Nummer 120
Neosensseimer Unzel#g
Sonntag, 27. Mai 19
Schweinemetzgern werden deshalb immer geringer;
Schweinefrischfleisch ist nicht mehr zu haben.
münchen. 25. Mai. Der Verein für Vogelschutz
in Bayern hielt seine diesjährige Generalversammlung
im „Domhof“ ab. Der ersle
WVorsitzende, Bildhauer MWünsche-Nottach, erstattete
den Jahresbericht und führte aus, daß
auch in diesem Jahre die prattische Tätigkeit des
Vereins aus begreiflichen Gründen sehr cingeschränkt
war. Deshalb wurde das Hauptgewicht
der Vereinsarbeit auf Aufklärung und Belehrung
gelegt. Eine größere Anzahl von Eingaven
wurde an die zustänoigen Behörden gerichtet.
Nechtsanwalt Dr. Gaubatz-Müncken gab
als Leiter der Geschäftsstelle des Vereins über
deren Betrieb einen Ueberblick. Bezirkotierarzt
Dr. Pschorr bericktete über die Erfolge, die der
Verein mit seinen Vogelschutzanlagen auf der von
ihm geleiteten Fohlenzuchtitation Gamerhof bei
Schaftlach erzielt habe, die im Lause des Sommers
wieder besichtigt werden sollen.
münchen. 25. Mai. Die beiden Pfingstfelertage
werden wohl viele zu einem Ausflug in
unseren Tierpark benutzen. Am 1. Feiertag it
dort billiger Tag mit dem Eintrittspreis von
40 Psg. für Erwachsene und 10 Pig. für Kinder.
Das Affenthrater ist weder in Betrieb gesetzt
und das Publilum wird sich an den E iertagen
zum ersten Male an den inunteren Sprün—
gen und drolligen Bewegungen der luitigen
Vierhänder vergnügen lönnen.
Bverische Nachrschlen.
a#ôshut, 25. Mai. Die Belämpfung der in
Niederbayern immer zahleeicher auftretenden
Bisamratte wird jetzt energisch betrieben werden.
Der Kl. Kreisfischercisad verständige für Niederbayern
stellt einen eigenen Bisamrattenfänger
auf. der ausschkienlic. den Fang der Bisamratte
zu betreiben hat.
Fridelfing, 25. Mai. Vei einer Durchsuchung
der kricasgesangenen Franzosen wurden
mehrere Photograxhien weiblicher Gemeindeangehöriger
abgenommen. Die Photographien dieser
netten Damen werden an der Gemeindetasel
Fridolfing zur Ausflellung gelangen. Eine
solche Kur in den Freundinnen unserer Feinde
sehr wohl zu gönnen.
Angsburg, 25. Mai. Aus Thamm#ausen trajen
heute 150 Lanolinder in, die g eführt von
HH. Kgl. Geiĩitl. Rat zwievel, in Verjolgung
des Annäherungsgedaniens zwischen Staot und
Land hier mit Ablaaitung einer ileinen Feier im
Goldenen Saal des Nathanses empianden wurden
und tagsüler die Sebenswürdigleiten der
Stadt und die Krieg luftfahrtauseiiung besichtigten.
Im Ludwigsbau wurde das Mittageslen
eingenommen. Der jungen Schar, Knaben
und Mädchen, zog die Leine Kapelle des
kath. Waisenhanses voraus. Die Passanten fänden
an dem munteren Strafenbe lde viel Gesallen.
KLandsberg, 25. Mai. Lehter Tage landete
ein Flieger in der Landsberger Gegend, was
riele Neugierige herbeileate. Dieje Gelegen—
heit benünte der Ariatiler, die Leute um Eier anzugehen,
und er hatte Glück. In turzer Zeit
halte er über 250 Stüc beisammen. Damn gings
dahin mit dem Bemerien, daß er keine Kontrolle
von der Gendarmetie zu fürchten hälte,
denn in der Luit droben gibts leine!
