins  wird  mit  einer  Liste  versel
aus  welcher  jene  Ramen,  die  man  sch
orhinein  als  Vogelfreunde  lennt,  verze
ind.  Wenn  er  in  den  nächsten  Tagen
und  um  eine  Gabe  zu  dies

Zwecke  bittet,  wolle  man  diese  Bitte  nicht#

erhor
Jung
lichen
herzli
tion

mülige  Spenden  zu  diesem

t  sassen.  Schenlt  ihm  gegen,  Aushän
einer  Quittung  1  Ml.  zu  diesem  m
Zwecke.  In  voraus  allen  Gebern

ch  Vergelt  er  Gott!  Auch  ron  der  Red

des  „Rosenheimer  Anzeiger“  werden  fir

Zwede  gerne  e

gegengenommen  und  ihrer  Bestimmuͤng  zut

führt.

Wogelschutzverein  Rosenhei

 

beilö
und

Volkstheater

Stück

Musil  Wer

Rosenheimer  Volkotheater.  D
Mül

mmmliche  Allerheiligen-Stück,  „Der

Kind“,  kommt  auch  in  unser,
wieder  zur  Ausführung.  D
ist  nicht  mehr  neu.  hat  sich  aber  bis  zu.

sein

beutigen  Tage  auf  einer  großen  Zahl  #
Buhnen  immer  wieder  halten  lönnen.  Am  To

der

Toten  kehrt  cs  neben  „Marianne,

Weib  aus  dem  Bolke“,  regelmaßig.  wieder  u

beher

rscht  dann  gleichzeitig  eine  ganze  Rei

von  Büuhnen.  Auch  hier  ist  es  wiederholt  sch
aufgeführt  worden,  sodaß  es  bei  einem  groß

Teil

der  Theaterbesucher  in  guter  Erinnern.

sein  wird.  Diesmal  wird  das  Stück  am  All
beiligentag  abends  8  Uhr  aufgeführt.

 

Lette  Nachnoelen,

Reichstag  und  Regierung.

Berlin,  31.  Okt.  Im  „Vorwärts"  schrei

Schei

demann  am  Schlusse  eines  Artikels  üb

die  erregte  Sitzung  des  Reichsags  vom  2

Ottober:  Wenn  uns  nicht  die  Energie  d
Reichstags  und  die  Einsicht  der  leitenden  Stlen

  einen  Systemwechsel  bringen,  wie  er  #
wünscht  wird,  dann  wird  das,  was  wir  ##
Samstag  im  Reichslag  erlebt  haben,  nur  #
Vorspiel  gewesen  sein.

Das  neue  österreichische  Kabine  t.
Wien,  31.  Ctt.  Für  das  neue  Kabin

nerden  folgende  Namen  genannt:

Unterrich

Hussarek,  Landesrerteidigung:  Georgi,  Juif

Dr.  Klein,  Finanzen:  Dr.  Malek,  öffentlo
Arbeiten:  Trula,  Handel:  Stibral,  Innere

Baron  Schwarzthau.  Das  Eisenbahnmimstelit
soll  durch  einen  Milstaristen  besetzt  werden.

 

 

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4
·  —  —“

##a#  u##ach-  Aä  r  —
..  "#############en-.

u  Rosenhelm  zu  naee  bel:  Sdiisches
aees  heen  k.  F.  Nr.  ·
Kupp.  Schrote-halten«-  lne  ost-  sec.

Ins.  Femspkeejsek  Nr.  1  itt.

Srt  ut.

schaft.  Pei  P.em  rhe

B  —  253  2  Elektrgterhaizche:

nchenerstansse  10,  Fernoen
—#  —.  r  #er  O.  m.  *
lababer  H.  A.  Kallhofert,  Fernaprocher  Nr.  M

 

 

terbe  den  1.  b
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