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Und er hieß mich freundlich trinken,
Und ich dacht’: Es kann der Knabe
MNit der schönen lichten Gabe
Wabrlich nicht der Böse sein.
5. „Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstechst du die Belehrung,
Kommst mit ängstlicher Beschwörung
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens!
„Tages Arbeit, abends Gäste,
Saure Wochen, frohe Festel
Sei dein künftig Zauberwort.“
108. Die Kreuzschau. Von Adelbert von Chamisso.
De Pilger, der die höhen überstiegen,
Sah jenseits schon das ausgespannte Tal
In Kbendglut vor seinen Füßen liegen.
2. Kuf duft'ges Gras im milden Sonnenstrahl
Strecht’ er ermattet sich zur Ruhe nieder,
Indem er seinem Schöpfer sich befahl.
3. Ihm fielen zu die matten Kugenlider;
Doch seinen wachen Geist enthob ein Traum
Der ird'schen Hülle seiner trägen Glieder.
4. Der Schild der Sonne ward im himmelsraum
zu Gottes Angesicht, das Firmament
Zu seinem Nleid, das Land zu dessen Saum.
5. „Du wirst dem, dessen herz dich Vater neunt,
Licht, Herr, im Sorn entziehen deinen Frieden,
Wenn seine Schwächen er vor dir behennt.
6. Daß, wen ein Weib gebar, sein Kreuz hienieden
Kuch duldend tragen muh, ich weiß es lange;
Doch sind der Menschen Last und Teid verschieden.
7. Mein Kreuz ist allzu schwer; sieh, ich verlange
Die Last nur angemessen meiner Kraft;
Ich unterliege, herr, zu hartem Swange.“