Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

2  ummer  122

7——

Der  Einspruch  des  Taglöhners  Ludwig  Schäser
  in  Hofleiten  gegen  einen  Strafbefehl,  lau-|

  tend  auf  zweimal  je  4  Ml.  oder  2  Tage  Haft
zwegen  Uebertretung  der  Feuerlöschordnung  wur-8—

  ohne  Beweisaufnahme  lostenfällig  verworsen,
  weil  der  Angellagte  trotz  rechtzeitiger  Ladung
  nicht  erschienen  war.

Mit  Freispruch  endete  die  Hauptverhandlung
Iogegen  die  beiden  Taglöhner  Johann  Schäfer
von  hier  und  Karl  Fink  von  Westerndorf  St.
Poeter,  die,  beide  schon  vorbestraft,  wegen  groben
  Unfugs  unter  Anklage  standen.  Am  13.
Februar  kam  es  in  der  Amanschen  Wirtschaft
in  der  Kaiserstraße  dahier  zu  einer  Ranserci,
anu  der  sich  die  4  Angellagten  Mathias  Breu,
Taglöhner  von  hier,  Sebastian  Maier,  Tag#
löhner  von  hier  und  die  beiden  obengenannten
betciligten.  In  einem  Strafbesehl  wurde  den
vieren  je  eine  Haftstrafe  von  10  Tagen  ausgesprochen.
  Sie  erhoben  dagegen  Einspruch,  so
daß  es  zur  Verhandlung  kam,  bei  der  aber
Breu  und  Maier  nicht  anwesend  waren.  Mangels
  an  Beweisen  dafür,  daß  Fink  und  Schäfer
  an  der  Rauferei  teilgenommen  haben,  mußten
  sie  freigesprochen  werden,  obwohl  das  Gericht
  von  der  Schuld  der  beiden  Naufbolde  überzeugt
  ist.  Der  Einspruch  der  nicht  erschienenen
Mitangellagten  Breu  und  Maier  wurde  ohne
Beweisaufnahme  lostenfällig  verworfen.

öhhurnte  Chronik.

#n  fleischfressender  Hirsch.  Ueber
eine  solche  wohl  noch  selten  beobachtete  Absonderlichkeit
  bberichtet  das  belannte  Familienlournal
  „Das  Buch  für  Alle“  solgendes.  Der
Fors  meister  L.  in  Oberbayern  hatte  während
eimes  strengen  Winters  einen  etwa  eine  Jahr  allen
Hirsch  halbverhungert  und  entlräftet  im  tiefen
Schuce  liegend  gesunden  und  denselben  mil  nach
Hause  genommen.  Dort  wurde  dem  armen
Tier  ein  Bündel  duftiges  Heu  vorgelegt,  das
es  nebst  den  ihm  noch  gereichten  Wasser  gierig
rercchlang.  Hierauf  erhielt  es  unter  dein  geräumigen
  Kachelosen  sein  Lager,  auf  dem  es
sich  bald  rechl  behaglich  fühlte.  Das  junge
Tier  erholte  sich  und  gewöhnte  sich  allmählich
an  seine  Pfleger,  namentlich  an  den  Forstmei- 



 

 

**

üer,  der  sich  viel  mit  ihm  abgab  Al  das
Frühjahr  kam,  war  Hans,  wie  das  Tier  gerusen
  wurde,  bereils  so  zahm  und  anhöänglich,
daß  er  frei  umhersprang  und  auf  den  Ruf
solaosam  herbeilam,  um  a#uo  der  Hand  des
Forstmeisters  Brot  und  andere  Leckeröissen  zu
erhalten.  Eigentümlicherweise  zeigle  er  eine  besondere
  Vorliebe  für  Leberwurst,  und  wenn  er
olche  in  den  Taschen  seines  Herrn  a.isfindig
machte,  bettelte  er  so  lange,  bis  er  ein  (Stütk
danuon  erhielt.  Später  sogar  verlor  er  seine
Naturanlagen  so  weit,  daß  er  nicht  nur  Wurst,
sendern  sogar  Hirschbraten  fraß  und  Bier  dazu
krank.  Auch  im  übrigen  änderte  er  sich  sehr;
seine  angeborene  Schen  hat  er  jetzt  vollsiänoig
ahgelegt  und  mit  den  Jagdhunden  dite  Freundschaft
  geschlossen,  mit  denen  er  mit  sichtlichem
Vergungen  herumtollt.  Werden  fie  unange.
nehm,  so  nimmt  er  sie  notigenfalls  auch  an,
wovei  er  sein  Geweih  recht  gut  anzuwenden  ver-Hlr.


