Metadata : Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

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über  Pommern,  die  schon  den  Markgrafen
von  B.  1181  verliehen  war,  von  neuem
ur  Anerkennung.  Sein  Enkel  Joachim  I.
Joachim  1)  stiftete  die  Universität
rankfurt,  errichtete  das  Kammergericht
und  setzte  an  Stelle  der  Lehnshoheit  1529
die  Erbverbrüderung  mit  Pommern.  Sein
Nachfolger  Joachim  II.  (s.  Joachim  2)
hat  durch  die  Annahme  der  Reformation
(1539),  die  Erbverbrüderung  mitdem  Herog
  von  Liegnitz  und  die  Erwerbung  der
röfolpe  in  Preußen  die  Keime  gelegt,
auswelchen  später  die  branbenburg-#euß,
sche,  protestantische  Großmacht  in  Deutschland
  erblühte.  Sein  Sohn  Johann  Georg
(1571—98)  vereinigte  wieder  die  Neumark,
  welche  sein  Oheim  Johann  seit
1535  mit  Umsicht  verwaltet  hatte,  mit  der
Kurmark,  verstärkte  durch  die  Vermählung
  seines  Enkels  Johann  Siegmund
mit  der  ältesten  Tochter  des  Herzogs  Albert
  Friedrich  von  Preußen  die  Ansprüche
seines  Hauses  auf  dieses  Herzogtum  und
erwarb  neue  auf  die  Herzogtümer  Jülich-Kleve.
  Eine  abermalige  Zerstückelung  der
Mark  verhinderte  Johann  Georgs  ältester
Sohn  erster  Ehe,  Joachim  Friedrich  (s.
Joachim  3),  indem  er  seine  Stiefbrüder
durch  die  fränkischen  Fürstentümer  entschädigte.
  Unter  seinem  Sohn  Johann
Siegmund,  der  1613  zum  reformierten
Bekenntnis  übertrat,  erfolgte  dann  die
Erwerbung  des  Herzogtums  Preußen  1618
und  der  Länder  Kleve,  Mark  und  Ravensberg
  1614,  mit  welchen  der  Grund  zu  den
spätern  Provinzen  Rheinland  und  Westfalen
  gelegt  war.  B.,  das  um  seines  ausgedehnten
  Ländergebiets  willen  zur  Führung
der  Protestanten  im  Reich  berufen  schien,
konnte  unter  der  Negierung  des  schwachen
Georg  Wilhelm  (s.  Georg  10,  noch  dazu
in  der  schweren  Zeit  des  Dreißigjährigen
Kriegs,  den  ihm  gebührenden  Einfluß  nicht
erlangen  und  ward  von  Kursachsen  noch  in

den  Schatten  gestellt.
Erst  der  Große  Kurfürst  Friedrich  Wil-9),
  welcher  durch  die

helm  (s.  Friedri
Erwerbung  von  Magdeburg  und  Haloden
  gewann  und

berstadt  in  Sachsen

mit  Hinterpommern  nebst  Kammin  den
ößten  Teilvon  Pommern  1648  erlangte,

ba  den  brandenburgischen  Staatzur  asten

Brandenburg.

protestantischen  Macht  Deutschlands  ererhoben.
  Indem  erdann  die  Unabhängigkeit
  Preußens  von  Polen  erkämpfte  und
die  weit  zerstreuten  Lande  seines  Reichs
dem  Willen  des  Herrschers  allein  dienstbar
machte,  indem  er  ferner  durch  die  Siege
von  Warschau  und  Fehrbellin  vor  den
Augen  Europas  bewies,  daß  sein  neuer
Staat  mächtig  #eg  war,  mit  den  großen
Reichen  des  Nordens  und  Ostens  um
den  Vorrang  zu  streiten,  erhob  er  B.  aus
der  immerhin  bescheidenen  Stellung  eines
Kurlands  in  die  Reihe  der  europälschen
Mächte.  Sein  ehrgeiziger  Sohn  Friedrich
  III.  (s.  Fried  rich  17)  gab  der  Schspfung
  seines  großen  Vaters  auch  äußerlich
  den  Rang  unter  den  Mächten  Europas,
  indem  er  18.  Jan.  1701  Preußen
um  Königreich  erhob.  Das  Weitere  s.
Preußen  Vgl.  Droysen,  Geschichte
ver  wehischen  olitik  (1855  ff.,  bis  jetzt
2)  Ehemals  reichsunmittelbares  Bistum
  in  der  Kurmark  B.,  dessen  Sprengel
den  größten  Teil  des  Regierungsbezirks
Potsdam  umfaßte  und  dem  Erzbistum
Mainz,  später  Magdeburg  unterstellt  war.
949  von  Otto  d.  Gr.  begründet,  wurde
dasselbe  1539  evangelisch,  weil  der  Bischof
  Matthias  von  Jagow  zum  lutherischen
  Bekenntnis  übertrat.  Dessen  Nachfolger
  Joachim,  Herzog  von  Münsterberg,
agte  1500,  un  das  Bistum  ward  fortan
von  Kurbrandenburg  verwaltet,  bis  es
1598  ganz  eingezogen  wurde.
Braudenburg,  Friedrich  Wilhelm,
Graf  von,  preuß.  General  und  Staatsmann,
  Sohn  des  Königs  Friedrich  Wilhelm
  II.  von  Preußen  und  der  ihm  morgangiis
  ch  vermählten  Gräfin  Oönhoh  geb.
.  Jan.  1792  zu  Berlin,  trat  1  in
die  preußische  Armee,  machte  den  Befreiungskrieg
  mit  und  befrhligte  seit  1839
als  kommandierender  General  das  6.,  später
  das  8.  Armeekorps.  Am  8.  Nov.  1848
trat  er  an  die  Spitze  des  Ministeriums  und
wirkte  bei  der  Auflösung  der  Preufischen
Nationalversammlungund  der  Verleihung
der  Verfassung  vom  5.  Dez.  mit.  Als  im
Herbst  1850  der  Krieg  zwischen  Osterreich
und  Preußen  in  naher  Aussicht  stand,  begleitete
  B.  den  Prinzen  Karl  nach  War-