Diakritisch
nannte man die Determinativa od. Diacritica. Globus
6, 109a; Die meisten Inschriften der Namenschilder
haben am Ende die Diakritika Ldiakritische Hleroglyphe]
Land. 112b. -itisch, a.: zur Unterscheidung
u. Sonderung dienend, sie begründend (vgl.
diagnostisch), nam.: Dee (Schrift.) Zeichen; Die d—en
Junkte. IP. Wahrh. 1, 122; Ausld. 38, 753a, vgl.;:
Die Pehlwischrift ist mit kritischen Punkten versehen.
ebd. — Diaküstik (gr.), f.; —en: D., Diarhönik,
Lehre u. Lehrbuch v. der Fortoflanzung — wie
Katakustik, Kataphonik, v. der Rückwerfung — des
Schalls (vgl. Dioptrik). Gehler 3, 815. — Diakpdonion,
n.: s. Diachrenium. — Dialespsis (gr.),
f. [8 24, 3, uv.): Unterbrechung, Zwischenraum,
Intermission. — Dialékt (gr.), m., —e)s; -e:
Mundart: Der attische D.; Im venetianischen De.
G. 23, 82 le.; Daß der Schaufpieler sich v. allen Fehlern
des Ds befreie 2c. 35, 435 c.; seltner: Der
D. der Musen (die Dichtersprachel, w. 12, 325 ꝛe.
Sih, f.; —en: Disputierkunst: Mit der s. g. Wissenschaft
der D. od. mit Dei, was man heut zu Tage vielleicht
angewandte Logik nennen würde. Die D. gab
nämlich die Mittel an die Hand, mit Hilfe der erkannten
Gesetze des Denkens den Schein v. der Wahrhbeit unterscheiden
zu können; sie enthielt die Anweisung, wie man
eine jede Sache nach ihrem Begriffe, ibren Gründen u.
Vhen rhilosophisch auffassen, das Für u. Wider bei derselben
ermitteln u. sie v. ihren versch. Seiten her versch.
darstellen u. behandeln könne. Kriegk 1, 2 32 tc. (vgl.
Sorhistik); ugw. für Philosephie. w. 24, 168, vgl.
359. Tiker, m., —6; uv.: Kenner der Dialektik.
168 2c., auch: Dialéctieus, m. [824, 2J. Sisch,
a.: 1) auf Dialektik bezügl., begründet 2c.: D-e
Mäander. 3, 27. — 2) mundartlich: Daß die
Sprache Hans Sachsens d. ist. Herrig 40, 250 2c.
Sograph, -olög, m., —en, (—6); —en: Kenner rc.
der Dialekte, vgl. Iriomategraph r. Dazu: Dis,
f.: Kenntnis, Kunde derselben; D-isch, a.:
darauf bezügl. — Oial(-émma), -imma, n., S#
—8 s8 24, 3, n., -tis]: Dialeipsis (s. d., wofür
auch Dialiysis gilt); bes.: bei Wechselfiebern:
die fieberfreie Zwischenzeit. — DOiälis (lat.), a.:
s. Flamen. — Oiäll-äg (gr.), m., —eys; -e: D.
od. Hypersthen, 2 durch den fast völligen Mangel der
Kalkerde vom Augit abweichende Talksilikate, v. denen
das erstere Wasser in seine Mischung aufgenommen bat,
das andre etwas Thonerde. Burmeister Gsch. 190; Oken
1, 260 dc. (s. D-on; Euxhotid). Jage, f.; -n:
Verändrung, Wechsel 2c. -agon, m., —; —6:
Bronzit. — Oialll-e (gr.), f.; —n; os, m.,
uv. ; uv., (zoi): Beweis, wobei man sich im Kreise
dreht, Cirkel= od. Kreis-Schluß. — Oialög (gr.),
m., (e)s, (-en); Fe, (-en): (Zwie-) Gespräch,
„Gespräch in geschloßner Gesellschaft“" (G. 35,
378); Gesprächsform (vgl. Monolog): Der rasch
schlagende D. Banzel 144; Die Dee, in welchen Plato
seine Lehren vortrug. Kriregs 2, 255; Tieffinnige D-en.
Tieck Aec. 1, 258 2e. - ICeren, tr. (auch o. Obj.):
in Dialog= od. Gesprächsform darstellen; ein Gespräch
führen 2c.: Die Tragäödie ist keine dialogierte
Geschichte. K. 7, 107; Nun fängt der Dichter zu d. an,
Diamant
263
denn .. Monelegen schläfern ein. w. 3, 250; 113.