Dassau, 25. Mai. Der Magiktrat rshlen
die Gemeind eufilagen. wie im Vorjahre, auf
Prozent anzusehen. Die Geiam'summe der Ausgaben
des Etats tetragen 1 636 030 Mark 69
Pfg., die der Einnahmen 933765 Mark 79
Pis.
nürnberg. 25. Mai. Die Handelslammer
Nürnberg hat sich in ihrer Sitzung auf eine
Anfrage des Kriegsamts Nüruberg bezüglich
der Einführung der ungeteilten Arbeitszeit nach
umfangreichen Erhebungen dahin ausgesprochen,
dah diese trotz der zu erwartenden Schwierigkeiten
der Kohlenversorgung für den nächsien
Winter nicht empsohlen werden kann, vielmehr
mit Rüäsicht auf die Ernährungsschwierigleiten,
aber auch aus anderen Gründen die Belbehaltung
der jetzigen, durch eine 1—2 flünoige
Mittagpause getrennten Arbeits jeit dringend geboten
erscheint.
Schweinfurt, 25. Mai. vir Hauptvoranschlag
der Stadt Schweinfurt für 1917 schließt
in Einnahmen mit 536 163 Mark, in Ausgaben
mit 1 706 632 Mark ab. Zur Deckung des Fehlbetrages
von 1 120 469 Mark ist eine Gemeindeumlage
von 150 Prozent zu erheben, was der
Stadtmagistrat genehmigte.
Schweinfurt, 25. Mai. Wie der „Bote aus
dem Haßgau“ meldet, haben in Ballingshausen
bei So#weinfurt franz. Kriegegefangene Gifttabretten
ins Wasser und auf den Weg gestreut
und Schlingen rings um die Ortschaft zum Erwürgen
des Geflügels gelegt. Entspricht diese
Melbung den Tatsachen, so ist solchen Verbrechen
gegenüber die strengite Bestrafung voll gerechtfertigt.
Staffelstein, 25. Mai. In Neubanz ist
das Haus Nr. 9 sjast vollständig *
Die. Besitzerin Witlwe Lang befand sich früh
7 Uhr in der Küche. Plönzlich hörte se wie unter
dem Fußboden ein Geräusch entstand —# und
in selbigen Augenblig riß der Funboden ab uno
fiel mit ihr in die Kellertiefe. Obwohl der eingestürzte
Hausteil aus großen schweren Quaoermauern
bestano, kam Frau Lang wie durch ein
Wunder mit dem Schrecken davon und erlitt nicht
die geringste Verlehzung. Das eingestürzte Haus
et das älteste der Karrei Banyn und war bausällig.
.
Bayuerijches Oberland.
Des Königs Dank und Anerkennung.
Der König hat an den K. Staatsminister des
Innern, Dr. von Brettreich, das solgende Hanoschreiben
gerichtet: „Mit großer Freude und
Genugluung habe ich aus Ihrem TVortrag entnommen,
daß die Frühjahrsfeldbeslellung trotz
der großen Schwierigkeiten „die zu überwinden
waren, in vollkommen befriedigender Weise
zu Ende geführt werden konnte. Dies bedeuler
einen neuen Sieg der Heimat. Ihn dankt das
Laterland in erster Linie unseren heldenhaften
Landfraucu, ihren Kindern und den alten
Bätern Sie haben es mit wenigen Hilfslräften
in unermürlicher Arbeitstreue und zähester
Ausdauer zultande gebracht, daß unser teuerer,
heimallicher Boden, von dem ihre Männer, Väter
und Söhne in bald dr eijährigem blutigen
Ringen eine Welt von Feinden abwehren, auch
in diesem Jahre wieder Zut bestellt woroen ift.
Ihnen allen spreche ich meinen Dam u. meine
Anerlennung aus. Möge Gott ihre Arbeit durch
reichen Erntesegen johnen!“
Hrien, 25. Mai. Ein in weilesten und besonders
in Schützenlreisen beltens bekannter Mann
und einer der älteilen Bürger von Prien, penus.
