UAummer 182
den geneigt gemackt, den Enlentemächte u gesugig
zu
Cin noch ungesatrlicherer Gernner ist die Negerlepuplit
Liberia an der Wentfüste Afrilas,
welche für die aus Amerila zurüdgetehrten befreiten
S##ven vor mehr als einem halben
Jahrhundert ertigz tet wurde. Das ganze kand
zalit eiwa 1:: Millionen Einwahner, von denen
etwa 18 00/0 ioilisierie Meger sind. Das Heer,
das nur aus dem Papier besicht. zähll 20000
Mann. Die Reoulbir #eht völl 9 umer eng! lif#l
amerilanischem Einsini.
Die: Hoffnung auf eine militäriicke Vereicherung
war es nichi, welche die Ememe zur Anali.
derund dieser neuen Bundesgenossen dewg.
Ganz argesellen davon, daf man sjiiä von deim
Auflanden immer neuer Feinde sch ieilich de ch
cine gewine Rüchwiriung auf die Siimmung in
den Ländern der Milielmächte verspricht, war
meh: entsc eirend, den beabsi bi igten Wirtschafteirieg
nack dem Kriege auf eine möglichit breile
Gundlag:e #u eilen. Mütärisck ist unsere Ver
nid-iun# unmselich, das siehn man auf der Gegeni#eite
alimattick Liar ein. Kapui machen will
man ung auf alie Fälle. So versiel man auft die
Idee des Wirtsäase#trieges.
In Liberin beerrschte Deueschtand im Frieden
den a#lsamten Landel; e.ma 70 Pr.zent des
(besamehani 1° ain durch deutiche. Hände. Auch
in Ehine lande cchlund eine inmer sener
gemereene Vaiion gescasfsen. Die unbequene
Koninrrenz dec dengen Haude letäufer soll nun
ngewallsam jür immer beseirigl, das deutsche
Vollpermgen in Auciande ichwer gitroffen
merden, ein Wiederauffommen des deutsqen
Hande!s dert nad dem Krieg? unmõgii g
macd. Merden. ri, iether in die Rechunng
alatl, h alber des Endergebnie lem enprid!t,
wied sil e nnhn. * zeigen mäss.n.
* fschus
Tie Kinderzulanec.
'Kaiwersi#nerun der bazerische#n
andere Kaleg#ien der
Auch die talho
„ Welche Gefu yl:
Schutlart“., oie
Die Kiner ulr
11 erlern verwrailen: rüs-,
l ulkts""n
sich.
Kaih.
elten
ichen, wenn sie von
für die Leriehrs
ir, götnen den
nollen ihres Re
ir. 8 crmn iner: man sich
ni#ll! an ds Kinderii. in. der Ueme noch i
eanden in und
Segensquelie
. Wir lünd nicq#- der Mei
mung. dal. die #em s- ick ein. ng. wen.n iie sich
l)-5 un !. sidn nur- die ia mireamtei
im engeren Sinne od 1 ailf die eine dder a.#dere
Gallung 15% unien solie. Auch die vehrer und
ül.re Kaulilien sellen dann nidt das Asche. ibtödel
Jyrirlen. Wir * u ballib e ig mar dem Saurn
Wuns d. sn Aitell- „Mög. n aile
wern 7 uiile
naliirei#en Lehi
i ller eine Fniar
fur bas. rnt l
Zins-n
zu umerschälzende
r
ber ein'gen in gemei, sanem
#ztreuen b###angesanene LTerl J#1 einem gure
Lil sall in b. inö#n und eine Eim ichlunn zu
ent bauecijchen Ler#rern#nd u.
n banerischen Poll zum Nuten
J Anschiuf Fieran sagt der
N elen vers#hiedenen Kalegerien
den unteren und miitleren
teiindet ie nicht zulehr die
„g-v eluen bei der jetzimin
en Lage.
. -on sowie-i
Ast-kaum .s nur einig mane!
lein. .lrr ma. „ gerde jeht in der Kriegszeit
lier be#m., Alishelfeno emgreifen.
schaif. u. Wethe
Tami: beim Kinf
gereid#n lann.“
„Vanr. Kur." :
Ab- Ilerschafn,
enlien,
un :#
MNosenhe mer Anzesger
Kanzlerreisen.
