Full text : Wilhelm Heinzes Quellen-Lesebuch zur vaterländischen Geschichte für Lehrerbildungsanstalten und höhere Schulen. Zweiter Teil. Deutsche, vornehmlich brandenburgisch-preußische Geschichte bis 1815. (2)

Diakritisch

nannte  man  die  Determinativa  od.  Diacritica.  Globus
6,  109a;  Die  meisten  Inschriften  der  Namenschilder
haben  am  Ende  die  Diakritika  Ldiakritische  Hleroglyphe]
  Land.  112b.  -itisch,  a.:  zur  Unterscheidung
  u.  Sonderung  dienend,  sie  begründend  (vgl.
diagnostisch),  nam.:  Dee  (Schrift.)  Zeichen;  Die  d—en
Junkte.  IP.  Wahrh.  1,  122;  Ausld.  38,  753a,  vgl.;:
Die  Pehlwischrift  ist  mit  kritischen  Punkten  versehen.
ebd.  —  Diaküstik  (gr.),  f.;  —en:  D.,  Diarhönik,
Lehre  u.  Lehrbuch  v.  der  Fortoflanzung  —  wie
Katakustik,  Kataphonik,  v.  der  Rückwerfung  —  des
Schalls  (vgl.  Dioptrik).  Gehler  3,  815.  —  Diakpdonion,
  n.:  s.  Diachrenium.  —  Dialespsis  (gr.),
f.  [8  24,  3,  uv.):  Unterbrechung,  Zwischenraum,
Intermission.  —  Dialékt  (gr.),  m.,  —e)s;  -e:
Mundart:  Der  attische  D.;  Im  venetianischen  De.
G.  23,  82  le.;  Daß  der  Schaufpieler  sich  v.  allen  Fehlern
  des  Ds  befreie  2c.  35,  435  c.;  seltner:  Der
D.  der  Musen  (die  Dichtersprachel,  w.  12,  325  ꝛe.
Sih,  f.;  —en:  Disputierkunst:  Mit  der  s.  g.  Wissenschaft
  der  D.  od.  mit  Dei,  was  man  heut  zu  Tage  vielleicht
  angewandte  Logik  nennen  würde.  Die  D.  gab
nämlich  die  Mittel  an  die  Hand,  mit  Hilfe  der  erkannten
Gesetze  des  Denkens  den  Schein  v.  der  Wahrhbeit  unterscheiden
  zu  können;  sie  enthielt  die  Anweisung,  wie  man
eine  jede  Sache  nach  ihrem  Begriffe,  ibren  Gründen  u.
Vhen  rhilosophisch  auffassen,  das  Für  u.  Wider  bei  derselben
  ermitteln  u.  sie  v.  ihren  versch.  Seiten  her  versch.
darstellen  u.  behandeln  könne.  Kriegk  1,  2  32  tc.  (vgl.
Sorhistik);  ugw.  für  Philosephie.  w.  24,  168,  vgl.
359.  Tiker,  m.,  —6;  uv.:  Kenner  der  Dialektik.
168  2c.,  auch:  Dialéctieus,  m.  [824,  2J.  Sisch,
a.:  1)  auf  Dialektik  bezügl.,  begründet  2c.:  D-e
Mäander.  3,  27.  —  2)  mundartlich:  Daß  die
Sprache  Hans  Sachsens  d.  ist.  Herrig  40,  250  2c.
Sograph,  -olög,  m.,  —en,  (—6);  —en:  Kenner  rc.
der  Dialekte,  vgl.  Iriomategraph  r.  Dazu:  Dis,
f.:  Kenntnis,  Kunde  derselben;  D-isch,  a.:
darauf  bezügl.  —  Oial(-émma),  -imma,  n.,  S#
—8  s8  24,  3,  n.,  -tis]:  Dialeipsis  (s.  d.,  wofür
auch  Dialiysis  gilt);  bes.:  bei  Wechselfiebern:
die  fieberfreie  Zwischenzeit.  —  DOiälis  (lat.),  a.:
s.  Flamen.  —  Oiäll-äg  (gr.),  m.,  —eys;  -e:  D.
od.  Hypersthen,  2  durch  den  fast  völligen  Mangel  der
Kalkerde  vom  Augit  abweichende  Talksilikate,  v.  denen
das  erstere  Wasser  in  seine  Mischung  aufgenommen  bat,
das  andre  etwas  Thonerde.  Burmeister  Gsch.  190;  Oken
1,  260  dc.  (s.  D-on;  Euxhotid).  Jage,  f.;  -n:
Verändrung,  Wechsel  2c.  -agon,  m.,  —;  —6:
Bronzit.  —  Oialll-e  (gr.),  f.;  —n;  os,  m.,
uv.  ;  uv.,  (zoi):  Beweis,  wobei  man  sich  im  Kreise
dreht,  Cirkel=  od.  Kreis-Schluß.  —  Oialög  (gr.),
m.,  (e)s,  (-en);  Fe,  (-en):  (Zwie-)  Gespräch,
„Gespräch  in  geschloßner  Gesellschaft“"  (G.  35,
378);  Gesprächsform  (vgl.  Monolog):  Der  rasch
schlagende  D.  Banzel  144;  Die  Dee,  in  welchen  Plato
seine  Lehren  vortrug.  Kriregs  2,  255;  Tieffinnige  D-en.
Tieck  Aec.  1,  258  2e.  -  ICeren,  tr.  (auch  o.  Obj.):
in  Dialog=  od.  Gesprächsform  darstellen;  ein  Gespräch
  führen  2c.:  Die  Tragäödie  ist  keine  dialogierte
Geschichte.  K.  7,  107;  Nun  fängt  der  Dichter  zu  d.  an,