Lokomotiv führer Fritz Kracher, selerte heute seinen
80. Geburtstag
Aschau, 25. Mai. Die Verwalstungen der
Gemeinden Hohen= und Niederaschau veröffentlichen
folgende Bekamtmachung: Hiemit geben
wir bekannt, das mit Rücksicht auf die Beilimmungen
unseres zuständigen Kommunalverbandes
und die ungemein inappen Zuweisungen
in diesem Jahre unsere verehrl. Sommergäste
nur dann bei uns Aufnahme finden lönnen, wenn
es ihnen möglich iit, sich mit Lebenemtteln volllländig
von ihrem zufländigen Kommunalrerbande
versorgen zu lassen. Wir bitten also, unsere
. wangslage wohlwollend berücksichtigen zu wollen
und ersuchen unsere verehrl. Gäste sich vor
ihrer Abreise dies genau vor Augen zu halten.
Bad Aibling, 25. Mai. Die Privatiersehefrau
Barbara- Hiigentainer hat sich in einem
Anjal hochgradiger Schermut in ihrer Wohnung
erhängt. Den Hinerblere, jen wenoet sich
allgemeine Teilnahme 3:
Bochstät", 25. Mai. Im September 1916
erhiellen Angehbrigen des Hilfslehrers
Muggenthaler von hier die Kunde, daß ihr
Sohn auf dem Schlachtfelde gesallen it. Groß
war der Schmerz und die Trauner um den Helden,
die Ublichen Gottesdienste wurden abgehalten
und nun erhielten die Angehörigen durch
das Schweizer Rote Kreuz die Botsck aft, daß
Muggenthaler lebt und sich in Gesangenschaft
befindet, angeblich in Afrila. Von dem Toltge-Lgianbten
liegt bioher keine Nachricht vor.
RNamerberg, 25. Mai. Der Blenenzuchtver.
ein hielt im Gailbaus Sedlmeier eine Versammlung
ab. Zuvor gab Kreiswanderlehrer
Schreiber aus Münden am Bienenstand des
Vorstandes Lindinder praitische Ratschläge für
die Bienenzucht. In der Versammlung sprach
er dann uber den Wert der Bienenzucht und
deren Produkte. Zum Schluß folgte eine Verteilung
von Akazien und Stachelbeersträuchern.
Barrischzell, 25. Mai. Am Pfingitmontag
wiro im Teicherschen Gasthaus zu Hammer der
Mühieningenieur Stephan Steinmen auf eincr
Versammiung der Chriftlichen Bauernvereinsodmannschaften
Gisckachau, Bayrischzell und
Hundhum eine brennende Frage bek#ndeln: 1.
Mein Getreideverarbeitungsrerfahren und ein
neucs Brotdackverfahren. 2. Wie läßt sich die
Wohltat dieser Reformen der Allgemeinheit,
insbesondere den Bewohnern des Leigach= uno
Aurachtales zunächst teilweise und in absehbarer
zeit voll zuwenden? Der auf dem Gebiele der
Brotreformarbeit bereits seit zwei Jahrzehnten
mit Erfolg tätige und durch seine bezügl. Aufllärungsschriften
belannte Mühlentechniker
Steinmetz ist Besitzer der Reformmühle „Deutsche
Mühle“ in Berlin, übrigens ein bayeriscker
Landemann. Er hat schon lange vor der Zeit, da
die hochprozentige Ausmahlung des Getteides
eine Kriegsnotwendigleit geworden ist, das Getreide
zu 93 Prozent ausgemahlen, allerdings
mit besserem Erfolge, als es den auf die Troklenreinigung
des Getreides eingestellten Möhlen
möglich ist. Steinmetz wird unter Vorzeigung
von Mehl= und Brolproben den Nachweis erbringen,
daß es heute sehr wohl möglich ist, ein
vollwertiges und doch reines Mehl, sowic ein
die
nahr= und schmackhaftes Brot herzustellen und
hiebei noch um 10 Prozent mehr Mehl und um
btwa den gleichen Prozentsatz mehr Brot zu ereugen.
Das wäre in der Tat eine hocherfreuliche
Pfingstbotschast. nickht allein für die Bewohner des
Leitzach= und Auracktiales, sondern für das ganze
deutsche Volk.
