— 126 —
Hollweg nie durchschauen und womöglich seine Stellung stärken würde und hofften,
die Gesamtlage, namentlich die Lage im Inneren Deutschlands, so verfahren
zu haben, daß auch ich nichts mehr würde ändern können.
Mein ganzes Streben war dem ihrigen natürlich ganz entgegengesetzt.
Es ging dahin, das Deutsche Volk noch in letzter Stunde zu einer großen Einheit
zusammenzufassen und es aus der großen Vernichtungsgefahr, in der es stand,
zum Leben zu retten. Zwangsläufig brachte mich dieses Streben sofort in stärksten
Gegensatz zu Br. von Bethmann-Hollweg, und als dies zutage trat, da wandten
sich drei Volksfeinde: Jude, Jesuit und Freimaurer, sogleich wieder einmütig
gegen mich, an der Spitze Br. von Bethmann-Hollweg selbst und seine Trabanten
in der Regierung und aus der Umgebung des Kaisers, also amtliche Personen, die
mich unbedingt hätten unterstützen müssen. Sehr bald folgte ihnen die durch die
Logen gemachte „öffentliche Meinung". Alles war ja nur Werkzeug der immer
mehr hervortretenden „unsichtbaren Väter“. Heute sehe ich klar, daß das, was
ich erstrebte, alles, was sie bisher gewonnen hatten, zerschlagen haben würde.
Wäre es mir gelungen, mein Ziel zu erreichen, so wäre das Deutsche Volk nicht
in die Hände seiner überstaatlichen Feinde und ihrer Mitarbeiter in den Gojimstaaten
gefallen, und es hätte neben den ostasiatischen Völkern als freies Volk
seine völkischen Kräfte zum Segen für alle anderen Gojimvölker und für deren
Befreiung vom Judenjoch entfalten können, wenn es endlich aus der Weltgeschichte
die nötigen Folgen zog und seinem Blut und seiner Art lebte.
Die Kraft, die sehr bald von der Obersten Heeresleitung ausging, erschreckte
die „unsichtbaren Feindgewalten“ im Lande, die viel ernster den Deutschen
Widerstandswillen gefährdeten als die feindlichen Heere an der Front, und erschreckte
auch diese. .
Ich wollte dem Deutschen Volke die allgemeine Dienstpflicht geben, d. h., ich
wollte, daß jeder Deutsche Mann und jede Deutsche Frau dem Deutschen Volke
mit Gut und Blut, sei es an der Front im Kampf, sei es daheim in der Arbeit,
zu dienen habe. Eine gewaltige Einheit des Deutschen Volkes wäre entstanden.
Diese Einheit sollte über den Ernst der Lage aufgeklärt und zu den höchsten Leistungen
angespornt werden. Dem widersetzte sich Br. und Judenstämmling
v. Bethmann-Hollweg und auch der neue Chef des Kriegsamts General Gröner
war ihm willfährig. So zerschlugen denn die Mitarbeiter der „unsichtbaren
Bäter“ im Reichstag, dessen Präsident. Hochgradbr. war, in Uebereinstimmung
mit ihren „Schreibern“ in der Regierung meine Absicht. Planvoll unterließ
Br. von Bethmann-Hollweg alles, was irgendwie den Geist heben konnte, ja er
versagte sich ausdrücklich, als ich ihn amtlich darum ersuchte, und tat echt freimaurerisch
das Gegenteil.")
Aus den Logen heraus wurde damals schon so offensichtlich und verräterisch
Friedenspropaganda getrieben, daß die Zirkelkorrespondenz der großen Landesloge
der Freimaurer von Deutschland notgedrungen darauf aufmerksam machen
mußte, daß es durchaus unerwünscht sei, wenn Logen oder einzelne Brr. Kundgebungen
für eine Friedensbewegung veranstalteten. Nicht anders war das
Wirken der Brr. in der „Arbeiter"-Internationale!
Trotz aller maurerischen Machenschaften hob sich der Geist in Volk und
Heer. Mit unendlicher Mühe gelang es mir, dem Heere eine bessere Kriegsaus-*)
Die München-Augsburger Abendzeitung hatte z. B. einen stark Deutsch vaterländisch
gesonnenen Schriftleiter. Br. von Bethmann Hollweg ließ ihn durch einen Br. ersetzen.