Der Reichskangler Dr. Michaelis beg'bl sich
ins Große Hauptquartier. Daran ansckließend
wird er sich in Karlsrahe dem Grosherzeg von
Baden und in Darmstadt dem Gro#herzog vom
Hessen vorstellen. Der Beuch beim #uz von
Würtiemberg wurde wegen anderweiter Disposilionen
des Stutlgarter Hoses auf lurie Zeit
versckoben. Bei der Fahrt ins Groie Haupl--auarlier
wird der Reiq-Slanzler vom Staatsselretär
des Auswärtigen Amtes von Kühlmanm
und dem Unterflaat selretar. v. Stumm begleitet.
Auch Staaloselrelär D. Kelsserich begab sich
gleick zeitig ins Große Haupiquariier.
Aenderung des Hilfsdienitgesetzes
Wie der „Lok.-Anz.“ hört, sind die zitändigen
Vehörden zurzeit mit einer Umarbeitann
einiger Beflimmungen des Hiljsdienstgesetze: auf
Grund der bisher gemachten pralrischen Ersah-=rungen
beschäfligt. Auch sind mancherlei Ergänzungen
des Gesetzes in Aussicht genommen, um
die Lüden auszufüllen. die bei seiner Haudha.
LEELIEIIIIIt
Berschieb#ene N##eht0n
Berlin, 3. Aug. Dem Kriegewuäcraml
war es soil la nmgem belanm, vai durd einen im
grosen betlichlenen Schleichhanel an der On
lerliefte. nament. i# im Beziri Swinemüönde, die
Velieserung mit Aalen und Fiundern san völlig
hlozte. Da die Ortspolizeilel örde bei der Auf
lärung auf flärlsien Widernand itieß, ent anele
das Kriegomuc erami Veamse nach Swinemane
und Ablbe. da# i hat sich ergeben, daß in diesen
beiden Vadevrien die Zemralen für der
schm#ungl afteiten Schleichhandei zu erblien wa
ren, Al ibec aber als deisen Ho. kurg unzusel.en
in. Millionenwerte gingen bier dem
Marite verloren. Als Baupꝛirefspunlt der Fi
scher und Neucherer ergab sich das? Vollwert in
Zwinemünde. Obwohl alle Warc, sowie sie d. #
Ufer etreis! bal. seit Seplember 19160 durch die
Fitcklt andelsge sellschaft in Stettin als beschlagnalime
Hilr. jain man in Swinemünde geradem
visen cinen nerlbotenen 6 ojha.ibel siä en. wit!
lein. Frauen ii rieiigen Kiepen warielen auf
dir Anlunsi rer Fischer und irügen tägiich vie je
Jentner Für forl. Nal ich wurden aun. di
D0% iT in der Uiglaurlich'ten Weise ubersch
itten. Daßer #i#l#che allmählich bei den amtlicten
Stellen die Verleilung, zmnäch't in den
Kümftenslädten selbst. dann aber aud in dem Grosärten.
n e 30 Fälien lamen die Bem
len dem verwerstichen Treiben des Schlein!
delr am die Spur. Die meillen Fi sa er und
cherer echiätten ganz offen, aft sig arundĩätziich
nidis ab rn. Das Vieer sei frei und was tie
al- *!lr ung b imbräg ien. sei ihr Eigimum. Jeht
i#ll ein Se#ldatenlommando damit beaufteagt. den
Strauen, Pon mu#.-Veriehr zu überwarhen.
Bald urt rdg n nun die täglichen zeninerweisen
Hinter: ziebungen erledig: uno dam ein geor#-urter
Verlan? nuch den Grosktädten ermegiicht
jein. In Abiue. sind bis auf 4 oder 5 VBeniebe
alle Näuc ereien geschlossen worten. àJi
der amtlich versiegelien Esgebcechischen Naucherei
Rten die 2. erliner Beamten auf eiwa 2 den:
ner zum Spllichhandel Leimmte Flundern und
Aale. Als man mil Hilse mehrerer Soldalen
diese Mengen beschlagnal-men wollle, lam #
zu saweren Vedrohungen der Veamten. Tgaebrechl,
der sich mit seiner Fran wie rafend gehärdete,
ris, schließlich den gesamten Vorrat ####
den Spieten herunter und zertrampelte ihn auf
der Erdz. E lonnte nigis geretlat werden.