—.——
Ebersberg, 25. Mai. In der „Münchener
Zeitung“ vom 3. Mai ist die Bekanntmachung
des Bezirksamts Ebersberg enthalten, die sich
in Anbetracht der Lebensmittelknappheit gegen
die Aufnahme von Sommerfrischlern in den
Gemeinden des Bezirls wendet mit dem Hinweis,
das, die Sommerfrische vielfack nur von Leuten
ausgesucht wird, die „die Oede ihres untätigen
Daseins durch einen Landaufenthalt unterbrechen
wollen“. Das Müncdeener Blatt beamtanocte
diesen Satz. Jethzt schreibt unser Marlimagistrat,
daß Ebersberg nicht zu jenen Kommunalverbänden
gehört, die eigens Lebensmittel
zugewiesen erhalten; die Bekanntgabe sei daher
in dem auferordentlich knapp geit tellten Bezirk
ein Gebot der Not und es sollte mit ihr, die leineswege
allgemein gehalten war, nur gesagt
sein „das., die Grose#ädter in dieser ernsten Zeit,
in der so viele Neldgraue froh wären, sich statt
im Schützengraben in einer Großstadt ausfhalten
zu können, auf einen Landausenthalt unlichst
rerzichten sollten, „besonders solche, dle
eine Erholung nicht unbedingt notwendig haben.“
Am Schluf heißt es in dem Schreiben:
„Es liegt uns deswegen selbn tver tändlich serne,
ben Bewohnern einer Gros#fladt den Landaufenthalt
zu misgönnen. Gerade im Marlie
Eber- öberg sellft hat man durchwegs Verftändnie
dafür, das. der Großilädter Erholung braucht,
auch hat in Erkenntnis dessen die Marktgemeinde
Ebersberg schon nid. t unledeutende Opfer ge-Vracht,
um ihren Gästen den Aujenthalt hier
möglichit angenehm zu mad.en. Aber Krieg und
Frieoen it eben zweierlei und die ohnelin zu
inappen Vorräte auch nock mit den Fremden zu
teilen das geht eben nicht“"“ In der gleichen
Angelegenheit schreibt aud der Mrielrsverband
für den Osten Münchens, daß er die vom Bezirlsamt
Ebersberg gewählle Form als einen
bedauerlichen, aber sicher nicht gewollten Mißgriff
betrachte. der Verlehrsverland verweist
daraus, das infolge der leidigen Hamsterei die
Lebensmittelrersorgung der Einwohner des Bezirlsamts
Ebersberg, soweit sie nicht Selb#tversorger
sind, schwieriger und schlechler geworden
sei alo in München.
Teisendorf, 25. Mai. Der Kirchenpfleger
Kaufmann Hans Jollhauser hat am Portal zur
Wiarriirche. eine hübsche Krieger-Ehrentasel geschaffen,
die auf einem Hintergrund von künttlichen
Eich enblättern die Kopjbi ldnisse der sämtlichen
in der Pfarrei Teisendorf gefallenen Helden
und ihre Namen nebit Zugebbrigleit enthält.
Das ganze i't ungemein wirkungsvoll. in einen
ron Bilehauer Enielbert Wohlfart geschninten
Holzrahmen H’neingelegt der das Eiserne Kreuz
und die Jahreszalll 1914 als Beiwerk uthau
Visher sind von der Pfarrei nahezu 107 He
matföhne gesallen. Sinnig int die Aufschrift *
der Heldentajel: „Den Helden der Helden!“
Tußling (Obb.), 25. Mai. Das diamantene
Priesterjubilänm begeht am 25. Juli Geistlicher
Rat Joseph Pleringer, Marltdenefiziat dall#er.
ole 581= Jahre wirkte der Jubilar in der
Dizzese Passau. Geistl. Rat Pieringer ill am 18.
Wie ärz 1333 zu Wegscheid geboren und trog seines
hoben Alters geistig und lörperlich noch
frisch. Cine 99jahrige Schweiter lebt Lei ihm, und
erfreut sich ebenso noch beier Gesundheit.
Elen nener Hamstererkaß.
