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der Brücke eine Kompagnie, auf dem Markt und sonst drei Kom- März 17.
pagnien, eine Kompagnie versah den Rondendienst; die Bürger bie 30.
bewachten die Rathäuser und einige Tore.
Unterwegs sprach der König zweimal mit mir: 1. von der
Belagerung Jülichs, von dem Volk, das damals davor lag, wer dort
kommandierte, welches Volk jetzt dort sei, obdie Fürsten zu Düsseldorf
bei einander wohnten, ob sie sich vertrügen, ob Sachsen mitregieren
wolle? 2. wie mir sein Kriegsvolk gefalle und ob das niederländische
Volk besser sei? — Ich erzählte ihm lange von der Ordnung,
Bewaffnung und Stärke der Kompagnien und Schlachtordnungen,
worauf der König nur antwortete: „die continuation thut viel darzu,
in Ungern will es gleichwol so nit angehen“. Ich antwortete:
man habe es nie versucht,” es kennten auch die Offiziere die
Ordnungen nicht ‚und kämen nicht gern zu kleinen Kompagnien
und guten Waffen.
Khlesl ist eigens auf mich zugekommen, hat sehr gerühmt,
wie wol der König mit meinem Anbringen zufrieden gewesen sei und
wie er, der König, an mir Wolgefallen und mich gern in seiner
Bestallung hätte. Iann klagte er, dass er bei den evangelischen
Fürsten in so schlechtem Kredit sei, ohne dass er den Grund wisse;
er bekenne, dass er gern auf seine Religion sehe und vordem den
König selbst mit Androhung der Exkommunikation gehindert habe, den
Evangelischen die Religionsüäbung zu gestatten. Da er aber nun sehe,
dass nicht der König sondern dessen Vorfahren die Religionsprivilegien
gegeben hätten, dass der König sonst nicht ruhig regieren könne,
dass auch die vielen bisherigen Kriege keinen Nutzen geschaffen,
dass der König in seinen Landen so wenig gesichert sei,
dass der Kaiser selbst dies Werk angesponnen habe, um wieder zu
den Landen zu kommen und sich dann an dem König rächen zu
können, dass er, Khlesl, selbst beim Kaiser in grossen Ungnaden
stehe, „welcher als ein tiran sonder treu, glauben, religion oder
consciens sein konig und auch ihn umb das leben bringen zu lassen
sich understanden, mit erzchlung mehrer schandlichen facten‘‘, so habe all
das ihn veranlasst, dem König zur Bestätigung der Religionsprivilegien zu
raten. Seitdem dies geschehen sei, habe er niemals zu anderem raten
wollen, trotz des Begehrens Kurkölns und des Erzherzogs Ferdinand,
vielmehr sei er stets dafür gewesen, mit den Evangelischen friedlich zu
leben; die Zusagen an sie wolle er halten, so lange er lebe, nicht aus
Liebe zur evangelischen Religion sondern weil er einsehe, dass ein
Teil dem andern gewachsen sei, dass es nicht anders sein könne
und dass sein Herr sonst nicht nur um Land und Leute sondern
auch um seine weiteren Hoffnungen komme und das Haus Oesterreich
ganz ruiniert werde. Ich antwortete: „dass, wenn er den halben
theil solches meinte, effectuirte und nachkommen würde, dass ich
bekennte, dass wir kein nutzlicher person in dem reich hetten als
ihn, aus ursachen, dass er in grossem credit bei I. M.‘, auch den