Karlsruhe, 8. Aug. Der Badische Landesverein
vom Naten Ciunz beginm mut einer
Sammlung von Frau#chaaren und wird im der
nädiuen Zeit Sammeluellen im Lande errichten.
—
In Vetrad#“ lmmen u#r undegelamme He- tre,
ar geschnitten werden nicht erbeten. Für bestemm.
te Rohslesse il Frauenhaar als vorzüglider Ersatz
besunden.
Aklessandria, 8. Ang. Der Schuellzug
Genua Mailand entgteiite litte Nacht auf dem
Vahnlofe Serivia. Drei Wagn stürzten um,
rrei andere wurden zertrümmert. 33 Personen
wurden gelöter, etwma hundert verletzt, darunier
mehrere ichwer.
Baverische Kacheschten
Amberg, 3. Aug. Der auf Urlanl hier weilende
Tienier Kaver Meier und sein Vater ertrantten
an Wurnver: aisiung. Während der Vater
sich wieder erholte, ill der Sohn nach schwerem
Leiden gestorben.
Sweibrücken, 8 .August. Der Ruhm der
zer Ste übl F: aniemhal und Kaiserslautern,
ziten Warfu, gänger in der Pfolz bese ssen zu
Paben un di: Stadt Zweibrücken night ruhen
lassen. Dieser Tage Tonnten aud hier die ersten
Barfüf ler bkobeack riel werden und zwar w#ren es
zwei jung: Damen, die ebenso ibolz wie vorsig *
mit bi iFüsen zur Poĩt wandelien und so
auf die sem Geb iete balntted:end wirsien, nach
dem in anderen Städzen das it irlere Geschlecht
di: Ini: ianire era#sen hatte. T Qumen, die unbe
strünepfte Faie in Uap#ernden Sa ndalen iruge.]6
waren kier sd.#e= n langere Zeit an der Tagerord
lnung.
9n
dire
—
—
Geeende.
uufstein, 3 8. Aug. Die Lilla des Kapeli
meilerr Ouo Singer in Kusnein ging durch
Kam in den Vesit des Ober#t Daumgariner aus
Halschein in Mähren über. Die Verhandlungen
leitere das Immol gzienb rd Josef Vader in
München. ** Ufrare 16 3.
Innsbruck. 3. Aug. Das Ende der Kartofseliagden
im Siein mial ist mir dim 1. Ananm.
rem Tag der Kartosselbe: chla eahme, gelemmen.
Am der Secke Junsrus Landeck
lLeinchten die letten W cchen in dieier Hinsicht
sa auderlafte Zunände. Wähtend bieser Zeir
Latt wolll jeder der brei Per onemsüge., die jetzt
am Morgen, am 2####millag und am Nachmitlag
von Innsdrud nad: Westen gehen, niehr
als 100 Kartoffe liäger bejördert und ebemo
vriele waren an demselben Tag nack Jnnsbruck
zurnägelel!:#t, #n.a#! der DNiol# uölierung nur
nad Marn gabe des Blatzes? B. orderung gewähr
leinel wir. Diese Parsonen#üge Dalten ofl 25
Wagen. Der fiüchig: Beobachler, der die ansirhenden
Kinder, Frauen und #iteren Männer
jah. hälte meinen lönnen er hordle sich um
ur tlung##ig: Ausflügler. Sah man uber näher
so brmerte man leere Nussäde bei den Auskbeenn
itraff g spannt-, an denen sich deutjich
die Formen der erfehnten Knollen seigic.,
bei den Le imlel renden. Wiit der Fahriin irgend
Aaxin
iinntal- mamar ci üuber
lichi gen:g dann munie auch noch ein
langer Wen zurn hreiegt Urden. dener uan
zu den ersel.aten Karrosi- Iin geiangie. Di- 9#o#e
Gegend mar von Jäg:rn wie nbersartremen.
