Contents : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

UAummer  182
den  geneigt  gemackt,  den  Enlentemächte  u  gesugig
zu

Cin  noch  ungesatrlicherer  Gernner  ist  die  Negerlepuplit
  Liberia  an  der  Wentfüste  Afrilas,
welche  für  die  aus  Amerila  zurüdgetehrten  befreiten
  S##ven  vor  mehr  als  einem  halben
Jahrhundert  ertigz  tet  wurde.  Das  ganze  kand
zalit  eiwa  1::  Millionen  Einwahner,  von  denen
etwa  18  00/0  ioilisierie  Meger  sind.  Das  Heer,
das  nur  aus  dem  Papier  besicht.  zähll  20000
Mann.  Die  Reoulbir  #eht  völl  9  umer  eng!  lif#l
amerilanischem  Einsini.

Die:  Hoffnung  auf  eine  militäriicke  Vereicherung
  war  es  nichi,  welche  die  Ememe  zur  Anali.
  derund  dieser  neuen  Bundesgenossen  dewg.
Ganz  argesellen  davon,  daf  man  sjiiä  von  deim
Auflanden  immer  neuer  Feinde  sch  ieilich  de  ch
cine  gewine  Rüchwiriung  auf  die  Siimmung  in
den  Ländern  der  Milielmächte  verspricht,  war
meh:  entsc  eirend,  den  beabsi  bi  igten  Wirtschafteirieg
  nack  dem  Kriege  auf  eine  möglichit  breile
Gundlag:e  #u  eilen.  Mütärisck  ist  unsere  Ver
nid-iun#  unmselich,  das  siehn  man  auf  der  Gegeni#eite
  alimattick  Liar  ein.  Kapui  machen  will
man  ung  auf  alie  Fälle.  So  versiel  man  auft  die
Idee  des  Wirtsäase#trieges.

In  Liberin  beerrschte  Deueschtand  im  Frieden
  den  a#lsamten  Landel;  e.ma  70  Pr.zent  des
(besamehani  1°  ain  durch  deutiche.  Hände.  Auch
in  Ehine  lande  cchlund  eine  inmer  sener
gemereene  Vaiion  gescasfsen.  Die  unbequene
Koninrrenz  dec  dengen  Haude  letäufer  soll  nun
ngewallsam  jür  immer  beseirigl,  das  deutsche
Vollpermgen  in  Auciande  ichwer  gitroffen
merden,  ein  Wiederauffommen  des  deutsqen

 

 
  

 

    
      

    

Hande!s  dert  nad  dem  Krieg?  unmõgii  g
macd.  Merden.  ri,  iether  in  die  Rechunng
alatl,  h  alber  des  Endergebnie  lem  enprid!t,
wied  sil  e  nnhn.  *  zeigen  mäss.n.

 

 

 

*  fschus

Tie  Kinderzulanec.

 

'Kaiwersi#nerun  der  bazerische#n
andere  Kaleg#ien  der
Auch  die  talho

„  Welche  Gefu  yl:
Schutlart“.,  oie

Die  Kiner  ulr
11  erlern  verwrailen:  rüs-,
l  ulkts""n

sich.
Kaih.

  
   
  
 
 
 
    

elten

 

      

ichen,  wenn  sie  von
für  die  Leriehrs
ir,  götnen  den
nollen  ihres  Re
ir.  8  crmn  iner:  man  sich
ni#ll!  an  ds  Kinderii.  in.  der  Ueme  noch  i

eanden  in  und
Segensquelie

.  Wir  lünd  nicq#-  der  Mei
mung.  dal.  die  #em  s-  ick  ein.  ng.  wen.n  iie  sich
l)-5  un  !.  sidn  nur-  die  ia  mireamtei
im  engeren  Sinne  od  1  ailf  die  eine  dder  a.#dere
Gallung  15%  unien  solie.  Auch  die  vehrer  und
ül.re  Kaulilien  sellen  dann  nidt  das  Asche.  ibtödel
Jyrirlen.  Wir  *  u  ballib  e  ig  mar  dem  Saurn
Wuns  d.  sn  Aitell-  „Mög.  n  aile
wern  7  uiile

naliirei#en  Lehi
i  ller  eine  Fniar
fur  bas.  rnt  l

 

