Metadata : Kriegsamtliche Mitteilungen und Nachrichten. Nr. 29-39 (3)

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*  frachtraumerlparnis  durch  Hustausch
  von  Verpachungsmaterial.
(Errichtung  vomn  Ausgleichstellon.)

Hrlegeministerlum.  Krlegsamt,
TJgb.-Mr.  Stab  M.  3  d.  26349.  11.  17.  K  vom  13.  I1.  1917.

Im  Versolg  der  in  Nr.  31  des  „Nriegsamt“  Seite  5
gegebenen  Anregung  wird  dem  Stabe  des  Kriegsamtes  mitgoteilt,
  daß  in  verschiedenen  größoren  Städten  inzwischen
Cinrichtungen  zum  Austausch  von  Verpackungmaterial  geschaffjen
  worden  sind.

zn  die  Handelskammern  und  die  Stadtverwaltungeon
ergeht  die  Bitte,  an  KriegSamt,  Stab  M  3  41,  baldmöglichst
mähere  Mitteilungen  über  solche  Gründungen  gelangen  zu
lussen,  damit  auch  undere  Stellen  zu  gleichem  Vorgehon  auf—
gefordert  werden  können.  Die  in  letzter  Zeil  sohr  aulgespannie
  Verkehrs-  und  Botriebslage  auf  den  Eisenbahnen
zwingt  dazu,  alle  Mitkel  zur  Ersparnis  von  Frachtraum  bis
aufs  Neußerste  auszunutgen.  Die  Einschränkung  der  Transporte
  von  Verpackungsmaterial  spielt  dabei  keine  umnesentliche
  Nolle,

*  Dos  Kleinfahrzeug  im  vierten
Kriegswinter.
Untervertellung  der  Massengüter  mit  Handwagen.

Krlegeminlllerlum,  Krlegsamt.
IJgb.  Nr.  Stab  M  d.  26636.  11.  17.  K.  vom  20.  II.  1917.

Alllüberall  siehi  man  jetzt  im  Gotriebe  der  Grohßstadt  den
kleinen  Handwagen,  wie  er  dem  einzelnen  Haushalt  seine
Brennstoffe  oder  auch  startosfeln  zuführt.  Nur  schade,  daß
er  so  schlecht  auusgenutzt  wird!  In  der  Negel  fährt  er  nur
für  eine  einzige  Jamilio  —  hier  und  dort  vielleicht  auch  einmal
  für  mehrere  befreundete  GSaushaltungen;  die  meiste
Zeit  aber  steht  er  leiseite.  Wie  großen  Nutzen  könnte  er
stisten,  wenn  jämtliche  Kleiusahrzeuge  elnheitlich
  zusamuenge  -aßt  und  für  Zwecke  der
Unterberteilung  der  Massengüter,  insbesondere
aber  der  Brennstosse  heranugezogen  würden!  Alle
Pferdegespanne  sind  ja  in  den  verkehrsschwierigen  Herdstund
  Minteormonaten  für  die  Freihastung  der  Bahnhböfe  so
dringend  notwendig:  für  die  einzelnen  Hanshaltungen  aber
ist  os  nur  zu  oft  mit  unendlichen  Schwierigkeiten  verbunden,
das  Massengut  vom  Händler  zur  Wohnung  zu  bringen.

Ueber  einen  beachtenswerten  Versuch  der  Mobilisierung

der  Kleinfahrzeuge  wird  der  Zeitung  „Hessische  Post  und
Casseler  Stadtanzeiger"  Nr.  316  vom  15.  November  1917
solgendes  entnommen:
„Zur  Erleichterung  des  Abholens  der  Brennstoffe  von  den
RKleinverkaufsstellen  sind  versuchsweise  mit  Unterstützung  des
Kriegswirtschaftsamtes  Handkarren-Vermittlungsstellen  einge.
richtet  worden,  die  bom  15.  November  d.  J.  ab  ihre  Takigkeil
zunächst  nur  in  beschränktem  Umfange  aufnehmen  werden.  Die
Einrichtung  soll  vorläufig  nur  von  denjenigen  Verbrauchern  in
Auspruch  genommen  werden,  die  infolge  hohen  Alters,  Krankheit.
Gebrechlichkeit  oder  über  den  ganzen  Tag  ausgedehnter  Berufstätigkeit
  nicht  in  der  Lage  sind,  sich  die  Brennstoffe  selbst  heranzuholen.
  Es  sind  zunächst  fünf  Vermittlungsstellen  in  den  verschiedenen
  Hauptstadtteilen  eingerichtet  worden.

Diejenigen  Haushaltungsvorstände,  auf  die  die  vorstehenden
Einschränkungen  zutreffen,  haben  sich  am  Tage  des  Aufrufes
entweder  morgens  um  8  Uhr  oder  nachmittags  um  2  Uhr  in  der
ihnen  zunächst  gelegenen  Vermitllungsstelle  einzufinden,  um  sich
bei  dem  Lbmann  der  Schülerkolonne  für  das  Zufahren  der  Breunsioffe
  vormerken  zu  lassen.  Die  Abholmina  mittels  Handkarren

Krlegsomt.  Hmilsche  mmilitelkungen  und  Mac#richten  7

erfolgl  dann  von  der  durch  den  Anjruf  bestimmten  Kleinberkaufsfrelle
  aus,  nachdem  der  Haushallungsborstand  die  Kohlen  dort
Dezahlt  hatk.