Wenn man an einem dir leten Tage zum Nei
spiel von dem wellverlassenen Dötjgen unien.
pnersful am Jun durck den Watd zum Hoch
blateau aufmieg, auf dem der reizende lle ine
Ort Obervperfuß liegi. lannie man die Kartos.
ieljäger in heilen Scharcin von allen Zeilen
Lerantommen sehen. Sie alle hatien Jagdalüd.
noch am 31. Juli. freilich mußten sie die Strecke
lteuer beahlen. Man se änt. daß während der
à
*
beiden Jagdwochen täglich eiwa 20 1v00 Kilogramm
Bartoffeln nach Innsbruck gebracht
wurden.
Freitag, 10. August 1912
Saneeischye Oherka#n#s
Balfing, 8. Aug. Li= geistesgesidrte Gürlersfrau
Maria Krug aus Rundorf brgab sich am
b6. Juli morgens zur Kirch-e und ist seit dieser
Zeit #purlos verschwunden. Es iist nicht auogeschlossen.
daß li# sich heimlich auf den Weg zu
einer Wallsalrt naoch Altötling gemacht hal.
Die Frau hat * eiwa 20 Mk. Gelo bei sich.
HDofolding, 8. Aug. Ein freck. er Einbruchdiel
slahl wurd: Leim Oekonomen Joseph Brunner
„um Lipp“ verübt. Als am LCieustag die
Brunneisa en Ehelente vom Felde heimlamen,
wollte Frau Vrunner eine 20 Mk. Note wechseln.
Wie erschnocken war sie nn, al# sic mnächn die
Schlütsel zur eisernen Grlotassette, die im Schlafzimmer
angesä-raubt war, nicht fand. Beim weiteren
Nadssehen stellie sich Deraus, daß ein Geld-###ag
von 92000 Mart in je 160 Mk.-Scheinen
sowie eine goldene Damenahr mit Keite und
Brosche abhanden gelommen war; ferner sehlte
nock ein weilerer Velrag von 101.0 Ml., den
Brunner zur Auilrwahrung batse. Ein Beirag
von weiteren 0C0#n) Ml. in Pfandbriefen blieb
unberührl!.
w#asserbura, 8. Aug. Ein angenehmes Gemuniel
gebt durch die hiesige Bevölierung: ab-15.
Augun soll es wieder scöne Semmeln geben.
Und damit würde der lange entbehrte Knöder
wieder ausleden.
wasserburg, 6 Aug. Ein alies Handwerl,
das früher hier in großer Blüte sland, im auf
den Austerietat. guseczt. Es isl die zunft der
Schopper und Schiffbauer. Als eimiger noih
betreil: sie hier Or. Jos. Arthammer, vulgo
Fritzen Sepp. Mit Fleil und Auesdauer baut er
die Schisse groß und liein und verschickt sie den
Inn auf und abwärts. Auser ihm nerden sich
solche Schif fbauer nur noch in Neubeuern, Sim
bach. Allöninz sinden, meist schon ällere Leule.
die irre Kunn mit inr Grab nehmen, ohne d.
funge re #ie eilernt härten. Vei der Hebung der
Jinnichissahr: dürften neue Krasie hrrung’bilbT
ersen.
Rühldorf, 3. Uug. Der Potichafiner Kar
zu i vnn hier, der bei Kriegolbeginn als
Untarojittier ins d ruckse, lärzlich mi dem
Ei ernen Kreuz # ezeichnet und lurz dareinf
zunm Feldwebe bfürdert wurde. in ient i
sierIi#ifrer geworden.
Traunstein, 8. An3. Man halle al glauk I.
das. wie in Kusfuein auck bier oder in nächiler
Nähe Kriegerheimiäten eruehen wurden allein
der Maginrat haite beschlossen. dem baner.
Städieiag bie cuefür 1!00 Marl gieick wie die
Stadt Rosenlieim in bewillig: n und das Ge—
meindelollegium schlon sich in seiner vorletzten
Sinung mil allen gegen eine Stimme an. Der
Gegnet hat ausaefülti. daß unler allen Daner.