Zins-n
zu  umerschälzende
r

 

 

  

     
     

ber  ein'gen  in  gemei,  sanem
#ztreuen  b###angesanene  LTerl  J#1  einem  gure
Lil  sall  in  b.  inö#n  und  eine  Eim  ichlunn  zu

  

ent  bauecijchen  Ler#rern#nd  u.
n  banerischen  Poll  zum  Nuten
J  Anschiuf  Fieran  sagt  der
N  elen  vers#hiedenen  Kalegerien
den  unteren  und  miitleren
teiindet  ie  nicht  zulehr  die
„g-v  eluen  bei  der  jetzimin
  en  Lage.
.  -on  sowie-i
Ast-kaum  .s  nur  einig  mane!
lein.  .lrr  ma.  „  gerde  jeht  in  der  Kriegszeit
lier  be#m.,  Alishelfeno  emgreifen.

schaif.  u.  Wethe
Tami:  beim  Kinf

 

gereid#n  lann.“
„Vanr.  Kur."  :
Ab-  Ilerschafn,
enlien,

      
 
   

un  :#

MNosenhe  mer  Anzesger

Kanzlerreisen.

Der  Reichskangler  Dr.  Michaelis  beg'bl  sich
ins  Große  Hauptquartier.  Daran  ansckließend
wird  er  sich  in  Karlsrahe  dem  Grosherzeg  von
Baden  und  in  Darmstadt  dem  Gro#herzog  vom
Hessen  vorstellen.  Der  Beuch  beim  #uz  von
Würtiemberg  wurde  wegen  anderweiter  Disposilionen
  des  Stutlgarter  Hoses  auf  lurie  Zeit
versckoben.  Bei  der  Fahrt  ins  Groie  Haupl--auarlier
  wird  der  Reiq-Slanzler  vom  Staatsselretär
  des  Auswärtigen  Amtes  von  Kühlmanm
und  dem  Unterflaat  selretar.  v.  Stumm  begleitet.
Auch  Staaloselrelär  D.  Kelsserich  begab  sich
gleick  zeitig  ins  Große  Haupiquariier.
Aenderung  des  Hilfsdienitgesetzes

Wie  der  „Lok.-Anz.“  hört,  sind  die  zitändigen
  Vehörden  zurzeit  mit  einer  Umarbeitann
einiger  Beflimmungen  des  Hiljsdienstgesetze:  auf
Grund  der  bisher  gemachten  pralrischen  Ersah-=rungen
  beschäfligt.  Auch  sind  mancherlei  Ergänzungen
  des  Gesetzes  in  Aussicht  genommen,  um
die  Lüden  auszufüllen.  die  bei  seiner  Haudha.
LEELIEIIIIIt

Berschieb#ene  N##eht0n

Berlin,  3.  Aug.  Dem  Kriegewuäcraml
war  es  soil  la  nmgem  belanm,  vai  durd  einen  im
grosen  betlichlenen  Schleichhanel  an  der  On
lerliefte.  nament.  i#  im  Beziri  Swinemüönde,  die

