Volltext : Central-Blatt für das Deutsche Reich. Vierundzwanzigster Jahrgang. 1896. (24)

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Hollweg  nie  durchschauen  und  womöglich  seine  Stellung  stärken  würde  und  hofften,
  die  Gesamtlage,  namentlich  die  Lage  im  Inneren  Deutschlands,  so  verfahren
  zu  haben,  daß  auch  ich  nichts  mehr  würde  ändern  können.

Mein  ganzes  Streben  war  dem  ihrigen  natürlich  ganz  entgegengesetzt.
Es  ging  dahin,  das  Deutsche  Volk  noch  in  letzter  Stunde  zu  einer  großen  Einheit
zusammenzufassen  und  es  aus  der  großen  Vernichtungsgefahr,  in  der  es  stand,
zum  Leben  zu  retten.  Zwangsläufig  brachte  mich  dieses  Streben  sofort  in  stärksten
Gegensatz  zu  Br.  von  Bethmann-Hollweg,  und  als  dies  zutage  trat,  da  wandten
sich  drei  Volksfeinde:  Jude,  Jesuit  und  Freimaurer,  sogleich  wieder  einmütig
gegen  mich,  an  der  Spitze  Br.  von  Bethmann-Hollweg  selbst  und  seine  Trabanten
in  der  Regierung  und  aus  der  Umgebung  des  Kaisers,  also  amtliche  Personen,  die
mich  unbedingt  hätten  unterstützen  müssen.  Sehr  bald  folgte  ihnen  die  durch  die
Logen  gemachte  „öffentliche  Meinung".  Alles  war  ja  nur  Werkzeug  der  immer
mehr  hervortretenden  „unsichtbaren  Väter“.  Heute  sehe  ich  klar,  daß  das,  was
ich  erstrebte,  alles,  was  sie  bisher  gewonnen  hatten,  zerschlagen  haben  würde.
Wäre  es  mir  gelungen,  mein  Ziel  zu  erreichen,  so  wäre  das  Deutsche  Volk  nicht
in  die  Hände  seiner  überstaatlichen  Feinde  und  ihrer  Mitarbeiter  in  den  Gojimstaaten
  gefallen,  und  es  hätte  neben  den  ostasiatischen  Völkern  als  freies  Volk
seine  völkischen  Kräfte  zum  Segen  für  alle  anderen  Gojimvölker  und  für  deren
Befreiung  vom  Judenjoch  entfalten  können,  wenn  es  endlich  aus  der  Weltgeschichte
  die  nötigen  Folgen  zog  und  seinem  Blut  und  seiner  Art  lebte.

Die  Kraft,  die  sehr  bald  von  der  Obersten  Heeresleitung  ausging,  erschreckte
die  „unsichtbaren  Feindgewalten“  im  Lande,  die  viel  ernster  den  Deutschen
Widerstandswillen  gefährdeten  als  die  feindlichen  Heere  an  der  Front,  und  erschreckte
  auch  diese.  .

Ich  wollte  dem  Deutschen  Volke  die  allgemeine  Dienstpflicht  geben,  d.  h.,  ich
wollte,  daß  jeder  Deutsche  Mann  und  jede  Deutsche  Frau  dem  Deutschen  Volke
mit  Gut  und  Blut,  sei  es  an  der  Front  im  Kampf,  sei  es  daheim  in  der  Arbeit,
zu  dienen  habe.  Eine  gewaltige  Einheit  des  Deutschen  Volkes  wäre  entstanden.
Diese  Einheit  sollte  über  den  Ernst  der  Lage  aufgeklärt  und  zu  den  höchsten  Leistungen
  angespornt  werden.  Dem  widersetzte  sich  Br.  und  Judenstämmling
v.  Bethmann-Hollweg  und  auch  der  neue  Chef  des  Kriegsamts  General  Gröner
war  ihm  willfährig.  So  zerschlugen  denn  die  Mitarbeiter  der  „unsichtbaren
Bäter“  im  Reichstag,  dessen  Präsident.  Hochgradbr.  war,  in  Uebereinstimmung
mit  ihren  „Schreibern“  in  der  Regierung  meine  Absicht.  Planvoll  unterließ
Br.  von  Bethmann-Hollweg  alles,  was  irgendwie  den  Geist  heben  konnte,  ja  er
versagte  sich  ausdrücklich,  als  ich  ihn  amtlich  darum  ersuchte,  und  tat  echt  freimaurerisch
  das  Gegenteil.")

Aus  den  Logen  heraus  wurde  damals  schon  so  offensichtlich  und  verräterisch
Friedenspropaganda  getrieben,  daß  die  Zirkelkorrespondenz  der  großen  Landesloge
  der  Freimaurer  von  Deutschland  notgedrungen  darauf  aufmerksam  machen
mußte,  daß  es  durchaus  unerwünscht  sei,  wenn  Logen  oder  einzelne  Brr.  Kundgebungen
  für  eine  Friedensbewegung  veranstalteten.  Nicht  anders  war  das
Wirken  der  Brr.  in  der  „Arbeiter"-Internationale!

Trotz  aller  maurerischen  Machenschaften  hob  sich  der  Geist  in  Volk  und
Heer.  Mit  unendlicher  Mühe  gelang  es  mir,  dem  Heere  eine  bessere  Kriegsaus-*)

  Die  München-Augsburger  Abendzeitung  hatte  z.  B.  einen  stark  Deutsch  vaterländisch
gesonnenen  Schriftleiter.  Br.  von  Bethmann  Hollweg  ließ  ihn  durch  einen  Br.  ersetzen.