Sisch, a.: in Gesprächsform: In der d-en od. katechetischen
Form. Kriegk 2, 210; 253 2e. isEren,
tr. 1c.; dialogieren: Die bekannte Manier im D.,
welche dem echten Sokrates eigen ist. w. 24, 35.
ismus, m., uv.; -iömen: Schriftwerk in dialogischer
Form. -ist, m., -en. —#s: -en: Verfasser v.
Dialogen. f. 10, 115. — Dialür: s. Alloxran. —
Dial-pfälor (ulat.), m.p, -s; ören: eine Vorrichtung
zur Dialyse, d. h. zur Scheidung mittels
Diffusion (s. d.) durch eine Scheirewand v. gallertartiger
Substanz. IMmüler Ph. 1, 153 2c. Töle
(gr.), f.; —; „psis, f. [8 24, 3, uv.): Auflösung,
z. B.: 1) s. Dialysator u. kolloiral. —
2) (Arzn.) die in den Ted endende Auflösung, das
Schwinden der Kräfte 2e. — 3) (Sprachl.): a)
FAspndeton. — b) — Diäresis. — e, tr.:
auflösen, durch Dialyse trennen: Die solchergestalt
dialysierte Luft. Ausld. 39, 1002b. Stisch, a.:
auflösend, eine Dialyse bewirkend 2c., z. B. (s. Dialüsator):
Das zweckmäßigste Material für Herstellung
einer d-en Scheidewand ist das vegetabilische Pergament.
IMũler Pb. 1, 153 1c.; ferner: De Fernröhre, bei
denen die beiden die Achromasie bewirkenden Objektivlinsen
durch einen größern Zwischenraum getreunt
sind. siurow 682. — Oiamagnét-icum
(gr.), n.t, —; zika [8 24, 2, n.]: Ein D. oder
diamagnétischer Körrer wird nach Faraday jeder
genannt, auf welchen ein Magnet in andrer Weise wirkt
als auf Eisen. IMũler Phyf. 2, 499. ismus, m.,
uv.; 0: das Verbalten diamagnetischer Körper
gegen Magnetpole. ebd.; 515. — Oiamant (gr.,
s. Adamant, Demant), m., —(e)s, —en; —e, —en
(s. Ss.): 1) D., Demant: der kostbarste Edelstein
(obgleich ihn als verdichteten krystallisierten Kohlenstoff
die Wissenschaft nicht mehr eig. zu den Steinen
zählen kann) meist farblos u. wasserklar, doch zuw.
auch v. blasser Färbung, v. eigth. Glanz, der
härteste aller bekannten Körper: a) eig. (vgl. Brillant
2c.), auch z. B.: Die Kron-Den 2c.; Das
Mittel zum Schneiden des Glases ist der D., Schneidlel=D.
Karmarsch M. 2, 905; Das Schreiben ed. Zeichnen
auf Glas mittels des Schreib-Ds (eines in einen
Griff gefaßten D.-Srlitters). 906 2c. — b) (s. a)
Unechte, falsche D-en, Nachahmungen aus Glas od.
wasserheller Qnarz, Kiesel; Marmaroscher De##.v#
Rhein-Dee, kleine, klare Bergkrystalle. Karmarsch
3, 414 ꝛe.; Karrarische [s. d.] D-en. 2, 622 2e.;
Aus einer Zusammensetzung v. 19 Th. Blei u. 29 Th.
Zinn werden die s. g. Fahluner Dlen angefertigt. 3,
684 r. — c) (Drahtzieh.) D. od. Brillant (s. d.).
— 4) etwas wie D. Glänzendes, Funkelndes: Das
Müblrad stäubt D-en. Htine Reis. 1, 8 ꝛe., vgl.:
Zebra-D., ein Vogel, Bänderschwanzsink. Garient.
16, 392b. — e) etwas bes. Werthvolles, Glänzendes,
Reines c. Sch. 263a; 514b 2e. — 2)
(s. 1e) eine durch große Trauben u. runde, süße
Beeren glänzende Rebensorte. Nalur 6, 90a. —
3) (Buchdr.) eine Schriftgattung, kleiner als Verl,
v. 4 Punkten. — 4) (Festgsb.) ein etwa 12 breiter
Graben, dessen Böschungen unten zusammen-