Velieserung  mit  Aalen  und  Fiundern  san  völlig
hlozte.  Da  die  Ortspolizeilel  örde  bei  der  Auf
lärung  auf  flärlsien  Widernand  itieß,  ent  anele
das  Kriegomuc  erami  Veamse  nach  Swinemane
und  Ablbe.  da#  i  hat  sich  ergeben,  daß  in  diesen
  beiden  Vadevrien  die  Zemralen  für  der
schm#ungl  afteiten  Schleichhandei  zu  erblien  wa
ren,  Al  ibec  aber  als  deisen  Ho.  kurg  unzusel.en
  in.  Millionenwerte  gingen  bier  dem
Marite  verloren.  Als  Baupꝛirefspunlt  der  Fi
scher  und  Neucherer  ergab  sich  das?  Vollwert  in
Zwinemünde.  Obwohl  alle  Warc,  sowie  sie  d.  #
Ufer  etreis!  bal.  seit  Seplember  19160  durch  die
Fitcklt  andelsge  sellschaft  in  Stettin  als  beschlagnalime
  Hilr.  jain  man  in  Swinemünde  geradem
visen  cinen  nerlbotenen  6  ojha.ibel  siä  en.  wit!
lein.  Frauen  ii  rieiigen  Kiepen  warielen  auf
dir  Anlunsi  rer  Fischer  und  irügen  tägiich  vie  je
Jentner  Für  forl.  Nal  ich  wurden  aun.  di
D0%  iT  in  der  Uiglaurlich'ten  Weise  ubersch
  itten.  Daßer  #i#l#che  allmählich  bei  den  amtlicten
  Stellen  die  Verleilung,  zmnäch't  in  den
Kümftenslädten  selbst.  dann  aber  aud  in  dem  Grosärten.
  n  e  30  Fälien  lamen  die  Bem
len  dem  verwerstichen  Treiben  des  Schlein!
delr  am  die  Spur.  Die  meillen  Fi  sa  er  und
cherer  echiätten  ganz  offen,  aft  sig  arundĩätziich
nidis  ab  rn.  Das  Vieer  sei  frei  und  was  tie
al-  *!lr  ung  b  imbräg  ien.  sei  ihr  Eigimum.  Jeht
i#ll  ein  Se#ldatenlommando  damit  beaufteagt.  den
Strauen,  Pon  mu#.-Veriehr  zu  überwarhen.
Bald  urt  rdg  n  nun  die  täglichen  zeninerweisen
Hinter:  ziebungen  erledig:  uno  dam  ein  geor#-urter
  Verlan?  nuch  den  Grosktädten  ermegiicht
jein.  In  Abiue.  sind  bis  auf  4  oder  5  VBeniebe
  alle  Näuc  ereien  geschlossen  worten.  àJi

der  amtlich  versiegelien  Esgebcechischen  Naucherei
Rten  die  2.  erliner  Beamten  auf  eiwa  2  den:
ner  zum  Spllichhandel  Leimmte  Flundern  und
Aale.  Als  man  mil  Hilse  mehrerer  Soldalen
diese  Mengen  beschlagnal-men  wollle,  lam  #
zu  saweren  Vedrohungen  der  Veamten.  Tgaebrechl,
  der  sich  mit  seiner  Fran  wie  rafend  gehärdete,
  ris,  schließlich  den  gesamten  Vorrat  ####
den  Spieten  herunter  und  zertrampelte  ihn  auf
der  Erdz.  E  lonnte  nigis  geretlat  werden.

Karlsruhe,  8.  Aug.  Der  Badische  Landesverein
  vom  Naten  Ciunz  beginm  mut  einer
Sammlung  von  Frau#chaaren  und  wird  im  der
nädiuen  Zeit  Sammeluellen  im  Lande  errichten.

 

 

  

 

—

 

 

 

 

In  Vetrad#“  lmmen  u#r  undegelamme  He-  tre,
ar  geschnitten  werden  nicht  erbeten.  Für  bestemm.
te  Rohslesse  il  Frauenhaar  als  vorzüglider  Ersatz
  besunden.

Aklessandria,  8.  Ang.  Der  Schuellzug
Genua  Mailand  entgteiite  litte  Nacht  auf  dem
Vahnlofe  Serivia.  Drei  Wagn  stürzten  um,
rrei  andere  wurden  zertrümmert.  33  Personen
wurden  gelöter,  etwma  hundert  verletzt,  darunier
mehrere  ichwer.