Städten Traunftein die einzige sei, meldte einen
ganzen Siadi#teil hat erwerben mussen, weil man
sont Gesahr gelausen märc, daß arbrüslose
Leute in der Au sicl, angesammelt länten und
vielleic! cine Induitrie entsianden wäre, die
aus Traumein die Fremden vertrieben häüle.
itatn ji: unzuziehen uno daß man deshalb Grund
und Boden oder Gebäude zu dem Jwecke hatte
antieten sollen, amtart Geld.
Berchtesgaden, 6 Aun. Das Bezirksamt
rli- s unterm 4. Aug. eine Anoren#nng, wonach
H#teis. Pen, ienen und son'lig: Fre renbettieb.
u läe die Fremdenbehe erbung a Huuptbern
auonben, nur mehr die Hälfte der Zahl von
Fremden kei sil ausinehmen dürfen. welche sie
an einem Tag in der Woche vom 15. bie 21.
Juli 1917 beherbergt ha#d#en. Bad N vennaal
salit nicht unter diese Verordunng.
ie Getdenksafssanse
vergülen #r alle Goldaschen den
vollen Goldwerl.
Von einsemen Menschen.
Roman von Fritz Gangder
machrru b#n)
mit diesem Bilde jeinen erslen
lmunen. Krendigen Hezens
36
Gr'alg feaen Zu
7
ELIEIIIEIIIII ihn mit
Rottraut Vollmann ansammengeführt.
· *
*
Bierzehn Tade lang bemühte sich Reimarus
nun (Wön, den Aujenthur Wolsgangs zu ersahren.
Olconore acle is in wiederyolt, er solle
das tonetn Suchen an Wenn nict
irgendem Ziuialt zu Oils#e latc. sei es so gut
wie unolicats. Os, den Vei: scchwundenen zu Unden.
Und, sie dene nicht daran, ihm bei seinem
Forschen bedililuh zu lein.
Und doch war gerabe sie bei weitem eifriger
bemin tnt Won Zamo Spur zu entdecken, als der
Bruor . snnrlsinst nitvsskteiusdeckt-aheapoImnt.
n, n..«Iqia.1 ne den Portiers ror
den Horeis in ba. Gesicht, und eisrig hielt lie
unter den E## bgenischließtern in den Theatern
Umschau. de imer der Strasrenbahn
waren vor ibrem #obüuchten nicht sicher, und
lelost auf den Gesichtern der Straßenkehrer
#erl. ir zuiende ge.
lleorrail und zu jeder Stunde des Tages
bewegte sie der Gedanke: Werdo ich ihn nicht
endlich sehen, nicht endlich jinden? Irgendwo
muß er doch geblieben sein!
Aber Berlin ilt mit seinem Gewirr und der
Millionenzayl seiner Bewohner wie ein endloser
Zrrgarten und wie ein unergründliches,
brandendes Meer. Es war eigentlich Wahniinn,
hier auf gut Glück und auf eigene Faust einen
Menschen suchen gu wollen, der in der Verborgenheit
zu bleiben wünschte.
lind wenn Eleonore dann wleder einmal
om Ende des Tages einen neuen Mißerfolg
u vielen alten Enttäuschungen legen
mutee, fragte sie sich häufig, wie es komme,
daß sie ploglich dieses Interesse für Woligang
Warnick hegte. Vor dem zufälligen Begegnen
an jenem Morgen auf dem Bahnhofe hatle sie
doch während eines holben Jahres und lönger
nicht an iyn gedacht. Wenigstens kaum gedacht.
Jedenialls nie die Hicht bebabt. ihn zu suchen,
nie den Wunsch,
Aber Wöhrend senes Hoforn Jahres hatten
auch die Verhältnisse ganz anders gelegen.
Damals bedurfte er keines Menschen; denn
. senerte. —s und sorgenlos lebend, einem
rufe zu, er zw gewollt, aber zu
kern er sich ven, bchtee drängen lassen. Außerdem
war sie nach dem einzigen Zusammensein
auf dem Ausfluge nach Wannsee mit
einem Gesühle des Mißfallens von ihm gefa,
leden. Er war ihr gleichgülllg gewesen. Sie
hatte üon verachtet.
ien aber bejand er sich in äußerster Not,
ieß Wie Horst von Doktor Erselius erfahren.
sich mit seinem Vater überworfsen und sein
Studium ausgeben müssen. Und nun rang er
gewih, um seiner Sehnsucht solgen zu können.