Lebende  Kilometersteine.  Dem  in
den  Kreisen  des  Natur=  und  Heimatschutz:s
wohldelannien  Oberbaurat  Fritze  in  Meiningm
hat  man  abermals  eine  neue  und  ve  rnünflige
Einrichtung  iu  verdanlen.  Er  hat  nach  einem
von  ihm  selbst  entworsenen  Man  auf  allen
Straßen  des  Herzogtums  Sachsen  Meiningen
an  den  Kilometersteinen  nach  jedem  vollen
Kilometer  zwei  Virken  pflanzen  lassen.  Die
Birke  bietet  ein  freundliches  und  weithin  lichlbares'
  Merkmal  zur  Kenntnisnahme  der  jeweiligen
  Entfernungen.

Aus  Recht  und  Geseh.

Karitalrentensteuer.  Renten  unter
70  Ml.  jährlich  sind  kapitalrentensteuerfsei,
nicht  aber  ohne  weiteres  auch  einkommensteuer
frei.  Rentensteuerpflichtig  sind  u.  a.  alle  natürlichen
  Personen;  auf  das  Alter  kommt  es
nichi  an;  es  müssen  also  auch  Minderiährige,
meiche  im  Besitz  einer  Kapitalrente  sind,  di:
Rentensteuer  entrichten.  Für  raterloi:  Mindersährige
  besreht  die  Vergünfligung.,  daß  sie
rentenstenerfrei  sind,  wenn  ihre  steuerbare  Kapital
  tenze  nicht  mehr  als  400  Mk.  und  ihr  Vesamtes
  stenerbares  Einkommen  nicht  mehr.  als
800  Mk.  beträgt.

*W

4  Rosenhelmer  Ar  Anzeiger

Steuerveransagung.

Stenterreranlagung,
ist.

denen  er  Aussichtsrat

partejüches  Verfahren  werden
d.  Jenemnsschunc  durch  Eid

ausschubmitglied  darf  nicht  leilnehmen  an  der
Beratung  und  Abstimmung  über  seine  eigene
ferner  über  die  Veranlagung
  von  Verwandten  in  bestimmtem  llmsang.
somie  über  die  Veranlagung  der  von  ihm  vertretenen
  Pflichtigen  oder  der  Gesellschaften,  bei
i  ·  Wegen
Vekforgnis  der  Besangenheit  (u.  B.  wegen  Feintschait
  mit  den  Steuerpflichtigen)  kann  ein  Ausschumitoned
  nicht  abgelehnt  werden.

Ein  Steuertionen

dem

sonstiger
tenoen  Klassen
Auf  #n

die  Mitalie'er
verpflichtet.

Rom,  2.

 

München,  2.  Juni.

letzter  Zeit  mehrere  Artikel  ver
Belcidigungsklage  an,:  gestreugt.
Neumarkt  ii.  O.,  2.  Juni.

ner  Wohnung  mil  der

der  zurücgelehrt  zu  sein.  All:

Bamberg,  2.  Juni.  Der
olonialwarengeschäftes  Georg

—

Kaiserolantern,  2.  J  zun

dert  wurde.  Jwei
Brandwunden.

Berlin,  2.  Juni.

Bischos  von  Hildesheim  und  der
Veerüpungsschreiben,  worin  es
Geistes  reich  an  fruchtbaren

#trenhandelnd  auf  dem  von  dem

 

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ler  hat  gegen  die  „München  Augsburger  Abend?.
zeitung“,  welche  in  Sachen  Beidler-Wagner  in

schaftelehrer  und  Vorst  and  der  Winterschule
lob  Febllammer  ist  seit  dem  2.  Mai  abcnn
gig.  Er  entfernie  sich  an  diesem
Augabe,  daß
Dienstreise  aptrete,  ohne  indessen  seither  wie

nach  ihm  waren  bisber  erfolalos.
gelegentlich  eines  Spazierritles  aus  dem
geworfen  und  zu  Tode  geschleift.
rei  Weinsheimer  platzte  heute  ein  D
robr,  wodurch  die  (GUlut  aus  dem
Lehrlinge  e:
Der  Verband  kathol.
Arbeit  ervereine,  Sitz  Berlin,  hielt  hier
en  Pfingsten  einen  Delegiertentug  ab.
Fürstbischof  ron  Breslau  erhielt  der  Verband

Anregungen  und
der  Kraft  jener  einigenden  Lieb:

*  Tachledene  Gröbe,

 

flt  Acsolvenken  rossend,  E  1  Fu#t
ball  zu  verkausen.  Näh.