Baverische  Kacheschten

Amberg,  3.  Aug.  Der  auf  Urlanl  hier  weilende

  Tienier  Kaver  Meier  und  sein  Vater  ertrantten
  an  Wurnver:  aisiung.  Während  der  Vater
  sich  wieder  erholte,  ill  der  Sohn  nach  schwerem
  Leiden  gestorben.
Sweibrücken,  8  .August.  Der  Ruhm  der
zer  Ste  übl  F:  aniemhal  und  Kaiserslautern,
ziten  Warfu,  gänger  in  der  Pfolz  bese  ssen  zu
Paben  un  di:  Stadt  Zweibrücken  night  ruhen
lassen.  Dieser  Tage  Tonnten  aud  hier  die  ersten
Barfüf  ler  bkobeack  riel  werden  und  zwar  w#ren  es
zwei  jung:  Damen,  die  ebenso  ibolz  wie  vorsig  *
mit  bi  iFüsen  zur  Poĩt  wandelien  und  so
auf  die  sem  Geb  iete  balntted:end  wirsien,  nach
dem  in  anderen  Städzen  das  it  irlere  Geschlecht
di:  Ini:  ianire  era#sen  hatte.  T  Qumen,  die  unbe
strünepfte  Faie  in  Uap#ernden  Sa  ndalen  iruge.]6
waren  kier  sd.#e=  n  langere  Zeit  an  der  Tagerord
lnung.

 

  

9n

dire

 
  

—
—

 

 

Geeende.

uufstein,  3  8.  Aug.  Die  Lilla  des  Kapeli

meilerr  Ouo  Singer  in  Kusnein  ging  durch

Kam  in  den  Vesit  des  Ober#t  Daumgariner  aus

Halschein  in  Mähren  über.  Die  Verhandlungen

leitere  das  Immol  gzienb  rd  Josef  Vader  in
München.  **  Ufrare  16  3.

Innsbruck.  3.  Aug.  Das  Ende  der  Kartofseliagden
  im  Siein  mial  ist  mir  dim  1.  Ananm.
rem  Tag  der  Kartosselbe:  chla  eahme,  gelemmen.
  Am  der  Secke  Junsrus  Landeck
lLeinchten  die  letten  W  cchen  in  dieier  Hinsicht
sa  auderlafte  Zunände.  Wähtend  bieser  Zeir
Latt  wolll  jeder  der  brei  Per  onemsüge.,  die  jetzt
am  Morgen,  am  2####millag  und  am  Nachmitlag
  von  Innsdrud  nad:  Westen  gehen,  niehr
als  100  Kartoffe  liäger  bejördert  und  ebemo
vriele  waren  an  demselben  Tag  nack  Jnnsbruck
zurnägelel!:#t,  #n.a#!  der  DNiol#  uölierung  nur
nad  Marn  gabe  des  Blatzes?  B.  orderung  gewähr
leinel  wir.  Diese  Parsonen#üge  Dalten  ofl  25
Wagen.  Der  fiüchig:  Beobachler,  der  die  ansirhenden
  Kinder,  Frauen  und  #iteren  Männer
jah.  hälte  meinen  lönnen  er  hordle  sich  um
ur  tlung##ig:  Ausflügler.  Sah  man  uber  näher

so  brmerte  man  leere  Nussäde  bei  den  Auskbeenn
  itraff  g  spannt-,  an  denen  sich  deutjich
  die  Formen  der  erfehnten  Knollen  seigic.,
bei  den  Le  imlel  renden.  Wiit  der  Fahriin  irgend

   

 

   
      

 

Aaxin

iinntal-  mamar  ci  üuber

lichi  gen:g  dann  munie  auch  noch  ein
langer  Wen  zurn  hreiegt  Urden.  dener  uan
zu  den  ersel.aten  Karrosi-  Iin  geiangie.  Di-  9#o#e

