Nun war's schon der dritte Morgen, daß sie ihres Vaters
Haus verlassen hatten. Sie fingen wieder an zu gehen, aber sie
gerieten immer tiefer in den Wald; und wenn nicht bald Hilfe kam,
so mußten sie verschmachten. Als es Mittag war, sahen sie ein
schönes schneeweißes Vöglein auf einem Ast sitzen; das sang so schön,
daß sie stehenblieben und ihm zuhörten. Und als es fertig war,
schwang es seine Flügel und flog vor ihnen her; und sie gingen ihm
nach, bis sie zu einem Häuschen gelangten, auf dessen Dach es sich
setzte; und als sie ganz nah herankamen, sahen sie, daß das Häuslein
aus Brot gebaut war und mit Kuchen gedeckt; aber die Fenster
waren von hellem Zucker.
Lesebuch für Mittelklassen. D.