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RNosenheimer Anzeiger
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Nllrnberg, Berlin us
Ros enheimer Tagblatt
Amtliches Bublikakions-Organ
—————— 22
März 1916
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Siegreicher Tortgang der Kämpfe bei Verdun und in der Worhte
Der Vorstoß in der Champagne. — Der Untergang der „Maloja“. — Neue Erfolge im U-Boot-Krieg. — Eine scharfe deutsche
Note an Portagal. — Krise in der englischen Getreideversorgang. — Amerika und die bewaffaeten Handelsschiffe. — Große
Beute in Durazzo. — Neue Forderungen des Vierverbandes an Griechenland.
Dic Beute aus den Rämpfen an der Maas.
228 Offiziere, 16575 Mann gefangen, 76 Geschütze und 6 Maschinengewehre
erbentet.
WITB. Groses Hauptquartier, den 29. Februar. vormillag:. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Derstärkte Artillerietäligkeit hielt an vielen Stellen an.
Oestlich der Maas stürmten wir ein kleines Panzerwerk
dicht nordöstlich des Dorfes Douaumont.
Ein feindlicher dieser Gegend murde schon in der Entwicklung erstickt.
In der Woepre überschritten unsere Truppen Dieppe,
Abaucourt, Blanzee, säuberten das ausgedehnte Waldgebiet nordöstlich
von Watronville und Haudiomont u. nahmen in topferem
Anlauf Manbeulles sowie Champlon.
Bis gestern Abend waren an unverwundeten
Gefangenen gezählt:
228 Offiziere, 16.575 Mann. Ferner
wurden 78 Geschütze, darunter viele
schwere neuester Art., 86 Maschinengewehre
und unübersehbares Material
als erbentet gemeldet.
Bei der Försterei Bionvilie nordöstlich von Badomiiler nurde ein orspringender Teil der
franzosischen Stellung angegriffen und genommen. Eine größere Anzahl Gesangene blieb in
unserer Hand. Oberste Heeresleitung.
Angrifsoeversuch in
Der amtliche österreichische Bericht.
WIB. Wien, 28. Sebruar. Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz. Italienischer Kriegsschauplatz
Hichts von besonderer Bedeulung.
Balkankriegsschauplatz.
Unsere Truppen haben in Durazzo bis jetzt an Beute eingebracht:
23 Geschütze, darunter 6 Küstengeschütze,
10000 Gewehre, viele Artillerie=Munition
und große Verpflegungsvorräte,
19 Segel- und Dampfschiffe.
Allen Anzeichen zufolge ging die Flucht der Italiener auf
ihre Kriegsschiffe in größter Unordnung und Hast vor sich.
Der slellvertretende Chef des Generalstabes:
p. Höser, Feldmarschalleutnant.
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Der Kampf um Verdun.
Die Schlacht im Westen nimmt, wie es
eigentlich zu erwarten war, einen immer gröseren
Umfang an. Wir haben schon aus dem
rorgestrigen Berichte ersahren, daß die Franzosen
in der Champagne bei St. Marie a-Poy
einen Offensivrorstoß unternommen, und daß
es ihnen gelang, dort einen kleinen Erfolg zu
erringen. Dieser Vorfloh hatie mit den Kämpfen
um Verdun zunaächst nichts zu tun. Die
Orte, um die es sich hier handelt, liegen über
600 Kilometer westlich von Verdun gegen Reims
zu, und offenbar wollten die Franzosen mit
ihrer Offensive nur eine Ablenlkung herbeiführen
und den furchtbaren Druck gegen Verdun einigermaßen
abschmächen. Der Plan war zweifellos
gut, aber der Erfolg entsprach den Erwartungen
sehr schlecht. Die Deutschen wurden auch in
dieser, aus den bisherigen Champagnelämpfen
so wohlbekannten Gegend (im Süden liegt das
befestigte Lager von Chalons sur Marne, das
die Franzosen schon des öfteren zur Basis ihrer
Angriffe machten) nicht überrascht, sondern haben
auf den schwächlichen Angriff die richtige
Antwort gegeben. In einer Breite von uber
1600 Metern wurde die feindliche Stellung gestürmt,
und daß auch die Tiefe des Erfolges
ansehnlich ist, das geht aus der Besetzung des
Ortes Navarin und der Höhe der Beute deutlich
hervor. Ob die RKämwpfe auch an dieser
Stelle werden fortgeseh:t werden. mussen die
folgenden Tage ergeben. Ein Uedberspringen der
Kämpfe lei Verdun auf andere Teile der Front
entspracke aber nur dem naturlichen Gang der
Ereignisse. Daß unfere Erfolge auf den Maarshöhen
und in ###: Woevre Ebten weitert aus
gebaut und befe'tig: wurden, isl außerordentlich
erfreulich und läßt für die Kraft und die Aus
sichten unserer O ffensive die beruhigend'ren Aus
blicke zu. Allzu weitschweifende So'ifnungen imd
freilich an dieser Stelle nicht am Plaße.
Schwierigkeiten sind derarl!, daß eine Mäßigung
im Tempo des Foruchreitens selbnvernändlich
ist. Eine Stellung wmie die bei Verdun kann
nicht in einem Ansturm genommen werden. Man
muß sich das vor Augen halien, um ror un
nötigen Enttäuschungen bewahrt iu bleiben.
—.
*idi
Der Spezialberichteritatler der. Vol.
zeitung“ auf dem wesllichen Kriegsschaup.::
drahtet, das Tempo der Frontverbesserunn
Verdun und die Erfolge find gewallig. Bo
überall sichtbaren Douaumon haben ur-Truppen
häufig schu eres Artilleriejeuer #-gen
müssen, oft richteten sich die Blicke der S
biere auf die gewaoaltige Feste. wie fragend.
wohl einmal dieses Bollwerk bezwungen wer:
lonne. Der Korrespondent wendet sich gegen e
französischen Angalen uber uniere Verlun
Koln.