Gegend  mar  von  Jäg:rn  wie  nbersartremen.
Wenn  man  an  einem  dir  leten  Tage  zum  Nei
spiel  von  dem  wellverlassenen  Dötjgen  unien.
pnersful  am  Jun  durck  den  Watd  zum  Hoch
blateau  aufmieg,  auf  dem  der  reizende  lle  ine
Ort  Obervperfuß  liegi.  lannie  man  die  Kartos.
ieljäger  in  heilen  Scharcin  von  allen  Zeilen
Lerantommen  sehen.  Sie  alle  hatien  Jagdalüd.
noch  am  31.  Juli.  freilich  mußten  sie  die  Strecke
lteuer  beahlen.  Man  se  änt.  daß  während  der

à
*

 

beiden  Jagdwochen  täglich  eiwa  20  1v00  Kilogramm
  Bartoffeln  nach  Innsbruck  gebracht
wurden.

 

Freitag,  10.  August  1912

Saneeischye  Oherka#n#s

Balfing,  8.  Aug.  Li=  geistesgesidrte  Gürlersfrau
  Maria  Krug  aus  Rundorf  brgab  sich  am
b6.  Juli  morgens  zur  Kirch-e  und  ist  seit  dieser
Zeit  #purlos  verschwunden.  Es  iist  nicht  auogeschlossen.
  daß  li#  sich  heimlich  auf  den  Weg  zu
einer  Wallsalrt  naoch  Altötling  gemacht  hal.
Die  Frau  hat  *  eiwa  20  Mk.  Gelo  bei  sich.

HDofolding,  8.  Aug.  Ein  freck.  er  Einbruchdiel
  slahl  wurd:  Leim  Oekonomen  Joseph  Brunner
  „um  Lipp“  verübt.  Als  am  LCieustag  die
Brunneisa  en  Ehelente  vom  Felde  heimlamen,
wollte  Frau  Vrunner  eine  20  Mk.  Note  wechseln.
Wie  erschnocken  war  sie  nn,  al#  sic  mnächn  die
Schlütsel  zur  eisernen  Grlotassette,  die  im  Schlafzimmer
  angesä-raubt  war,  nicht  fand.  Beim  weiteren
  Nadssehen  stellie  sich  Deraus,  daß  ein  Geld-###ag
  von  92000  Mart  in  je  160  Mk.-Scheinen
sowie  eine  goldene  Damenahr  mit  Keite  und
Brosche  abhanden  gelommen  war;  ferner  sehlte
nock  ein  weilerer  Velrag  von  101.0  Ml.,  den
Brunner  zur  Auilrwahrung  batse.  Ein  Beirag
von  weiteren  0C0#n)  Ml.  in  Pfandbriefen  blieb
unberührl!.

w#asserbura,  8.  Aug.  Ein  angenehmes  Gemuniel
  gebt  durch  die  hiesige  Bevölierung:  ab-15.
  Augun  soll  es  wieder  scöne  Semmeln  geben.
Und  damit  würde  der  lange  entbehrte  Knöder
wieder  ausleden.

wasserburg,  6  Aug.  Ein  alies  Handwerl,
das  früher  hier  in  großer  Blüte  sland,  im  auf
den  Austerietat.  guseczt.  Es  isl  die  zunft  der

Schopper  und  Schiffbauer.  Als  eimiger  noih
betreil:  sie  hier  Or.  Jos.  Arthammer,  vulgo
Fritzen  Sepp.  Mit  Fleil  und  Auesdauer  baut  er
die  Schisse  groß  und  liein  und  verschickt  sie  den
Inn  auf  und  abwärts.  Auser  ihm  nerden  sich
solche  Schif  fbauer  nur  noch  in  Neubeuern,  Sim
bach.  Allöninz  sinden,  meist  schon  ällere  Leule.
die  irre  Kunn  mit  inr  Grab  nehmen,  ohne  d.
funge  re  #ie  eilernt  härten.  Vei  der  Hebung  der

Jinnichissahr:  dürften  neue  Krasie  hrrung’bilbT
ersen.