 

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Wegen,  Abrelse  it  eine

Iass2sn

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E—.—

un)

öffentlichte,  die

mittwoch,  3.  Juni  1914

der  Kirche  gewiesenen  Pfaden,  ein  festes  Bam
bilden  kann  unter  den  verschiedenen  Organisa
Deutschlands.
sandte-  ein  Telegramm,  in  welchem  er  den  auf
Delegiertentage  vertreitenen  Verbandemit
liedern  für  ihre  Gesinnungen  her##iten  Dank
entbietet  und  den  innigsen  Wunsch  usdrüflt,
ah  durch  ihre  Beratungen  das  Wohl  der  arbei-Nuntius

  Dr.  Frühwidetl:

und  das  Heil  der  Seelen  immer

mehr  gesördert  werde.
Juni.
wesen  des  Schwesektransportes  von  Poriempe
d###te  nach  Catania  Meinungsverschi:  denheiten
wiĩchen  den  Arbeitermassen  beider
itar!  erregte  Vollsmasse  beschädigte  die
Lalnwagen  und  die  Vurcaus
hoser,  unterbrach  den
ründete  das  Bureau  des  Kaofortinsg
mehrere  Schweselhaloen  an.  Di
len  noch  am  späten  Abend.

Seit  einiger  Zeit  benelen

-Zldle.  Die
Cisen
dese  Haupthahn
Telegraph,  der  Tifenrahn
und
lelileren  hra#nn

—

 

Der  Landwirt-Ja-

  und
Tage  aus  seier
  eint

—

Nachforschungen

Inhaber  eine
Werner  murde
Sattel

wmitwe.

ratiere.  73

Bäke-  Halfing:

aZze

ampf-In

  der

Ofen  geschleu-  Eggpätt:
litten  erbebliche  Jahre.  !
Frabam  1
ehem.

Josefstal:
Von  dem

für  Mittwoch  den  3.

Rosenheim:
Sonverdichling:
Magdalena  Kug  er.  an  iers:#
Gemeindedienersgattin,

Theresia  Morne2  Keilmutter.

aufkirchen:
Unterfrahamer-Bauer,  61

besiyerstochter,  16  Jahre.

Wetterbericht
Juni  1014.

Nordwesibayern  weilerhin  trul

zei#weise  Niederschläge,  auch  in  Sudbayern  Bes“
serung  nicht  von  Benand,  Gewitlernigung.

Toteulifte.

Jofepha  Finl,  Bahnschmiees

Ursula  Modrainer,  Pri
Jahre.  6
und

30  Jahre

L

Thomas  Bichler,
Jahre.
Therese  Hinterseer,  Sägewerl

*—  ——

 

n  neuerwählien

wenn  sriaberr,  die

heißt,  es  möge

sein,  die  allein,
oberiten  Hirlen

 

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voN  0.45  bis  1.80
Pfeunen  tief  und  ach
von  4  0.65  bis  1.80
Schöpflöffel  v.  0.  35,  O.45.  0.50
Be##l  von  12—22  cm.
Teler,  Tassen,  Schüsseln.

L.  Cebherat  s  Sarur

Nosenheim,  Mar-Josefspl.  19.
Braune  Raballmarken.

Mebrere  Fäffer

eeignel  für
Wasser-  oder  Treb#  –‚iefe  lind  abzogeren
  Weißbrin

 

 

1  des  Sammers  .  K  .
der  Verbandstag  durch  die  Gnade  des  beiligen  „Kofele=  und  enlich  #t-  dicjenige  Nahrung,  die  de
Körrer  alle  notwendigen  Nährlofle  in  leickt  verdaulicher
Fo#m  zufübrt,  die  veine  Gärungen  in  den  Verdauungsdru
  enen  aufkommen  ßt  und  daher  vor  Brechdurch'al  #

Diarthöen  schün:  -

Hellquelsstrcse.

Eine  Vorfichtsmaßregel  zu  rechter  Zeit  E  m

uicht  gestulli  wend  #  schon  ror  Begin:
"  Elnthlchnnqoo

Versteigerung.  "
Donnerstag,  den  4.  Juni  1914
von  vormittags  15.9  Uhr  an.  verstei.
r#  unterjeichneter  gegen  Worladlung
n  seinem  Ankeionslokale  -
web-etc  Felle-l  Bellladen  „Matzagen,  6

eil.  ennstelle,  Wascht  5#.
1  Biloer!  Tafelwag
Stübe,  1  Trinkborn  für  Vereim-,
H#en  Hemden,  1  Danenuhr  und
Keile,  Ringe,  1  Podium  mr.  ö0

1  Luhre  (#.  Vetroseum  u.  Kerze
leuchiun  Kinderhütchen.  K2  Allaleen.
ũtzen.  2  Knabenminiel,  1  hr
guterhaltene  Plüsch-  Lernlier  1  Ana-(dia
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Bändern.  emen.  einige  Alpoiachen.
2  Walchel.  Garmtlaren.  2  Walch
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