Alo  tlebuhren  für  das  Zusahren  der  Kohlen  vor  das  Haus
lind  vorkünfig  30  WPEl.  für  den  Beniuer  feslgesetzt  worden,  die  an
den  Karrenführer  au  entriothen  sind.  Mird  das  Eintragen  der
Nohlen  in  den  Lagerraum  innerhalb  den  Haufe##  beansprucht,  so
erhöht  sich  die  Gebühr  für  don  Bentner  um  woitere  50)  PEf.  Es
ist  dringend  erwünscht,  daß  nur  in  sang  besonderen  Fällen  dieses
Einlragen  beansprucht  wird,  du  sonst  grate  Norzögerungen  in  dem
Zufahren  der  Kohlen  unvermeidlich  sind.

Das  Milhringen  von  Säcken  und  grigneten  Behältern  durch

die  Hausdhaltungsborstände  ist  notwendig,  da  die  Vermittlungsstellen

  nur  über  eine  beschräntie  Angahl  von  Sücken  und  Behälkern
  borsügen.

Es  steht  auch  zunächst  nur  eine  geringe  Zahl  von  Handlarren
aur  Verfügung,  sobaß  schon  aus  diesem  Grunde  die  Vermittlungsstellen
  ihre  Tätigkeit  nur  in  beschränktem  Umfange  ausüben
können.  Dankbar  würbe  es  aber  begrüßt  werden,  wenn  unbenutzte
Handkarren,  Säcke  und  Körbe  leihweise  qur  Werfügung  gestellt
werden  würden,  daulik  diese  gemeinnulig#  Tätigkeit  nach  und
nach  autgebaut  werben  kann.

Die  neue  Einrichtung  kann  nur  alo  ein  Nolbehelf  im  Interesse
  derseuigen  Haushaltungen  ungesehen  werden,  deuen  jede
andere  Möglichleit,  sich  in  den  Wesitz  der  ihnen  zustehenden  Kohlenmengen
  zu  bringen,  beuommen  ist.  Alle  Hanshaktungen,  die
irgendwie  in  der  Lage  sind,  fellist  oder  durch  Vermittlung  Dritter
ohne  Inanspruchnahme  der  Vermittlungsstellen  sich  zu  versorgen,
  werden  deshall  dringend  ersucht,  von  der  Einrichtung
keinen  GQebrauch  zu  machen.“

Auch  andere  Gemeinden  haben  ähnliche  Einrichtungen
deschaffen.  In  der  überwiegenden  Mohrzahl  der  größeren
Städte  fehlt  es  indes  noch  an  einer  entsprechenden  Organisalion.
  Es  ergeht  daher  an  die  größeren  Stadtverwaktungen
unter  Hinweis  auf  die  Abhandlung  über  die  Verteilung  von
Massengütern  auf  die  flädtischen  Verbraucher  im  Minter
1917/18  in  Nr.  24  detz  „Kriegsam!“,  Seite  5/6,  dir  ernonte
  Nuregung  zur  Mobilisierung  der  Kleinfahrzeuge,  die
non  den  Kriegsamtstellen  und  „Nebenstellen  weitestgehend
unterstützt  merden  mird.  Es  wird  gebeten,  alle  Neucinrichtungen
  hierher  mitgutelen,  damm!  die  gesammelten  Erfohrungen
  auch  für  weitere  Kroise  nußbar  gemacht  werden
fönnon.

*  Bahnsendungen  an  die  Hrtillerlewerkstatt
Cippstadt
sittd  u  richten  au:
Artilleriewerkstatt  Linpstadt.  Station:  Lihmital  Nord,
Anschlußgleis.

rr——————NJH—Hn—□——————————————.———————————□D-ODONDC  —
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frbeiterfrage

I——  1  r  /NNSTISSNTSSSS  „„
*  Husnutzung  der  halben  Arbeits-Jolpcuder

  Hinweis,  der  der  vom  Kriegsamt  des  Kal.
Bayerischen  Kriegsministeriums  herausgegebenen  Beilage
zu  Nr.  32  des  „Kriegsamt.  Amtliche  Mitteilungen  und
Nachrichten“  entnommen  ist,  wird  der  gesamten  Rüstungsindustrie
  dringend  zur  Beachtung  empfohlen.

Zahlreiche  hilfsdienstpflichtige  und  nichthilfsdienstpflichtige
  Personen  (6.  B.  Handwerker,  Kleingewerbetreibende,
  aber  auch  Mädchen  und
Frouenaller  Berussstände)  sind  zwar  aus  wirtschaftlichen
  oder  häuslichen  Gründen  einige  Sinnden  am