Nr. 60. 449
Die im Artikel 9 Absatz 2 des Staatsvertrags vom 29. Juli 1911 vorgesehene
Befugnis der Regierungen der süddeutschen Staaten tritt für Bayern von dem dem Vertrags-
ablauf vorhergehenden 1. Januar ab in Kraft.
Artikel 3.
Dieser Vertrag soll beiderseits zur landesherrlichen Genehmigung vorgelegt werden.
Der Austausch der Ratifikationsurkunden soll in Berlin bewirkt werden.
Dessen zu Urkund haben die Kommissare den gegenwärtigen Vertrag unterzeichnet und
ihre Siegel beigedrückt.
So geschehen in Berlin, den 10. März 1916.
(L. S.) gez. Dr. Wilhelm Wolf gez. Artur Fernow (L. S.)
(L. S.) gez. Hans von Schoen gez. Paul Eckardt (L. S.)
Ar. 23/2667
P I.2.
Bekanntmachung, die Postordnung für das Deutsche Reich vom 20. März 1900 betreffend.
#f. Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten.
Nachstehend wird eine auf Grund des § 50 des Gesetzes über das Postwesen des
Deutschen Reichs vom 28. Oktober 1871, demnach auch mit Gültigkeit für den Postverkehr
zwischen Bayern, dem Reichs-Postgebiet und Württemberg erlassene Verordnung des Reichs-
kanzlers vom 9. Oktober 1916, betreffend Anderung der Postordnung für das Deutsche Reich
vom 20. März 1900 (GVl. Nr. 18 vom 31. März 1900) bekanntgegeben.
München, den 17. Oktober 1916.
v. Seidlein.
Bekanntmachung, betreffend Anderung der Postordnung vom 20. März 1900.
Vom 9. Oktober 1916.
Auf Grund des 8§50 des Gesetzes über das Postwesen vom 28. Oktober 1871 (Reichs-
Gesetzbl. S. 347) und des § 3 Abs. 2 des Gesetzes, betreffend die Erleichterung des Wechsel-
protestes, vom 30. Mai 1908 (Reichs-Gesetzt9l. S. 321) sowie auf Grund der Bekannt-
machung des Bundesrats vom 5. Oktober 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1133), betreffend die
Fristen des Wechsel= und Scheckrechts für Elsaß-Lothringen, wird die Postordnung vom
20. März 1900 wie folgt geändert.