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Fernsprecher: Verlag und Nedaktlon — 72-Inserolen-Ablellung Nr. 24
RNosenheimer Tagblakt
Amtliches Publikalions-Organ.
El———————————z—-——tuse—l—————————————
Eine neue Niederlage der Engländer in Mesopotamien
Mehrere Tausend Engländer gefallen.
Erfolgreiche Kämpfe auf der
Westfront. — Die Annahme der englischen Wehrpflichtvorlage,
— Englands Kriegshetze in
Portugal. — Glatter Fortgang der Entwaffnung der Montenegriner. — Prinz Mürko in Podgoritza. — In Skatart 12 Geschütze
erbeutet. — Schwedens Neutralitätspolittk.
un 57. 17117 des ruschee .
Die riegsisge.
MTB. Großes Hauptquaxrtlex, den
25. Jamar, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplass.
In Flandern nahm unsere Artillerie die feindlichen
Stellungen unter starkes Feuer. Patrouillen,
die an einzelnen Siellen in die stark
zerschossenen Gräben des Feindes eindrangen,
stellten große Verluste bei ihm fest. Wir machten
einige Gefangene und erbeuteten vier Min#Amerfer.
Der Templerturm und die Kathedrale von
Nieuport, die dem Feinde gute Beobachtungsstellen
boten, wurden umgelegt.
Oestlich von Neurille griffen unsere Truppen
im Anschluß an eine erfolgreiche Minensprengung
Teile der vordersten französischen Gräben
an, erbeuteten drei Moaschinengewehre und machten
über 100 Gefangene. Mehrfach angesetzte
seindliche Angrifseversuche gegen die gewonnenen
Stellungen kamen über klägliche Anfänge
nicht hinaus. Nur einzelne beherzte Leute verließen
ihre Gräben, sie wurden niedergeschossen.
Ein deutsches Flugzeuggeschwader griff die
militärischen Anlagen von Nancy und den Flughafen
von Baccarat an. Ein feindlicher Doppeldecker
fiel bei St. Benoit nordwestlich von
Thiaucourt mit seinen Insassen unversehrt in
unsere Hände.
Oestlicher Krlegsschauplatz. «
Russische Vorstöße wurden an verschiedenen
Stellen leicht abgewiesen.
Galk##-Kriegssaupla,=Nichts
Neues.
Oberste —
— Wle r . "
Der amtliche öfsterreichische Vericht-WITB.
Wien, 25. Jan. Amtlich wird gemeldet:
NMaflicher Aicgam##.
Gestern standen wieder verschiedene Teile unserer
Nordostfront unter russischem Geschützfeuer.
An vielen Stellen war die Aufklärungstätigkeit
des Feindes sehr lebhaft.
Italienischer Kriegsschauplat#.
An der Tiroler Front beschoß die feindliche
Artillerie die Ortschaften Creto (Judikarien)
und Caldonazzo (Sugana-Tal).
Am Görzer Brückenkopf sind bei Oslavija
„ der Kämpfe im Gange.
Gestern Abend war die Tätigkeit der italienischen
Artillerie an der küstenländischen Front
sichtlich lebhafter.
Valken-Krtegeschauplas. -
Die Entwaffnung des montenegrinischen Heeres
geht nach wie nax glatt von statten. Ueber-
Dir, Kaiser, auf dem deutschen Thron,
Der wild ummogt vom Waffenklang,
Dir naht ein treuer, deutscher Sohn,
Mit seinem schlichten Weihgesang.
A —14
Dein Name klingt von Land zu Meer,
Dein, Wille gilt, drum lenk’ ihn Gott!
Damit an Teinem stolzen t
Sich bricht der Feinde Gift und Spott.
Dein Volk ist gut, treu Deine Schar,
Drum schirme unser altes Recht,
Daß neu erglänze unser Aar
Und niedersinkt, was falsch und schlecht.
Kiefersfelden.
Ludwig Lintner.
all, ro unsere Truppen hinkommen, liefern die
montenegrinischen Bataillone unter dem Kommando
ihrer Offiziere ohne Zögern ihre Wasfen
ab.
Zahlreiche Abteilungen aus Gegenden, die
noch nicht von uns besetzt sind, haben bei unseren
Vorposten ihre Vereitwilligleit zur Waffenstreckung
angeboten.
In Skutari erbeuteten wir 12 Geschütze, 500
Gerehre und 2 Maschinengewehre.
Alle aus feindlichem Lager stammenden Berichte
über Kämpfe in Montenegro sind frei
erfunden.
Daß der König sein Land und sein Heer verlassen
hat, bestätigtl sich. In wessen Händen
derzeit die tatsächliche Regierungsgewalt ist
läßt sich noch nicht mit Bestimmtheit feststellen.
ist aber für das militärische Ergebnis des montenegrinischen
Feldzuges völlig bedeutungelos.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs
p. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Enlhüllungen über Monlenegro.
