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hindeutete, würde die nöthige Verstärkung zu lange
verzögern. Zudem eröffnet dieselbe nur Aussicht auf neue
Kämpfe in Zukunft. — Ein Vorzug der neuen Vorlage aber ist
gerade, daß sie durch Uebertreffen der französischen Rüstungen
einen Abschluß bringen will. Die Verjüngung der Feldarmee
würde beim Vorschlag Bennigsen verringert werden.
Die verminderte Einstellung würde natürlich eine Schwächung
der projektirten Friedensstärke zur Folge haben, mit der man
sich bei dreijähriger Dienstzeit leicht abfinden, die aber bei zwei-Hähriger
sehr nachtheilig wirken könnte.
Wenn wir auch über die Nachtheile eines verminderten Etats
der Feldbataillone im Frieden hinwegsehen wollten, so handelt es
sich ja doch um die Erhöhung der Kriegsstärke durch die vermehrte
Einstellung.
Daß die Zahl der Offiziere und Unteroffiziere erst in 3—4
Jahren voll sein wird, ist ein Uebelstand, den wir auch 1860 mit
in den Kauf nehmen mußten. Wir betrachten die äußere Lage
als eine außergewöhnliche. Zur Erfüllung unserer Aufgabe gehören
auch außergewöhnliche Mittel. Der Einwand des Herrn
von Bennigsen bezüglich der Offiziere und Unteroffiziere ist nicht
leicht zu nehmen. — Zur Ueberwindung der Schwierigkeiten giebt
es indeß Mittel. Wir führen als solche an:
Einziehung von Reserveoffizieren unter Anrechnung der
Uebungen. So verfuhr man auch 1860. Es finden sich immer,
insbesondere unter den Beamtenklassen, Männer, welche sich zu
manchen Zeiten ganz gern einziehen lassen.
Ausgiebigere Ernennung von Offizierdienst thuenden Vicefeldwebeln
in der Uebergangszeit.
Ebenso Zurückhaltung brauchbarer Leute des 3. Jahrgangs
für die nächsten 2 bis 3 Jahre zur Aushülfe beim Unteroffizierdienst,
unter Zahlung einer Zulage.
Bei dem Eifer und der Elastizität unseres Offizierkorps
wird man mit diesen Mitteln in der Uebergangszeit auslangen.
Größerer Andrang zu den Unteroffizierstellen wird sich sicher
finden, wenn man die nöthigen Mittel aufwendet. Frankreich,
wo dies geschehen ist, hat Ueberfluß an Unteroffizieren.
Daß es nun einen bedeutenden Unterschied in der Mehrbelastung
des Volkes ergiebt, ob man ein Mehr von 45 000 Rekruten
oder von 60 000 bewilligt, das werden mit mir sehr Viele nicht.
anerkennen wollen. —
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