Eleonore wußte, wie socchen Menschen zumute
ist, die lhrem Ideal leben wollen, und
denen allerlei Schwierigkelten sich in den Weg
siellen. Sie war einst in derselben Lage gewelen.
domals, als sie mühsam roschen um
en in ihrem Beruf ais Kindergärlnerin
autabomenaespor! halle, um endlich ibr Studium
beginnen zu konnen. Sie wußte es von ihrem
Bru
Sie erlebte es mit ihm zusommen noc
ieden neuen Tag, wie sie arbeiten und kämpfen
mußten ohne Nast und Müdewerden, immer
nur die Hoffnung in der Seele: Es wird und
am Ende gelingen. Wir werden einmal vor dem
Erfolg stehen und in ihm glücklich sein nach
ganz natürlich
allem Kampf.
a nicht daß
sile eigem Weldensgenosen helfen woll,
aunnte belsen! * Prlsreute
sich r eon“ idr vieler ewnikahreichr. Verbindungen
und Protektionen. Wenn sie ein einziges gutes
Wort für ihn einlegte, eine Bitte aussprach,
so würde man, sie war davon überzeugt, nich!
mit Achselzucken ltommen, sondern ihr gern gefällig
sein. Schon um ihretwille
Und nun fand sie den nicht, #em sie helfen
wollte und ziian
Ordentlich gram war sie ihm, daß et so
elaensinnia und hartnäckig war. Und n
ne mit Horst von ihm sorach, schalt ne n-t
und nannte ihn hochmütig und selbitberrlich
Aber heimtich freute sie sich, daß er jo lühr
kümpfte und nichts scheute. Gejauch-# hättt
sic, wenn sie ihn als Stiefelputzer gesunden.
Um endlich zu seiner Kunst zu kommen, mußte
man oben alles tun. Damit bewies man, daß
mon es treu und ernust mit ihr meinte.
in regnerischer Augustmorgen war nach
aller Glut und Dürre der verflossenen Wochen
über Verlin auigeitiegen. Es rann und tros
und gab Kühle und Erquickung.
Glnore und Horst waren gegen Mittag,
ols der Regen ausgebört hatte, in den Tiergarten
gegangen und lebrien eben zurück.
Sle erfuhren von ihrer Wutin, daß vor einer
balben Slunde ein Herr nach ihnen getlragt
Dün
“ Die Geschwister saben sich an und dachten
belde sofort au Woligang. Cvenso schnel ver“
warken dann aber beide den Gedanken wieder,
und Elconore verimumte: „Cs wird einer deiner
Freunde, vielleiht Milmann gewesen lein.“
„Ich dachte an Wannick.“
auch. 1 daz ist ja Unfsinn.“
eo ü#chele in sich hinein und schüttelte den
. der Herr seinen Namen nicht genannt,
Frau Nenner:?“ fragle Horst dann in
die Küche binaus.
Ja. Das hätte ich beinahe vergessen. —
sagte, ich solle von Woligang Wernick einen
Geuß bestellen, und er würde am Nachmitlag
wiederlommen.“
Die Geschwister sahen sich verblüilft an.
„Also doch !“ lonnte Uleonore nur sagen.
Sie legte Manlel und Hut ab, schtitt nuruhi#g
durch das Zimmer und bewente in wiederholtem
leisen Schütteln den j. hanen Kopf.
„Weiß Loic,“ hub Horft endlich an,
„da must ctwas ganz Außergewöhnlicheo
paisiert sein; denn soust wäre er nicht gekommen.“
„Vielleicht. — Vielleicht ist aber auch
dieser beabsiwtigt gewesene Besuch nur ein
neuer Beweis für seine Ungerechenbarkeit.
Seine Stimmungen wechseln wie das Wetter. *
„Du urteilft hart." ,
„Ich tenne ihn.“
„Dn biit ja laum ein paar Siunden milt
ihm ujammen iwrsen, Kleinchen.“
(Fortsetzung solgt.)
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