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F und durch deren Ringe die Stalleine
gezogen, welche, 20 m lang, an
dem einen Ende einen Knebel, an dem andern
eine Schliuge hat, durch welch letztere
der Knebel der nächsten Stallleine gesteckt
wird, u. s. f. An der Stallleine werden die
Halsterketten der Pferde befestigt.
Pillenbolzen, s. Zünder (S. 381).
Pillenlichte, aus Brandsatz gepreßte
Cylinder (4 em lang, 1,5 cm dick), an
einem Ende mit Zündpille versehen und
in Papier gewickelt, werden mit dem
Zündschloß entzündet und dienen, in der
Lichterklemme ecend, zum Abfeuern der
Raketen, Entzünden der Fenuerballen,
Spreugbüchsen 2c.
Pinasse, s. Boote.
Pioniere, s. Jngenieurkorps.
Pistole, kurze, mit einer Hand zu führende
Feuerwaffe, in der deutschen Armee
nur mit glattem Lauf vorhanden, wird
gegenwärtig (1880) noch von den Kürasieren,
einem Teil der Ulanen und der
Artillerie geführt, aber in nächster Zeit
durch den Revolver ersetzt werden. Die
P. kam um Mitte des 16. Jahrh. als
Reiterwaffe in Gebrauch.
Pivot (#pr. woh), der Drehpunkt, um
den eine Schwenkung stattfindet; in einer
Truppenabteilung der betreffende Flügelmann.—Beiden
Rahmenlaffeten schwenkt
der Rahmen um ein P. mit Pivotbolzen.
Bei Küstenlaffeten liegt das P.
unter der Feuerlinie, bei Schiffslaffeten
in der Bordwand oder bei Mittelpivotlaffeten
mittschisss.
Pplackwerk (Plackage), die Bekleidung
von Böschungen in Erde. Wildes P.
wird durch lagenweises Aufschichten und
Feststampfen lehmbaltigen Bodens für
Böschungen von vorübergehender Dauer,
regelmäßiges P. bei Böschungen an
Festungswerken hergestellt, wobei zwischen
die Lagen Quecken gelegt oder Grassamen
eingestreut wird, um eine Berasung zu
erzeugen.
Plankammer. Die unter der Abteilung
für die Landesaufnahme des Großen
Generalstabs stehende Sammlung von
Karten und Plänen, aus welcher auch im
Krieg die Armee mit allen Karten 2c. versorgt
wird. Sie steht unter Verwaltung
Pillenbolzen — Polen.
eines Offiziers als Plankammerdirek.
torse und wurde von Friedrich Wilhelm
I. gegründet.
Plänkern, s. Blänkern. 4
Plattform, die Oberfläche von Geschützständen,
meist von Türmen oder Baulichkeiten,
deren Oberfläche zur Geschützauf
stellung hergerichtet ist.
Plohor, der den Kommandanten
von Festungen oder offenen Orten als
Büreauchef beigegebene Offizier, dem
die Befehlsausgabe an die Truppen der
Garnison obliegt. Der Titel = P.= ist unabbing;
von der Cbarge.
latzbatrone, s. Patrone.
Plünderung. Nach dem Militärstrafgesetzbuch
macht sich der P. schuldig, wer
unter Benutzung des Kriegsschreckens oder
unter Mißbrauchseiner militärischen Üüberlegenheit
in der Absicht rechtswidriger Zueignung
eine Sache den Landeseinwohnern
offen wegnimmt oder denselben abnötigt,
oder wer unbefugt Kriegsschatzungen und
Zwangslieferungen erhebt oder das Maß
der von ihm vorzunehmenden Requisition
des eignen Vorteils wegen überschreitet.
Die P. kann sowohl an Civilpersonen des
eignen wie feindlichen Landes ausgeübt
werden, sie setzt stets die Abnötigung oder
gewaltsame Aneignung voraus; Pader
diese nicht statt, so geschieht keine P., sondern
ein Diebstahl. Die Aneignung von
Lebeusmitteln, Bekleidungsgegenständen,
Feuerungsmaterial #. ist keine V. Das
Beranben Kranker, Verwundeter oder Toter
auf den Schlachtfeldern wie der Kriegsgefangenen
ist gleichfalls nicht P., wird
aber strenger bestraft als diese.
Podewils-Gewehr, s. Handfeuerwaffen
(S. 180).
Points (#pr. poängs), die beim Exerzicreu
zur Festlegung einer Richtung aufsgestellten
Personen, welche jetzt hauptsichlich
nur noch zur Bestimmung der Paradelinie
dienen.
Poitrinal (Petrinal), s. Handfenerwaffen
(S. 175).
Polen der Hohlgeschosse bezweckt
die Ermittelung der Geschoßschwerachse
und geschieht in einer mit Quecksilber gefüllten
Polschale. Da das Geschoß auf
dem Quecksilber schwimmt, solegt essich so,