Rühldorf,  3.  Uug.  Der  Potichafiner  Kar
zu  i  vnn  hier,  der  bei  Kriegolbeginn  als
Untarojittier  ins  d  ruckse,  lärzlich  mi  dem
Ei  ernen  Kreuz  #  ezeichnet  und  lurz  dareinf
zunm  Feldwebe  bfürdert  wurde.  in  ient  i
sierIi#ifrer  geworden.

Traunstein,  8.  An3.  Man  halle  al  glauk  I.
das.  wie  in  Kusfuein  auck  bier  oder  in  nächiler
Nähe  Kriegerheimiäten  eruehen  wurden  allein
der  Maginrat  haite  beschlossen.  dem  baner.
Städieiag  bie  cuefür  1!00  Marl  gieick  wie  die
Stadt  Rosenlieim  in  bewillig:  n  und  das  Ge—
meindelollegium  schlon  sich  in  seiner  vorletzten
Sinung  mil  allen  gegen  eine  Stimme  an.  Der
Gegnet  hat  ausaefülti.  daß  unler  allen  Daner.
Städten  Traunftein  die  einzige  sei,  meldte  einen
ganzen  Siadi#teil  hat  erwerben  mussen,  weil  man
sont  Gesahr  gelausen  märc,  daß  arbrüslose

Leute  in  der  Au  sicl,  angesammelt  länten  und
vielleic!  cine  Induitrie  entsianden  wäre,  die
aus  Traumein  die  Fremden  vertrieben  häüle.
itatn  ji:  unzuziehen  uno  daß  man  deshalb  Grund
und  Boden  oder  Gebäude  zu  dem  Jwecke  hatte
antieten  sollen,  amtart  Geld.

Berchtesgaden,  6  Aun.  Das  Bezirksamt
rli-  s  unterm  4.  Aug.  eine  Anoren#nng,  wonach

H#teis.  Pen,  ienen  und  son'lig:  Fre  renbettieb.
u  läe  die  Fremdenbehe  erbung  a  Huuptbern
auonben,  nur  mehr  die  Hälfte  der  Zahl  von
Fremden  kei  sil  ausinehmen  dürfen.  welche  sie
an  einem  Tag  in  der  Woche  vom  15.  bie  21.
Juli  1917  beherbergt  ha#d#en.  Bad  N  vennaal

salit  nicht  unter  diese  Verordunng.

ie  Getdenksafssanse
vergülen  #r  alle  Goldaschen  den
vollen  Goldwerl.

 

 

 

 

Von  einsemen  Menschen.
Roman  von  Fritz  Gangder
machrru  b#n)
mit  diesem  Bilde  jeinen  erslen
lmunen.  Krendigen  Hezens

36
Gr'alg  feaen  Zu

 

7

ELIEIIIEIIIII  ihn  mit
Rottraut  Vollmann  ansammengeführt.
·  *
*

Bierzehn  Tade  lang  bemühte  sich  Reimarus
nun  (Wön,  den  Aujenthur  Wolsgangs  zu  ersahren.
  Olconore  acle  is  in  wiederyolt,  er  solle
das  tonetn  Suchen  an  Wenn  nict
irgendem  Ziuialt  zu  Oils#e  latc.  sei  es  so  gut
wie  unolicats.  Os,  den  Vei:  scchwundenen  zu  Unden.
Und,  sie  dene  nicht  daran,  ihm  bei  seinem

Forschen  bedililuh  zu  lein.