Die „Korr. Hoffmann“, teilt mit: Der private
sog. wilde Auflauf von Lebensmitteln hat seit
dem Erlas des Mmisteriums des Innern vom
9. Mätz 1917 einen Umsang angenommen, der
dringende Besorgnisse erwecken mun. Aus allen
Teilen des Landes wird gemelde t, daß Scharen
ron Verbrauchern auf dem Lande aufukaufen
suchen, was sie erhalten können, namentlich Eier,
Butter, Schmalz und Kartoffeln, sehr oft unter
Ueberschreitung der Höd stpreise und über den
nächsten cigenen Bedarf, vielfach auch zum
Zweck des Weiterverkaufes. Insbesondere ist erwiesen,
dasß in vielen Fällen solchermaß,n gelaufte
Waren an Schleic händler und außer
Landes gehen. Dadurch wird die öffentliche
Sammlung aufs Schwerite becinträchtigt und
gejährdet und das gerade in einer Zeit, in
der es darauf anlommt, bei Butier u. Eiern
aus den Ueberschüssen eben dieser Monale den
Winterbedarf der Allgemeinheit sicherzustellen,
bei Kartofseln aber zur Linderung der Kartofselnot
der Städte die letzten Mengen herauszuben
uno gerecht zu verteilen.
In der Tat haben die Lieferungsergebnisse von
Vutter und Eiern schon aus#erordentlich gelitten:
Bezirke, die erhebliche Mengen zur geregelten
Versorgung des ganzen Landes aufbringen
lönnten, müssen sogar zur notdürftigen Versorgung
ihrer Versorgungsberechtigten Zusc üsse
aus den Landesvorräten beanspruchen, weil die
in ihnen erzeugten Buttermengen zum großen
Teil heimlich an private Aufkäufer u. Schlel#“
bändler weggelen. Auch die Milchlieferung zu
den Städten wird in eininen Bezirken dadurch
ungünstig beeinfluft. daß die Landwirte lieder
Butter herktellen, die ihnen unter Ueberschreitung
des Höchlstpreises abgenommen wird. Es
wäre in der Tat nach dem Urteil aller für die
Sammeltätigkeit verantwortlichen Stellen (Bezirlsämter,
Leiter der Sammelstellen usw., die
Winterversorgung schwer geführdel, wenn nicht
alebald dem wilden Aufkauf die zum Bellen der
Hemeinschaft der Vearbraucher notwendigen
· Grenzen
gezogen würden. Zudem hat die
Auftauf Formen der Zudringlichleit uno
Belältigung ungenommen, die viellach zu ei
Gesähroung der öllentlichen Rul und Ordn
geworden sind und berechtigte Klagen weite
landwirtschtaftliczer Kreise reranlassen. 2
Erscheinungen sino umso bedeutlicher, je m
wir uns der Reise des Feldgemüsen von O
und Frühlartoffeln nähern, bie - gle
salls gefährdet würden.
Aus diesen Gründen hat das Winisterium
Innern in einem eben erschienenen Erlasse
Frage des privaten Auflauls neuerlich Siell
genommen. Es verwei'l zunächit darauf, 1
lich seit dem Erlaß vom . Mätz auch wicht
rechtliche Voraussetzungen für die damalige —
lungnahme der Staatsregierung geändert
ben. Es sind nämlich für Getreide, Hülsenfe#
te, Mehl und Kartosseln durch die bekannt
Ende März ergangenen Anordnungen
Neichslanzlers und des Präsidenten des Krie
ernährungsamtes die dem Selbitversorger
bekassenden Mengen soweit herabgesent, daß
sparnisse, aus denen freiwillige Abgaben
macht werden lönnten, ni4t mehr iu Betei
lommen; alle entbehrlichen Mengen an di.