Ueber die Schueiz wird der „Münch. Post“
von besonderer Seile aus Italien geschrieben:
Aus dem anicheinenden Tahumabohn der
Nachrichten über Montenegros Haltung, die in
der letzten Woche durch ganz Europa liefen,
kann niemand llar werden, der nicht die geheimen
Fäden kennt, die den König schließlich
zu seiner Flucht, anders lann man seine Abreise
nicht bezeichnen, jogen: Als der Lovcen
erstürmt war (nicht, wie die Ententepresse sofort
behauptete: infolge geheimer Vereinbarungen
von den Montenegrinern geräumt ward)
und die k. u. k. Truppen Cetinje besetzten, beschloß
Konig Nikita, der schon am 7. Jonuar
den Oesterreichern Friedensverhandlungen angeloten
hatte. nochmals an sie heranzutreten.
So erfolgte die Sendung der montenegrinischen
Minister-Parlamentäre am 13. Januar nach
Celinje. Von österreichisch-ungarischer Seite war
als Vorbedingung für diese Verhandlungen die
Forderung der Waffenstreckung gestellt. Da zugleich
aus der königlichen Villa Ada in Rom
infolge des großen Kriegsrales, der am 11. Fanuar
dort staltgesunden hatte, Briefe einliefen,
die Nilita den Rat gaben, unter allen Umständen
mit Oesterreich-Ungarn alzuschlietzen, so
ging der König in ehrlicher Absicht auf den
österreichischen Vorschlag ein. Die später durg
den neuen Miniĩterpraĩidenten Lazar Miul lovic
in die Welt geschickte Version, Nilitna hade uuscheinbar
klein beigegeben, um sein Heer *
zu ketten. daß die Oesterreicher nich: ueiter
gingen, u irft ja auf die polilische Moral Morenegros
ein eigentumliches Licht, in aber in
Wahrleit nichts anderes wie eine glatie Luge.
Kaum murde die Nackricht von der ll-#ererfung
Montenegros in Paris und London bekannt,
als man sich an leiden Orten darüber
klar war, welchen schlimmen Eindruck und welche
Folgen dieser erite Separatfrieden habem
könnte; da man aber die eigentlichen „Schaldigen“
noch mehr in Rom als in Cetinje vermutete,
ward am Tiker mit den Närknen Mint
teln gearbeitet, um die Sache ruckgangig i
machen. Barr###re, der Botschafter Frankreichr,
degab sich noch am Abend des rvn
16. Januar zu Sonnino und beischte von ilin
den itärkilen Ausdruden, die bart an D rot
ungen grenzten, man folle den mon ienegrini schen
Frieden rückgängig machen. Ar nachtten Mor
gen bearbeitete in gleicher Wene Reneil Rodd,
der engliche Boncchakter. den italienischen M
niner des Aeußeren. Diesem blieb nichs andere
übrig. als in der Ailla Ada wiulellen,
man müsse sich ins Unvermeidliche fugen. de
rauf grobe neue Beratung zwischen dem Konigepaar.
Sonnino, Salandra, Zuppelli und Tor:
die zwar ergab, man lönne nich: ur zuutrelbor
Hilse über die Adria Nikila senden., aber ma
müsse ihn doch auffordern. wortbrüchig zu wer
den. Nur solle dies in einer geschickten Forno
geschehen.
Dann geheime Zusammenkun't Viktor Emanuels
mit dem in Süditalien weilenden Prinzen
Mirlo von Montenegro, der der Führer
der chauvinistischen Ullras des kleinen Landes
ist. Bei dieser Enirevue wurden die Nollen
für die nun flatlfindende Romödie ausgeleilt.
Zugleich gab man der Konigin Milena und
ihren Töchtern Wera und Tenia, um Jtalien
nicht weiter zu kompromittieren, den Rat, das
Ziel ihrer Flucht nicht in Rom zu suchen, sordern
auf französischen Boden sich zu begeben.
Was sie auch taten, da sie über Brindifi, wo sio
nur eine auffallend kurze Zusammenkunft mit
dem italienischen Königspaar hatien, nach Lyo#n
fuhren.
In Montenegro haite sich unrerdessen f##
gendes begeben: Der Konig, der in Slua#n
weilte, forderte „sein Volt““ aus, die Wafsean
Oesterreich abzuliefern. Dies geschah auch ##
allgemeinen ohne jeden Zwischenfall, der grite
eil des Heeres war auch miit der Kapitula: i
einverstandenNukcmklcmcrutlond
opnzedthcnckalcMutooccu11d«1iulooic Izssz
den.opponime.DashatteNilitackcnso-.rx:-s
andeklletckgabeqchmdcrtwtebschmcs
der Besatzung des Berges Taraboich bei
tari, die Waffen zu strecken. Uebrigens sloitendie
beiden Genecräle, da ihre Partei im Öte.
zu schwach sich ern ies, selbst zu den Serben.
Aber es lief zunächst ein Telegram.
montenegrinischen Generalkonsuls in Paris c1.
die Entente bestände auf Fortsetzung des Kan#p