Und  doch  war  gerabe  sie  bei  weitem  eifriger
bemin  tnt  Won  Zamo  Spur  zu  entdecken,  als  der
Bruor  .  snnrlsinst  nitvsskteiusdeckt-aheapoImnt.
  n,  n..«Iqia.1  ne  den  Portiers  ror
den  Horeis  in  ba.  Gesicht,  und  eisrig  hielt  lie
unter  den  E##  bgenischließtern  in  den  Theatern
Umschau.  de  imer  der  Strasrenbahn
waren  vor  ibrem  #obüuchten  nicht  sicher,  und
lelost  auf  den  Gesichtern  der  Straßenkehrer
#erl.  ir  zuiende  ge.

lleorrail  und  zu  jeder  Stunde  des  Tages
bewegte  sie  der  Gedanke:  Werdo  ich  ihn  nicht
endlich  sehen,  nicht  endlich  jinden?  Irgendwo
  muß  er  doch  geblieben  sein!

Aber  Berlin  ilt  mit  seinem  Gewirr  und  der
Millionenzayl  seiner  Bewohner  wie  ein  endloser
  Zrrgarten  und  wie  ein  unergründliches,

 

 

 

 

 

  

 

 

brandendes  Meer.  Es  war  eigentlich  Wahniinn,
hier  auf  gut  Glück  und  auf  eigene  Faust  einen
Menschen  suchen  gu  wollen,  der  in  der  Verborgenheit
  zu  bleiben  wünschte.

lind  wenn  Eleonore  dann  wleder  einmal

om  Ende  des  Tages  einen  neuen  Mißerfolg
u  vielen  alten  Enttäuschungen  legen
mutee,  fragte  sie  sich  häufig,  wie  es  komme,

daß  sie  ploglich  dieses  Interesse  für  Woligang

Warnick  hegte.  Vor  dem  zufälligen  Begegnen
an  jenem  Morgen  auf  dem  Bahnhofe  hatle  sie
doch  während  eines  holben  Jahres  und  lönger
nicht  an  iyn  gedacht.  Wenigstens  kaum  gedacht.
Jedenialls  nie  die  Hicht  bebabt.  ihn  zu  suchen,
nie  den  Wunsch,

Aber  Wöhrend  senes  Hoforn  Jahres  hatten
auch  die  Verhältnisse  ganz  anders  gelegen.
Damals  bedurfte  er  keines  Menschen;  denn
.  senerte.  —s  und  sorgenlos  lebend,  einem

rufe  zu,  er  zw  gewollt,  aber  zu
kern  er  sich  ven,  bchtee  drängen  lassen.  Außerdem
  war  sie  nach  dem  einzigen  Zusammensein
  auf  dem  Ausfluge  nach  Wannsee  mit
einem  Gesühle  des  Mißfallens  von  ihm  gefa,
  leden.  Er  war  ihr  gleichgülllg  gewesen.  Sie
hatte  üon  verachtet.

ien  aber  bejand  er  sich  in  äußerster  Not,
ieß  Wie  Horst  von  Doktor  Erselius  erfahren.
sich  mit  seinem  Vater  überworfsen  und  sein
Studium  ausgeben  müssen.  Und  nun  rang  er
gewih,  um  seiner  Sehnsucht  solgen  zu  können.

Eleonore  wußte,  wie  socchen  Menschen  zumute
  ist,  die  lhrem  Ideal  leben  wollen,  und
denen  allerlei  Schwierigkelten  sich  in  den  Weg
siellen.  Sie  war  einst  in  derselben  Lage  gewelen.
  domals,  als  sie  mühsam  roschen  um

en  in  ihrem  Beruf  ais  Kindergärlnerin
autabomenaespor!  halle,  um  endlich  ibr  Studium

 

 

beginnen  zu  konnen.  Sie  wußte  es  von  ihrem
Bru

Sie  erlebte  es  mit  ihm  zusommen  noc
ieden  neuen  Tag,  wie  sie  arbeiten  und  kämpfen
mußten  ohne  Nast  und  Müdewerden,  immer
nur  die  Hoffnung  in  der  Seele:  Es  wird  und
am  Ende  gelingen.  Wir  werden  einmal  vor  dem
Erfolg  stehen  und  in  ihm  glücklich  sein  nach

ganz  natürlich

allem  Kampf.