Crüchten werden weiter, namentlich nun nach
Karloffeinot, mit den schäriten Maßnahn
zum Teil mit militärischer Hilfe herausgezog
durch eine neuerliche Belanntmack#.#des 7
sidenten des Kriegoernährungsamles vom
Mai ist serner auch der privale Verlauf ½
Fleisch und Fleischwaren aus Hausschiacht
gen den Erzeugern verboten worden, eine M
nahme, die zur Belämpfung des gerade D
flark entwickelten Schleichhandels und Schiel
wesens notwendig war. Nach diesen Anordun
lann ein privater Erwerb von Mehl, Hül
stüchten, Kartoffeln beim Erzeuger, endlich
der Kauf von Fleisch aus Haussclachtungen n
mehr in Betracht tommen. Das Minitterium
innert ferner daran, das, auch fur Eier, Bu
und Schmalz ein Recht am priraten Vemg we
durch den Erlanzm vom 9. März, nock sonn
anerlannt worden sei. Es un Uchreibt erneut
Zweck dieses Etlas es, der dahin ging, im
#ug. lleinliches Vorgehen zu vermeiden, u. in
seit, das, diese Abricht vielfach in der rete
lichitten Weise mis braugt worden i#l. Sol
Miüldräuchen des Erlasses vom 9. Mürz und
chen bedentlicken Auswüchsen privater Vergung
zum Schaden der Algemeinheeir n
entgegengetreten werden. J nobesondere lön
das scharenweise Absuden Kne r Orte und
genden, das Fortschleppen groser Mengen
Lelensmitteln, sowie die Zudringlichteilen.
läftigungen und Vedrohungen, die vielfach
Begleiterscheinungen des wilden Auftauss
obachtlet werden, nicht qeduldet werden.
Schutze der den Vorschrifien sichk unterordnen
Verbraucher und der L andwirte wie zum Sch
unserer gesamten lünftigen Voils bernahrung.
Die kräsftige Sprache des soeben erschiene:
Hamiterierlasses wird nian mit Rachicht auft
Ausartung des Erwerbs lleiner 2 orrate
wilden ungezügelten Auflauf nur begrüßen:
nen, und war im Sinne einer durchausen
wendigen Ausnahme, die aber nicht zu b##r
liger Schilane ausarten darf. Der Aue##
veritändiger Kontrollorgane mird man ½
greite Augenmert zuwencen mussen. 92
keimen wir nicht unterlaise. u. darauf LL
sen, daf, die Negierung durch Versäumnis r
zeitiger sachgemäser Ausl irung vie lfach 1
Voden zu derartig unerfreuli chen Ersch einun.
bereitet hat. Im ganzen inm der neue Erlaf#
den Kommunalverbänden Lestimmte Nechie
Unterbindung dez Hamsterne in die Hand gi
eine durchaus notwendiee Mahnung an die ?#
rölkerung, dem Ernit unserel gegenwärtigen:
ge mit allem Nachdruck Red nung zu tragen.
wirkiichen Besserungen kann der Erlas aber:
bei einer verständigen Handhakung fuhren.
Kuchliche Nachrichlen.
ierjahr!. undertseier der Ref
mation. Der Konig hat geno migi, daß
rierten Jahrhunderkfeier der Neformation
31. Ollober 1917 in den protenantischen K
chen im diesrheinisc. en Bayern ein Feitnot#
dienst mit Predigt und Abendmahlejeier ab
halten werde. Am 1. November finden Sch
goltesdienste für die prot. Schüler der Vol
Dauptschulen, der Fortbildungeschulen un i
hleren Lehr= und Unterrichtsanftalten ###r
31. Oktober wird eine Sammlung in den 1½
Kirchen im dieorheinischen Bayern zum Bi
der evangelisch- utherisa en Diaspora im Jula
und Ausland veranitaltet werden, die insbent
dere auch den ourck den Krieg geschädig
Kirchengebicten und Gemeinden zugute lo#mn
soll. Im WVollzuge dieser Entschlief ung ord
das prot. Oberkonsikorium an, das die Jut
seier der Reformalion in sämtlichen Gemeint
am 31. COltober als ausserordentiiches lird ii
Feit begangen werde.
Restauranau Nariausel
Schönster Au:sflugsort.
u¼ Std. v. Bad Albling 18 Std. v. Holbermo
Kassee mit Kuchen, Apfelwe# wigene Pelter
Sremdenzimmer, Uoorbäder.
4462 Besiher Delatri