Diamant

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denn  ..  Monelegen  schläfern  ein.  w.  3,  250;  113.
Sisch,  a.:  in  Gesprächsform:  In  der  d-en  od.  katechetischen
  Form.  Kriegk  2,  210;  253  2e.  isEren,
tr.  1c.;  dialogieren:  Die  bekannte  Manier  im  D.,
welche  dem  echten  Sokrates  eigen  ist.  w.  24,  35.
ismus,  m.,  uv.;  -iömen:  Schriftwerk  in  dialogischer
  Form.  -ist,  m.,  -en.  —#s:  -en:  Verfasser  v.
Dialogen.  f.  10,  115.  —  Dialür:  s.  Alloxran.  —
Dial-pfälor  (ulat.),  m.p,  -s;  ören:  eine  Vorrichtung
  zur  Dialyse,  d.  h.  zur  Scheidung  mittels
Diffusion  (s.  d.)  durch  eine  Scheirewand  v.  gallertartiger
  Substanz.  IMmüler  Ph.  1,  153  2c.  Töle
(gr.),  f.;  —;  „psis,  f.  [8  24,  3,  uv.):  Auflösung,
  z.  B.:  1)  s.  Dialysator  u.  kolloiral.  —
2)  (Arzn.)  die  in  den  Ted  endende  Auflösung,  das
Schwinden  der  Kräfte  2e.  —  3)  (Sprachl.):  a)
FAspndeton.  —  b)  —  Diäresis.  —  e,  tr.:
auflösen,  durch  Dialyse  trennen:  Die  solchergestalt
dialysierte  Luft.  Ausld.  39,  1002b.  Stisch,  a.:
auflösend,  eine  Dialyse  bewirkend  2c.,  z.  B.  (s.  Dialüsator):
  Das  zweckmäßigste  Material  für  Herstellung
einer  d-en  Scheidewand  ist  das  vegetabilische  Pergament.
IMũler  Pb.  1,  153  1c.;  ferner:  De  Fernröhre,  bei
denen  die  beiden  die  Achromasie  bewirkenden  Objektivlinsen
  durch  einen  größern  Zwischenraum  getreunt
  sind.  siurow  682.  —  Oiamagnét-icum
(gr.),  n.t,  —;  zika  [8  24,  2,  n.]:  Ein  D.  oder
diamagnétischer  Körrer  wird  nach  Faraday  jeder
genannt,  auf  welchen  ein  Magnet  in  andrer  Weise  wirkt
als  auf  Eisen.  IMũler  Phyf.  2,  499.  ismus,  m.,
uv.;  0:  das  Verbalten  diamagnetischer  Körper
gegen  Magnetpole.  ebd.;  515.  —  Oiamant  (gr.,
s.  Adamant,  Demant),  m.,  —(e)s,  —en;  —e,  —en
(s.  Ss.):  1)  D.,  Demant:  der  kostbarste  Edelstein
(obgleich  ihn  als  verdichteten  krystallisierten  Kohlenstoff
  die  Wissenschaft  nicht  mehr  eig.  zu  den  Steinen
zählen  kann)  meist  farblos  u.  wasserklar,  doch  zuw.
auch  v.  blasser  Färbung,  v.  eigth.  Glanz,  der
härteste  aller  bekannten  Körper:  a)  eig.  (vgl.  Brillant
  2c.),  auch  z.  B.:  Die  Kron-Den  2c.;  Das
Mittel  zum  Schneiden  des  Glases  ist  der  D.,  Schneidlel=D.
  Karmarsch  M.  2,  905;  Das  Schreiben  ed.  Zeichnen
auf  Glas  mittels  des  Schreib-Ds  (eines  in  einen
Griff  gefaßten  D.-Srlitters).  906  2c.  —  b)  (s.  a)
Unechte,  falsche  D-en,  Nachahmungen  aus  Glas  od.
wasserheller  Qnarz,  Kiesel;  Marmaroscher  De##.v#
Rhein-Dee,  kleine,  klare  Bergkrystalle.  Karmarsch
3,  414  ꝛe.;  Karrarische  [s.  d.]  D-en.  2,  622  2e.;
Aus  einer  Zusammensetzung  v.  19  Th.  Blei  u.  29  Th.
Zinn  werden  die  s.  g.  Fahluner  Dlen  angefertigt.  3,
684  r.  —  c)  (Drahtzieh.)  D.  od.  Brillant  (s.  d.).
—  4)  etwas  wie  D.  Glänzendes,  Funkelndes:  Das
Müblrad  stäubt  D-en.  Htine  Reis.  1,  8  ꝛe.,  vgl.:
Zebra-D.,  ein  Vogel,  Bänderschwanzsink.  Garient.

16,  392b.  —  e)  etwas  bes.  Werthvolles,  Glänzendes,
  Reines  c.  Sch.  263a;  514b  2e.  —  2)

(s.  1e)  eine  durch  große  Trauben  u.  runde,  süße
Beeren  glänzende  Rebensorte.  Nalur  6,  90a.  —
3)  (Buchdr.)  eine  Schriftgattung,  kleiner  als  Verl,
v.  4  Punkten.  —  4)  (Festgsb.)  ein  etwa  12  breiter
  Graben,  dessen  Böschungen  unten  zusammen-