a  nicht  daß
sile  eigem  Weldensgenosen  helfen  woll,

aunnte  belsen!  *  Prlsreute

sich  r  eon“  idr  vieler  ewnikahreichr.  Verbindungen
und  Protektionen.  Wenn  sie  ein  einziges  gutes
Wort  für  ihn  einlegte,  eine  Bitte  aussprach,
so  würde  man,  sie  war  davon  überzeugt,  nich!
mit  Achselzucken  ltommen,  sondern  ihr  gern  gefällig
  sein.  Schon  um  ihretwille

Und  nun  fand  sie  den  nicht,  #em  sie  helfen
wollte  und  ziian

Ordentlich  gram  war  sie  ihm,  daß  et  so
elaensinnia  und  hartnäckig  war.  Und  n
ne  mit  Horst  von  ihm  sorach,  schalt  ne  n-t
und  nannte  ihn  hochmütig  und  selbitberrlich
Aber  heimtich  freute  sie  sich,  daß  er  jo  lühr
kümpfte  und  nichts  scheute.  Gejauch-#  hättt
sic,  wenn  sie  ihn  als  Stiefelputzer  gesunden.
Um  endlich  zu  seiner  Kunst  zu  kommen,  mußte
man  oben  alles  tun.  Damit  bewies  man,  daß
mon  es  treu  und  ernust  mit  ihr  meinte.

in  regnerischer  Augustmorgen  war  nach
aller  Glut  und  Dürre  der  verflossenen  Wochen
über  Verlin  auigeitiegen.  Es  rann  und  tros
und  gab  Kühle  und  Erquickung.

Glnore  und  Horst  waren  gegen  Mittag,
ols  der  Regen  ausgebört  hatte,  in  den  Tiergarten
  gegangen  und  lebrien  eben  zurück.
Sle  erfuhren  von  ihrer  Wutin,  daß  vor  einer

 

balben  Slunde  ein  Herr  nach  ihnen  getlragt
Dün
“  Die  Geschwister  saben  sich  an  und  dachten
belde  sofort  au  Woligang.  Cvenso  schnel  ver“
warken  dann  aber  beide  den  Gedanken  wieder,
und  Elconore  verimumte:  „Cs  wird  einer  deiner
Freunde,  vielleiht  Milmann  gewesen  lein.“

„Ich  dachte  an  Wannick.“

auch.  1  daz  ist  ja  Unfsinn.“
eo  ü#chele  in  sich  hinein  und  schüttelte  den

.  der  Herr  seinen  Namen  nicht  genannt,
  Frau  Nenner:?“  fragle  Horst  dann  in
die  Küche  binaus.

Ja.  Das  hätte  ich  beinahe  vergessen.  —
sagte,  ich  solle  von  Woligang  Wernick  einen
Geuß  bestellen,  und  er  würde  am  Nachmitlag
wiederlommen.“

Die  Geschwister  sahen  sich  verblüilft  an.

„Also  doch  !“  lonnte  Uleonore  nur  sagen.
Sie  legte  Manlel  und  Hut  ab,  schtitt  nuruhi#g
durch  das  Zimmer  und  bewente  in  wiederholtem
leisen  Schütteln  den  j.  hanen  Kopf.

„Weiß  Loic,“  hub  Horft  endlich  an,
„da  must  ctwas  ganz  Außergewöhnlicheo
paisiert  sein;  denn  soust  wäre  er  nicht  gekommen.“


„Vielleicht.  —  Vielleicht  ist  aber  auch
dieser  beabsiwtigt  gewesene  Besuch  nur  ein
neuer  Beweis  für  seine  Ungerechenbarkeit.
Seine  Stimmungen  wechseln  wie  das  Wetter.  *

„Du  urteilft  hart."  ,

„Ich  tenne  ihn.“

„Dn  biit  ja  laum  ein  paar  Siunden  milt
ihm  ujammen  iwrsen,  Kleinchen.“

(Fortsetzung  solgt.)

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